Band: Deformity
Titel: When tomorrow comes
Label: Metalism Records
VÖ: 2012
Genre: Thrash/Speed Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Deformity? Ach herrje hieß nicht der Schnösel eines deutschen One Man Projekts nicht auch so. Dieser sammelte ja unter die Gürtellinie Reviews wie andere Briefmarken. Oh Russland na da bin ich mal erleichtert das wir es hier nicht mit einem Aufguss der vorgeahnten zu tun haben. Thrash/Speed Metal wird von dieser Formation zelebriert und mit „When tomorrow comes“ steht nach 18 Jahren das Full Length Debüt an. Da fragt man sich schon warum dies so lange gebraucht hat, doch darüber konnte meine Person nichts in Erfahrung bringen. Nun gut mal rein in den Player und aufgelauscht!

Hurra hier bekommen wir sogleich urtypischen Thrash/Speed Metal so wie er im Buche steht. Die Kuttenträgerfraktion darf schon mal ihre Uniform überstreifen und sogleich los bangen. Stilecht und verschärft wird in die Vollen geprescht. Bei den Vocals muss ich etwas schmunzeln, da will doch jemand genau wie James Hetfield klingen. Tut er auch und das gar nicht mal so schlecht, ist wohl ein Sprössling eines Groupies (böser James 🙂 ). Wie auch immer die Ausrichtung und die Rhythmik ist sehr gut und geht auch für den Old Schooler sehr gut in den Gehörgang. Ledliglich einige Wechselparts lassen etwas die Ohren verziehen, weil sie genau dann kommen wann man sie nicht unbedingt braucht, nämlich genau dann, wenn man eifrig am Bangen ist. Stilistisch wird diese Truppe wohl auch keinen Blumentopf gewinnen, für das ist sie 30 Jahre zu spät. Macht auch nichts, denn die Jungs haben viel Spaß an ihrem Material und diesen Spirit bringen sie bestens rüber. Somit gute Unterhaltung, wenn man mal etwas Abwechslung braucht und sich in 80er Träumen und Gefühlen festharken bzw. schwelgen will. Fein strukturiert gehen somit die Stücke ins Gedächtnis und wissen zu gefallen. Hier wird einfach nichts angebrannt, sondern lauwarm gekocht und das ist auch das Problem bei der Truppe. Trotz ihrem Verständnis von alten Traditionen vergisst die Band, dass es da schon so große Bands bzw. Nachfolger gibt und so verhaspelt man sich leider im zu starken Metallica Gewässer. Eigeninnovationen somit fehl am Platz obwohl man sich diese durchaus wünschen würde. An und für sich wie erwähnt ist die Unterhaltung gut, aber halt auch auf Dauer gesehen etwas abgefahren.

Fazit: Im guten Mittelbereich kann man von einer Metallica Kopie sprechen. Wer auf etwas erfrischendes, mit ähnlichen Allüren hofft ist eher fehl am Platz.

Tracklist:

01. Burn Them
02. When Tomorrow Comes
03. Alone
04. Reflection Of The World
05. The Life Is Better Than Love
06. Liars
07. Get A Life
08. The Clone
09. The Lost Man

Besetzung:

Alexander Garshin (voc & guit)
Vladimir Nikulin (guit)
Sergey Varukhin (bass)
Aleksey Radchenko (drums)

Internet:

Deformity Website

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Deformity @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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