Band: Deja Vu
Titel: Ejected
Label: Infernö Records
VÖ: 15.04. 2016
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Daniel

Die Bayern DEJA VU gründeten sich schon 1987 und veröffentlichten 2006 sowie 2008 via Karthago Records jeweils ein Album, wobei sich vor allem das zweite (Decibel Disease) immer mehr als Klassiker entpuppt.
Nun liegt mit EJECTED das lang erwartete dritte Werk vor.
Anhand der etwas dürftigen Diskografie offenbart sich, das DEJA VU sicher keinen Profistatus inne haben, was aber natürlich nichts über die Qualität irgendeiner Band aussagt. Oft genug ist es ja so, das gerade „Hobbybands“ das Prädikat „Klasse statt Masse“ vorweisen.

Bevor hier jemand denkt „Jaja, der Undergroundaffe mit seinem angeblich besseren Metal“ nenne ich mal die unumstößlichen Fakten, die gerade diese Band so essentiell machen und welche weiter unten im Albumteaser manifestiert werden:
– alleine die Stimme von Werner Kerscher ist (Dickinson meets Halford) göttlich
Judas Priest sind mittlerweile kacke, DEJA VU nach wie vor internationale Spitzenklasse
– zudem können sie locker mit Primal Fear mithalten und hätten dementsprechend mehr Aufmerksamkeit verdient.

Die Musik ist, wie ihr euch anhand der Eckpunkte denken könnt, haupsächlich von „Birminghams Finest“ inspiriert. Und zwar alle relavanten Phasen. Also nix Plastic Turbo, Schredderlator oder Krückstock Of Souls.
Bei den mittlerweile im gesetzteren Alter befindlichen Herren hier heißt es eher „je oller, desto doller“. Härtetechnisch sind diesmal einige Liedchen gar vom (US) Thrash beeinflusst.
Aber Fans brauchen sich keine Sorge zu machen, denn sowohl der Teutonen – Anstrich (Grave Digger – like) als auch das Gespür für Melodie sind geblieben.

Highlights zu bennenen fällt wirklich schwer, denn EJECTED ist sowohl was die Songs, die professionelle Instrumentierung als auch den Sound anbelangt, eine Runde Sache.
Prägnant ist, das man sich EJECTED mehrmals täglich in voller Länge geben kann, ohne auch nur an die Skip – Taste zu denken.
Enthalten sind 14 Tracks, die überwiegend alles nach Painkiller wegboxen und ausnahmslos neben keinem Primal Fear – Werk auch nur annähernd verblassen.
Der knallharte Opener Hell Or High Water sowie der „Eighties Priest – Banger mit Twin Guitar Einlage“ Midnight Rider,  das mit einem großartigem Scream beginnen Made In Hell, die Homage an alte Iron Maiden – Alben Step Into The Fire, der Heavy Thrasher Keep Yourself Alive und der US Power Metal Stampfer Unbreaker stechen dabei vielleicht etwas mehr hervor als die restlichen Songs, die aber ebenfalls Güteklasse A besitzen.

Also, wer auf erdigen Old School Heavy Metal in fetter Produktion steht, der kann blind zugreifen.
Und wer von Euch bei Deja Vu spielt, sieht zu das der nächste Streich nicht wieder so lange auf sich warten lässt! Amen.

Trackliste

01. Hell Or High Water
02. Step Into The Fire
03. Inferior
04. Run For The Light
05 Rainmaker
06 Midnight Rider
07 Unbreaker
08 Keep Yourself Alive
09 Made In Hell
10 Say Your Prayers
11 Rise From Within
12 Lethal Heroes
13 Ruthless
14 Wild Flower

Besetzung:

Werner Kerscher – guitars, vocals
Timo Zach – guitars
Wolpo Wohlhaupter – bass
Stephan Moro – drums

Deja Vu im Internet:

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Heemoat is doa, wo man mey ok mett un ohne Wäertere vastäej`n duet un de Liede sick trei jewliem, sinn un nich doa, wo man häekoam`n däet.