Band: Desecration
Titel: Cemetary Sickness
Label: Metal Age Productions
VÖ: 2014
Genre: Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Desecration haben es nach einem Demo bereits 1995 geschafft, ihr erstes offizielles Debut „Gore & Perversion“ einzuspielen. Laut Facebook-Seite der Band hatte der Albumtitel wohl gehalten, was er versprach, sodass besagtes Album flink indiziert wurde und die Band sich aufgrund des Obscene Publications Act ein Jahr mit dem Gericht herumplagen durfte. Für eine Death Metal-Band vom Schlage Desecration dürfte das einem Ritterschlag gleichkommen, weshalb die „sick coffin smashers“ sich wohl auch gerne mit dieser Geschichte brüsten.
Mit „Cemetary Sickness“ veröffentlichen die rülpsenden Leichenschänder ihren siebten obszönen Publikationsakt und lassen mit lieblichen Schmankerln wie „Cunt Full Of Maggots“ oder „Cabletie Castrator“ die zarten Herzen sentimental gestimmter Gemüter jauchzend höher schlagen. Das wunderschöne Cover-Artwork, das die Gentlemen von Desecration bei ihrem philantropischen Hobby der Grabespflege zeigt, schmiegt sich subtil an diese zarten lyrischen Ornamente.

Was den leichenschreddernden Todesstahl auf „Cemetary Sickness“ aber wirklich von den endlosen Horden anderer herumkropfender Gemetzelbarden abhebt, sind zwei Dinge:

Erstens: Man kann tatsächlich von unterscheidbaren Songs sprechen. Klar wirst Du nach einmaligem Hören nicht zwanghaft Evergreens wie „Cut Up & Fed To The Dog“ vor dich hinpfeifen, aber man kann ganz klar elementare Songstrukturen erkennen, wie eben Strophe, Bridge, Chorus… Und trotzdem oder gerade deswegen klingen Desecration roher und brutaler als vergleichbare Bands, die ihre knüppelnden Einschlafhilfen nur der Form halber in betitelte Einzeltracks unterteilen.

Zweitens (jetzt kommt´s): Desecration bringen irgendwie diese ganz spezielle zynische Bösartigkeit rüber, die früher einmal Slayer ausgezeichnet hat. Dass man Eingeweideherauskotzer Ollie teilweise verstehen kann, trägt noch sein kleines Extra zu diesem Punkt bei.

Selten hat es so viel SPASS gemacht, Death Metal zu hören. Es sind alle Songs geil auf diesem kranken, abartigen akustischen Schandmal. Aber besonders empfehlen möchte ich (das mit sick female guest Vocals ausgestattete)„Cabletie Castrator“, „I, Cadaver“ und das (sehr kurze) „Tactile Necrophile“.
Das BESTE, das in Jahren an Gore&Splatter-Death Metal auf meine Trommelfelle eingedroschen hat. Bestellung des Backkatalogs ist angedacht.

Tracklist:

01. Cemetery Sickness
02. Coffin Smasher
03. I, Cadaver
04. Recipes of Horror
05. Rotten Brain Extraction
06. Cunt Full of Maggots
07. Cabletie Castrator
08. Mortuary Debauchery
09. Tactile Necrophile
10. Cut Up & Fed To The Dog
11. Grave Secrets

Besetzung:

Ollie (Vocals, guitar)
Mic (Drums)
Andi (Vocals, bass)

Internet:

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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