Band: Dystopolis 
Titel: Sons of a Silent Age
Label: Selfreleased
VÖ: 2011
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Sons of a Silent Age nennt sich das Full Length Debüt der Bremer Dystopolis. Bis dato bei mir komplett unbekannt, muss ich meinen Fehler gleich feststellen. Hab da im Netz vergleiche mit Iced Earth gelesen. Da kann ich nichts entgegenbringen außer ein lautes ja, geil das stimmt wirklich. Rhythmisch bahnt man sich wie die amerikanischen Vertreter im Power/Thrash Gewässer den Weg. Obwohl die deutschen Herrschaften haben hier nicht nur eine ähnliche Kopie, nein vielmehr wird hier ordentlich aufgewertet und das mit vielen eigenen Akzenten, die man wohl kaum in naher Zukunft überbieten werden wird. Hier stimmt nicht nur das Ambiente, nein auch die technische Raffinesse ist dermaßen geil, sodass es jedem Power Metal Fan gleich alle Sicherungen raus brennt. Einerseits wird hier das volle Power Metal Brett ausgebreitet, aber anderseits wird hier nicht das kitschige Klischee ausgefahren. Also keine Angst hier bekommen wir nicht im steten Wechsel Warrior, Sword oder King zu hören. Nein die Thematik ist bei der Formation deutlich gewaltiger ausgebaut worden. Somit kein sinnloses Klischeehaftes Geplänkel, sondern eine ausgereifte Variation, welche Jung und Alt begeistern wird. Hammer, wie man aus einem schlichten Power Metal Kleid, so ein opulentes Klangwerk zusammenrichten kann. Stimmlich braucht sich der Frontmann auch vor niemanden verstecken und klingt wie eine handsame Version des Grave Digger Frontmannes. Kraftlos? Nein aber leichter aufnehmbar, denn wir alles wissen man liebt oder hasst Chris ein dazwischen gibt es nicht. Mister Andy weiß aber eine breite Maße mit seinem Gesang zu vereinen. Auch dieser Fronter verweist auf eine breite Palette und vor allem in den dunklen Momenten des Albums ist diese Tonlage sehr dienlich und zaubert einem eine Gänsehaut vor Entzücken auf die Haut, aber von oben bis ganz unten! Die rhythmische Bandbreite wird bei dieser Kapelle ebenfalls ganz GROSS geschrieben. So gesellen sich zwischen den doch eher bretternden Stücken, der härteren Art, auch gewaltige Hymnen dazu, welche nicht belanglos dahin dudeln. Nein vielmehr wird auch hier die Creme de la Creme zu Tage gefördert. Steht die Revolution im Power Metal Bereich bevor? Wenn ja, dann dürfte der neue König eindeutig Dystopolis heißen. Labels aufgepasst, wenn ihr euch diese Truppe entgehen lasst ist euch nicht zu helfen. Solch ein Potential und technische Vielfalt ist schon unglaublich. Dies dürfte durchaus der Newcomer des Power Metals sein und somit mal ein Grund jenen Band eine Chance zu geben die es auch drauf haben.

Fazit: Endlos geil und für jeden Power Metaller ein Pflichtkauf. Nichts wirkt überheblich, nein mit authentischer Präzision ackern sie sich den Weg frei. Sabaton und Konsorten haben eine breite Schar hinter sich, doch Dystopolis dürften durchaus eine ernst-zunehmende Konkurrenz werden, wenn sie es nicht schon sind.

Tracklist:

01. Sons of a Silent Age
02. The Corporation
03. Dystopolis Rising
04. Anthem for a sStalker
05. Virtual Warrior
06. Human Breeding Fields
07. Necrofusion Power Plant
08. Resistance
09. Jack’s Pandemonium

Besetzung:

Andreas Müller (voc)
Kevin Steinmann (guit)
Dominik Wagner (guit)
Georg Tsakumagos (bass)
André Gertjejanßen (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.