WARSENAL – Endless Beginnings

WARSENAL - Endless Beginnings - album cover

Band: WARSENAL 🇨🇦
Titel: Endless Beginnings
Label: Massacre Records
VÖ: 20/03/26
Genre: Thrash/Speed Metal

Tracklist

01. Mass Grave Mass
02. Flying Fortress
03. Phantom Hope
04. Feeding the Wildfire
05. The Numbening
06. Dawn Mowers
07. Dusk Dwellers
08. Onward to Our Death
09. Endless Beginnings

 

Besetzung

Mathieu Rondeau – Guitar & Vocals
Francis Labine – Bass
Zack Osiris – Drums

 

Bewertung:

4/5

Band mit klarer Mission

Die kanadische Thrash/Speed-Metal-Formation WARSENAL gehört zu jener Sorte Bands, die nicht lange um den heißen Brei spielt. Ihr Sound setzt direkt dort an, wo Geschwindigkeit, Schärfe und rohe Energie zusammenlaufen. Hinter dem Trio stehen Gitarrist und Sänger Mathieu Rondeau, Bassist Francis Labine sowie Schlagzeuger Zack Osiris. Drei Musiker, die hörbar eine gemeinsame Vision verfolgen. Klassischen Speed- und Thrash-Metal mit frischer Energie neu zu entfachen.

Mit »Endless Beginnings« legt die Band ein Album vor, das sich tief in den Traditionen der Achtziger verwurzelt zeigt, dabei aber keineswegs als nostalgische Kopie wirkt. Stattdessen klingt vieles wie eine moderne Interpretation jener Ära, in der Geschwindigkeit und Riffs wichtiger waren als digitale Perfektion.

Produziert wurde die Platte von Mathieu Rondeau gemeinsam mit Ryan Battistuzzi. Für Mix und Mastering holte man sich anschließend Unterstützung von Olof Wikstrand in den Hvergelmer Studios. Dieser Schritt zahlt sich hörbar aus. Das Album besitzt Druck, Klarheit und genau die richtige Portion Rauheit.

Geschwindigkeit mit Struktur

Schon nach wenigen Minuten wird klar, wohin die Reise geht. »Endless Beginnings« bewegt sich konstant im Spannungsfeld zwischen klassischem Thrash-Metal und traditionellem Speed-Metal. Die Gitarren stehen klar im Vordergrund, meist doppelt geschichtet, mit rasanten Downstroke-Riffs und gelegentlichen melodischen Leads.

Was sofort auffällt, trotz der hohen Geschwindigkeit wirkt das Material nie überladen. Viele Songs basieren auf klar strukturierten Riffideen, die sich einprägen und im Kopf hängen bleiben. Gerade diese Balance zwischen Aggression und Eingängigkeit verleiht dem Album seine Stärke.

Mathieu Rondeaus Gesang passt gut in dieses Konzept. Seine Stimme ist rau, energisch und leicht heiser, ohne dabei ins Extreme abzudriften. Er bewegt sich eher im klassischen Thrash-Bereich als im modernen Shouting, was dem Material eine authentische Note verleiht.

Der Bass von Francis Labine arbeitet eng mit den Gitarren zusammen und sorgt für zusätzlichen Druck, während Zack Osiris am Schlagzeug ein konstant hohes Tempo hält. Seine Spielweise ist präzise, kraftvoll und setzt immer wieder kleine rhythmische Akzente.

Starker Einstieg und klare Highlights

Der Opener »Mass Grave Mass« eröffnet das Album mit einem wuchtigen Riff und sofortigem Vorwärtsdrang. Schon hier wird deutlich, dass WARSENAL keine langen Einleitungen braucht. Das Stück wirkt wie ein Startschuss, der direkt ins Zentrum des Albums führt.

»Flying Fortress« knüpft daran an und kombiniert Speed-Metal-Tempo mit markanten Gitarrenharmonien. Besonders die Leads im Mittelteil zeigen, dass hier Musiker am Werk sind, die ihr Handwerk beherrschen.

Mit »Phantom Hope« folgt ein Song, der melodischer ausfällt, ohne dabei an Härte zu verlieren. Die Refrainstruktur funktioniert hervorragend und dürfte auch live schnell zum Publikumsliebling werden.

Ein weiteres Highlight ist »Feeding the Wildfire«. Der Song lebt von einem treibenden Rhythmus und einem Refrain, der sich sofort festsetzt. Hier zeigt sich besonders gut, wie stark WARSENAL darin sind, Geschwindigkeit mit klaren Songstrukturen zu verbinden.

Dynamik in der zweiten Albumhälfte

In der Mitte des Albums sorgt »The Numbnening« für eine leicht düstere Atmosphäre. Der Song arbeitet mit schwereren Riffs und einem etwas langsameren Groove, wodurch er sich deutlich vom restlichen Material abhebt.

»Dawn Mowers« bringt danach wieder deutlich mehr Tempo ins Spiel. Der Track wirkt fast wie eine Hommage an klassischen Speed-Metal und lebt von rasanten Gitarrenläufen.

Mit »Dusk Dwellers« schlägt die Band erneut eine etwas dunklere Richtung ein. Die Riffs wirken bedrohlicher, während das Schlagzeug einen konstant drängenden Puls liefert.

»Onward to Our Death« gehört zu den aggressivsten Momenten des Albums. Hier ziehen WARSENAL das Tempo noch einmal an und liefern einen Song, der live vermutlich für Chaos im Pit sorgen dürfte.

Rasantes Aufeinandertreffen

Der abschließende Titeltrack »Endless Beginnings« fasst viele Elemente des Albums zusammen. Schnelle Riffs, melodische Leads und ein hymnischer Refrain sorgen für einen würdigen Abschluss.

Der Song wirkt fast wie ein Statement der Band. Der Titel selbst passt gut zur musikalischen Ausrichtung: ein Blick zurück auf die Wurzeln des Genres und gleichzeitig ein neuer Anfang für die eigene musikalische Reise.

Mit »Endless Beginnings« gelingt WARSENAL ein überzeugendes Album, das Fans von klassischem Thrash- und Speed-Metal sofort ansprechen dürfte. Die Songs sind schnell, kompakt und rifforientiert, ohne sich in technischen Spielereien zu verlieren. Besonders stark wirkt die Kombination aus traditioneller Metal-Ästhetik und moderner Produktion. Dadurch klingt das Album frisch, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Wer Bands aus der klassischen Thrash- und Speed-Schule schätzt, findet hier reichlich Material für wiederholte Durchläufe. Die Energie stimmt, die Songs funktionieren, und die Produktion bringt alles sauber zur Geltung.

Fazit: »Endless Beginnings« von WARSENAL ist ein kraftvolles Statement, das die Essenz des Thrash- und Speed-Metals einfängt.

Internet

WARSENAL - Endless Beginnings - CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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