Band: Draconian
Titel: Turning Season
Label: Napalm Records
VÖ: 2008
Genre: Gothic/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Es ist soweit Draconian sind wieder da und haben eine Glanzscheibe eingezimmert. Nach dem superben Vorgänger „The Burning Halo“ hat man sich die Messlatte selbst sehr hoch gesteckt. Kann man das noch topen. Ja man kann und mit „Turning Season“ haben die Herrschaften aus dem hohen Norden es einmal mehr geschafft. Wer Draconian kennt weis wo ihr Name drauf steht sind dunkle, melancholische Songs drinnen gepaart mit viel Gefühl, Melodie und doch eine Brise Härte. Lisa Johansson (voc), Anders Jacobsson (voc), Johan Ericson (guit), Daniel Arvidsson (guit), Andreas Karlsson (keys) und Schlagzeug Jerry Torstensson (drums) haben sich ordentlich ins Zeug gelegt um den Fans zu gefallen und alle wachzurütteln bzw. auf eine weite Reise in dunkle Sphären zu entführen.

„Season Apart“ ist der erste Track auf dem Langeisen und von Beginn an ziehen die Herrschaften alle Register. Düstere Klänge gepaart mit viel Melodie so beginnt dieses Stück. Frontnachtigal Lisa Johansson beweist hier das sie eine hohe opernhafte Stimme hat. Man könnte jetzt sagen, ja da gibt es eh schon viele. Mag auf der einen Seite stimmen, aber dieses Mädel hat viel Kraft und vor allem ihr Einsatz ist unglaublich. So befindet sich die junge Dame auf der Überholspur und singt sich ganz weit rauf. Unterstützung leistet immer wieder Anders Jacobsson, der mit seinen Growls bestens dazu passt. Wer hier Geschwindigkeit sucht ist fehl am Platze, denn die Band steht für düsteren doomigen Metal und das ändert sich auf diesem Output nicht. Zweiter Track des Albums ist „When I Awake“. Unglaublich was sich die Schweden hier ausgedacht haben. Ein Wahnsinns Soundteppich zieht sich durchs gesamte Machwerk. Viel Bombast und Arrangements werden wie Geschütze aufgefahren und abgefeuert, wobei Draconian ein Händchen für Ausgewogenheit besitzen. Melancholie an allen Ecken die einen auf eine weite Reise entführen. Langweilig wird einem hier niemals, da man Gesangs als auch Melodiestrukturen immer neu entdeckt. Die harten Vocals sind unglaublich Kräftig und so ist das Album auch für Fans aus der Death Metal Ecke die es auch mal langsamer angehen wollen. Weiter geht es auch schon mit „Earthbound“, etwas moderner kommt dieses Stück daher und vor allem die Gitarrenblitze die Johan Ericson und Daniel Arvidsson abfeuern sind unglaublich. Mit viel Gefühl positioniert sich die Fronterin gleich wieder vorneweg und die Duette und Wechselgesänge sind einmal mehr ein Genuss. Ich stehe ja auf harte Klänge und der gute Anders bildet mit seiner Düsterstimme einen tollen Kontrast. Düster Metal as it’s best heißt es auch bei „Not Breathing“. Die Arrangements die aufgefahren werden sind unglaublich. Fette Orchesterparts am laufenden Band werden immer wieder eingesetzt. Recht ruhig und beschaulich und dennoch ein wenig Fröhlichkeit versprüht der Beginn von „The Failure Epiphany“ man könnte schon fasst glauben das hier nur akustische Instrumentenparts eingebaut wurden, aber nach kurzer Zeit werden wieder alle Register gezogen und der Hörer wird ordentlich wachgerüttelt. Einmal mehr kommen tolle Duettgesänge zum Zuge und verleihen mir eine Gänsehaut. Schöne heroische Klänge hat man zu Beginn von „Morphine Cloud“ eingebaut bevor man es wieder absolut doomig angeht. Dieser Song zieht einen ganz runter in das Innerste selbst. Ruhige Klänge wechseln immer wieder mit etwas schnelleren, härteren Parts. Wieder etwas fröhlicher beginnt „Bloodflower“ das an siebter Stelle steht. Doch die Fröhlichkeit wird binnen Sekunden rigoros vernichtet und die Düsterparts kommen wieder vollends zur Geltung. Vorletzter Track des Albums ist „The Empty Stare“. Etwas moderner produziert und mit tiefen, düsteren Gitarren gepaart mit Violinenspiel das im Hintergrund ständig läuft, bohrt sich dieser Track ordentlich in mein Gehört und entführt in weite dunkle Gefilde. Den Abschluss macht das kurze Stück „September Ashes“ das nur 01:10 Minuten dauert und mit ruhigen klassischen Instrumenten und einen Sprechgesang des Frontmannes das Album abschließt. Ich kann nur sagen ein wunderbares Album das hier komponiert und produziert wurde und ich ziehe meinen Hut vor Draconian die hier einen Megaoutput geschaffen haben.

Fazit: Wer auf Düstere Klänge mit viel Gefühl steht ist hier vollkommen richtig. Schnelle bretternde Momente sucht man auf diesem Album vergeblich. Draconian stehen einfach nicht für fröhliche Klänge und für das werden sie von ihren Fans geliebt. Jene die auf Düster Metal gepaart mit viel Melodie gepaart mit viel Härte stehen, für den ist „Turning Season“ genau die richtige Baustelle.

Tracklist:

01. Season Apart
02. When I Awake
03. Earthbound
04. Not Breathing
05. The Failure Epiphany
06. Morphine Cloud
07. Bloodflower
08. The Empty Stare
09. September Ashes

Besetzung:

Lisa Johansson (voc)
Anders Jacobsson (voc)
Johan Ericson (guit)
Daniel Arvidsson (guit)
Andreas Karlsson (keys)
Jerry Torstensson (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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