Band: DUROTHAR
Titel: Auf See
Label: Selfreleased
VÖ: 01.12.16
Genre: Pagan Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

DUROTHAR - Auf See album artworkEin Drachenschiff hat 2009 in der Hansestadt Hamburg angelegt. Fortan hatte man Wikinger aus der Stadt angeheuert. Diese Freibeuter nennen sich Durothar und legen mit „Auf See“ das Full Length Debüt. Wikinger Thematik mit Seefahrer Romantik paart man, dazu kommen noch viele Eckpfeiler aus dem Viking, wie außerdem Black Metal Sektor. Während eine Vielzahl der Szenekollegen, desgleichen die Großen das Thema verschmähen und mehrheitlich dem Sound dem Rücken kehren, versteifen sich die Hamburger Wikinger nach wie vor auf diese Klangfarbe. Persönlich finde ich diesen Zug ausgezeichnet, denn nur, weil die Großzahl jetzt irgendwie einen auf ernst und modern machen will, darf man nicht mehr heroisch klingen? Die Hanseaten machen dies Beispielsweise deutlich gekonnter. Man vermischt etliches zu einem guten Gemisch, hat sicherlich keine Revolution in Sichtweite, bringt aber einen erquickenden, frischen Wind in die Szene. Produktion und Mastering sind gut gelungen und demgemäß bersten die Tracks jedes Drachenschiff, welches sich in den Kurs der Kaperfahrt von Durothar stellt.

Hartnäckigsten Ohrwurm-Melodien aus dem Melodic Death Metal Bereich bieten hier den dominanten Schlag. Was eventuell nach einer zu dudelnden Rhythmik klingen mag, tut es im Falle dieser Combo überhaupt nicht. Sie sind bestrebt eine Vielzahl von Abwechslungen ins Geschehen zu bringen. Besonders die eisigen, leicht Schwarzwurzel orientierten bzw. auch die urtypischen Viking Fragmente lassen das Konzept einfach gereifter wirken. Keine Humpa Laune aus Finnland, sondern ausgereifte, außerordentlich steife Brisen die hier aus den Boxen schallen. Das erfreut den Freizeitwikinger, einerseits, weil man gewiss etliches an Ohrwürmern parat hat, andererseits deutlich durchdachter klingt, als eine Vielzahl von anderen Szenekollegen.

Dadurch beweist man, es muss nicht immer alles Hypermodern oder trendig klingen. Frische Elemente und ein Blutleckendes, wildes Spiel reichen oftmals aus, um die Fraktion der Metal Wikinger auf ihrer Seite zu ziehen. Dies kann man mit diesem Output freilich tun. Da kann man sagen was man will, ob abgedroschene Klischees und so weiter. Durothar klingen zu keinem Zeitpunkt zu schlicht, oder gar abgehalftert. Man bietet einen aufwühlenden Mischsound und ein Verständnis, wie der traditionelle Wikinger Stahl heutzutage klingen muss.

Auffallende Riffs, epische Melodien, sowie das eisig kalte Viking Spiel geht mächtig ins Gehör. Dazu braucht man nicht lange, um sich die Gunst des Hörers zu erspielen. Zu einem sehr großen Teil profitieren die Songs von der Produktion, wegen dieser hat man anziehend deutlich mehr Druck und punsh im Gepäck. Mächtiges Erscheinungsbild, dass ansprechend gut zu überzeugen vermag.

Man gibt keinen Deut auf trendige Trademarks. Baut auf die eigene Eingängigkeit und den gut ausgeklügelten Pagan/Viking und Black Metal Vibes. Das Mischverhältnis ist glanzvoll und deshalb kann man den Freizeitwikingern aus Hamburg uneingeschränkt zu solch einem tollen Klangwerk gratulieren.

Fazit: Kein hypermodernes Pagan Werk. Tradition des Sounds mit frischem Elan und Blutleckenden, eisigen Linien sind hier ein Garant für eine lange Unterhaltung im Freizeitwikingerhausalt. Na dann, die Methörner gelehrt und von neuem die Party mit diesem Sound angestimmt.

Tracklist:

01. Mittwinter 03:59
02. Heimathafen 04:18
03. Beutefahrt 04:35
04. Auf See 04:40
05. Mann über Bord 04:35
06. Die Vogelinsel 04:34
07. Immer Weiter 04:10
08. Das fremde Land 04:27
09. Ein Fest 02:58
10. Im Bauch des Drachen 05:38

Besetzung:

Markus (voc)
Chris (guit)
Maddin (guit)
Tobi (bass)
Basti (drums)

Internet:

Durothar Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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