Band: Defeated Sanity
Titel: Passages Into Deformity
Label: Hammerheart Records
VÖ: 2013
Genre: Technical Brutal Death Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Defeated Sanity sind im Business keine Neulinge mehr. Auch wenn „Passages Into Deformity“ erst das vierte, längere Lebenszeichen der Berliner ist, so blickt man auf eine sehr lange Geschichte zurück. Die Truppe weiß somit ganz genau was man für die Fanschaar der Technical/Brutal Death Metal Sektion bieten muss. Wuchtig poliert man sogleich der geneigten Zielgruppe ordentlich die Fresse. Man serviert uns vorerst sehr holzig in Szene gesetztes Genrematerial und knebelt vom Beginn an gleich alles. An und für sich ist ja das Genre eher schlichter und die meisten Kollegen bauen einfach auf Knüppel aus dem Sack. Nicht minder wird auch bei den Berlinern die Keule geschwungen, jedoch mit einem deutlichen Augenmerk auf viele, technische Wechsel und kleinere Einlagen. Wohl nicht unbegründet tendiert man auf den frühreifen Sound der Neunziger, kenne zwar die Vorgängeralben nicht, aber eben als diese Art des Metals nicht mehr ganz so modern war, hatten die damals gegründeten oder zu überleben versuchenden Bands einen ganz eigenen Sound geschaffen. Diesen befördert man mit dem Album kurzerhand in die Jetztzeit und somit darf man doch von einer breiten Old School Brise sprechen. Thrash lastiges Riffing unterbricht den doch sehr herben Knüppelsound und diese Melange hat man sehr adrett aufeinander abgestimmt. Kommt auch dem Gesamtkonzept sehr gut zur Geltung und lässt die Truppe für meinen Geschmack wesentlich variabler agierend wirken. Dar man im Death/Slam Bereich überhaupt progressiv klingen? Keine Ahnung ob dies ein Frevel ist oder nicht, dass was uns die Berliner Truppe hier vorträgt ist von vielen progressiven Kerbungen geprägt und dadurch klingt das Material zwar komplexer veranlagt, aber auch um einiges facettenreicher. Wenn die zu soliden Truppen ein Greul sind und trotzdem mal eine ordentliche Dreschflegel Portion braucht, für den ist das Konzept, welches uns Defeated Sanity präsentieren genauestens zu recht gemacht.

Fazit: Für meinen Geschmack bietet man durchaus ausgewogenes Material, wenngleich man weiterhin sicherlich nur diesen Bereich ansteuert. Durch den sehr facettenreichen Sound ist man wirklich im vorderen Drittel dabei. Der authentische 90er Sound wurde superb in die Jetztzeit befördert und dies ist ein Unterfangen, welchem ja nicht mehr so viele Bands hold sind.

Tracklist:

01. Initiation
02. Naraka
03. Verblendung
04. Lusting For Transcendence
05. The Purging
06. Verses Of Deformity
07. Perspectives
08. Frenzy
09. Martyrium

Besetzung:

Konstantin Lühring (voc)
Christian Kühn (guit)
Jacob Schmidt (bass)
Lille Gruber (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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