SKULL ALTAR – Diabolical

SKULL ALTAR - Diabolical - album cover

Band: SKULL ALTAR 🇫🇮
Titel: Diabolical
Label: Independent
VÖ: 20/03/26
Genre: Death Metal

Tracklist

01. March For Destruction
02. Scorn
03. Broken By Religion
04. Exhumed By Darkness
05. Diabolical
06. Infodemia
07. Storm Behind Demise
08. The Circle Of Cryptic Pain
09. Fear Of War
10. War Crimes (Disclosure Act)

 

Besetzung

Tero Ritvanen – Vocals on tracks 2, 3, 5, 6, 8, 10
Ossi Maalampi – Vocals on tracks 1, 9
Kai Kulmakorpi – Vocals on tracks 4, 7
Jouko Poussu – Drums
Mikko Viljakainen – Bass
Petri Hallikainen – All rhythm guitars, guitar solos on tracks 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10 (third solo)

Guests on guitar solos:
Mika Perhovaara – Guitar solos on tracks 8 and 10 (first and second solos)
Joose Pulkkinen – Guitar solo on track 9

 

Bewertung:

4/5

Die Finnen von SKULL ALTAR legen mit »Diabolical« ihr jüngstes Death/Thrash-Klangwerk vor. Die Band zeigt mit dem Full-Length-Debüt, wie Death- und Thrash-Metal verschmelzen können, ohne dass der eine Stil den anderen erdrückt. Das Line-up liest sich wie ein Who’s Who der finnischen Metalszene. Tero Ritvanen übernimmt die Vocals auf den meisten Tracks, unterstützt von Ossi Maalampi und Kai Kulmakorpi. Jouko Poussu gibt den Rhythmus auf den Drums vor, während Mikko Viljakainen den Bass wuchtet.

Für die Gitarrenarbeit zeichnen sich Petri Hallikainen (Mastermind der Band), Mika Perhovaara und Joose Pulkkinen verantwortlich. Hallikainen steuert den Großteil der Soli bei, Perhovaara und Pulkkinen setzen Akzente auf ausgewählten Songs. Gemixt und gemastert wurde das Album von Mikael Sehlin Productions, was dem Sound eine klare, druckvolle Linie verleiht.

Rasante Eröffnungen und gezielte Aggression

»Diabolical« startet mit »March For Destruction«, einem kurzen, kompromisslosen Opener, der den Ton für die folgenden neun Tracks angibt. Die Gitarrenarbeit von Hallikainen ist hier prägnant. Riffing trifft auf präzise Soli, die nicht nach Show, sondern nach Aggression klingen. Direkt danach setzt »Scorn« mit Ritvanens markanter Stimme Akzente. Der Song kombiniert klassische Thrash-Riffs mit Death-Metal-Growls und beweist, dass SKULL ALTAR den Bogen zwischen Melodie und Brutalität sicher schlägt.

Mit »Broken By Religion« wird der erste längere Track präsentiert. Fast fünf Minuten zieht der Song den Hörer in eine dunkle, rhythmisch komplexe Welt. Hier kommen die unterschiedlichen Vocal-Stile besonders zur Geltung. Ritvanens Growls treffen auf Hallikainens aggressive Gitarrenführung, während der Drumsound von Poussu treibende Dynamik liefert.

Dunkelheit und Bedrohung

Tracks wie »Exhumed By Darkness« oder »Diabolical« treiben die düstere Atmosphäre weiter voran. Besonders »Diabolical« zeigt, wie die Band traditionelle Thrash-Strukturen mit modernen Death-Metal-Elementen kombiniert. Die Soli sind nicht nur technische Spielereien, sondern verstärken die Spannung des Songs. Auch bei »Infodemia« fällt auf, mit einer kompakten Spielzeit von 3:32 Minuten bietet der Song einen intensiven Mix aus Groove und Aggression, der vor allem Live seine Wirkung entfalten dürfte.

»Storm Behind Demise« bleibt nahe am Thrash, während die Vocals von Kai Kulmakorpi für einen zusätzlichen Farbton sorgen. Das Zusammenspiel der Gitarren, besonders zwischen Hallikainen und Perhovaara, lässt den Track wie eine kleine, wütende Klanglandschaft wirken.

Brutale Präzision bis zum Ende

Das letzte Drittel des Albums überzeugt mit »The Circle Of Cryptic Pain«, »Fear Of War« und »War Crimes (Disclosure Act)«. Hier wechseln die Solisten gezielt die Akzente, Perhovaara steuert wichtige Leads bei, während Hallikainen die rhythmische Basis liefert. Besonders »Fear Of War« punktet mit komprimierter Intensität und zeigt, dass die Band auch auf kurze Songs denselben Druck aufbauen kann wie auf längere Tracks. Der finale Track, »War Crimes (Disclosure Act)«, rundet das Album ab. Ein wuchtiger Schlusspunkt, der alle Elemente von SKULL ALTAR bündelt.

Aggression mit Struktur

»Diabolical« ist ein starkes Statement der Band. SKULL ALTAR schafft es, Death- und Thrash-Metal zu verbinden, ohne dass das eine das andere überdeckt. Die Gitarrenarbeit ist durchweg überzeugend, die Drums präzise, die Vocals variabel und passend zum Songmaterial. Mikael Sehlin hat mit Mix und Master dafür gesorgt, dass jeder Ton sitzt und die Wucht der Band zur Geltung kommt.

Mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten bleibt »Diabolical« ein empfehlenswertes Album für Fans aggressiver, aber durchdachter Metal-Kost. Es ist nicht nur wütend, sondern auch strukturiert genug, um beim Hören immer wieder neue Details zu entdecken. SKULL ALTAR zeigt damit, dass finnischer Metal nach wie vor eigenständig, dicht und mit einem klaren Charakter bleibt.

Fazit: »Diabolical« ist ein gelungenes Album, das die Stärken von SKULL ALTAR in den Bereichen Tempo, Atmosphäre und Vielseitigkeit bündelt.

Internet

SKULL ALTAR - Diabolical - CD Review

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles