Band: Eclipse
Titel: Are you Ready to Rock
Label: Frontiers Records
VÖ: 2008
Genre: Hardrock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Als würdige Nachfolger der Landsmänner von Europe könnte man die Stockholmer Eclipse nennen. Ihr Material klingt wie eine Mischung der etwas härteren Alben „Europe“ und „Wings of Tomorrow“ dieser wohl bekanntesten schwedischen Rockformation. Erik Mårtensson (voc), Magnus Henriksson (guit), Robert Bäck (drums) und Johan Berlin (keys) haben ihr Machwerk „Are you ready to Rock“ betitelt, well sicher sind wir doch immer oder? Nun denn rein mit dem Ding und genau gelauscht.

Sehr bedrohlich wirkt der Anfang von „Breaking My Heart Again“. Danach rockt man ordentlich das Haus und meine gezogenen parallelen zu ihren Landsmännern sind nicht unbegründet. Dennoch als schlappe Kopie würde ich diese Truppe nicht abtun. Man werkelt sehr solide und liefert gute Rockkost die sich unvermindert in den Gehörgang bohrt. Weiters klingt Frontmann Erik wie ein junger Joey Tempest in guten alten Tagen. Recht flott ackern die Burschen ohne Kitsch und Bombast. Solide Riffs und Breaks werden dazu immer wieder beim Rockmenue serviert, die einen laut aufhorchen lassen. Weiter geht es auch schon mit „Hometown Calling“. Das Gaspedal wird ordentlich gedrückt und die Herrschaften aus dem Wasaland rocken weiterhin das Haus. Die Chorrefrains sind eine Wucht und werten das Ganze um Ecken auf. Flotte Trademarks stehen auch hier im Vordergrund und laden zum ordentlichen Abshaken ein. Etwas ruhiger und beschaulicher startet nun „To Mend A Broken Heart“, doch lange verweilt man nicht in der ruhigen Ecke. Zwar hat man die Geschwindigkeit etwas gedrosselt, dennoch werkeln die Herrschaften recht rau, erdig und flotter. Solider Rock mit tiefer getrimmten Gitarren steht hier am Speiseplan. Sehr speedig und mehr an viele Rockveteranen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten klingt nun „Wylde One“. Die Burschen sind einfach unglaublich und vor allem die immer wieder kehrenden Europe parallelen lassen mich frohlocken. War doch diese Truppe eine der Wegweiser auf die dunkle Seite der Macht J für mich.

Viel Spielfreude und Fun beweist man beim Spiel und so was kann einen einfach nicht unbeeindruckt lassen. Ruhig mit einem Gramophonspiel als Intro startet nun „Under The Gun“. Danach werkelt man richtig speedig dahin und das Gaspedal wird ordentlich Gedrückt. Bangen ist hier allemal angebracht. Der bretternde Gitarrensound macht richtig Laune und verlangt nach mehr. Etwas funkiger geht man nun über zu „Unbreakable“. Eine recht spaßige Midtemporocknummer mit viel Flair. Die funkigen Elemente werden immer wieder durch groovige Momente abgelöst. Doch auch traditionelle Rockklänge fährt man hier auf und im gesamten hat man dadurch eine sehr farbenfrohe Nummer geschrieben. Mit einer sehr hohen Geschwindigkeit und verzerrten Riffs startet man nun „Hard Time Loving You“. Eine sehr schnelle Rocknummer die einmal mehr bestens zum Abtanzen und Bangen gedacht ist. Herrliche Riffs und Breaks an allen Ecken und Enden, die einen die Kinnlade fassungslos nach unten klappen lassen. Mit Maschinengewehrsalven wird nun „Young Guns“ eingeläutet. Sehr schöne, klare und fröhliche Rockklänge stehen hier an der Tagesordnung. Zwar werkelt die Truppe recht schnell, dennoch hat man den Fuß etwas vom Gaspedal genommen. Der Midtempobereich wurde aber dadurch nicht erreicht und so hat man einmal mehr eine flotte Nummer geschaffen die vor Kraft nur so strotzt. Erdig und rotzig frech ertönt nun „Million Miles Away“. Von der Geschwindigkeit her gleicht man zwar dem Vorgänger, aber hier kommen mehrere rotzfreche Soundelemente zum Tragen, welche die Nummer recht modern erscheinen lassen. Weiters guckt man hier etwas mehr in Richtung Amerika und frönt einigen Szenegrößen aus den 80ern. „2 Souls“ steht an vorletzter Stelle und beginnt sehr düster und bedrohlich. Danach wird aber wieder fröhlich gerockt was das Zeug hält. Eine sehr stampfende Nummer hat man ans Ende gepackt. Bei „Call Of The Wild“ wirbeln die Herrschaften ordentlich wild aus den Lautsprechern und rocken auch zum Ende hin noch mal ordentlich das Haus das einem Hören und Sehen vergeht.

Fazit: Grenzgenialer Rock der in keiner Sammlung fehlen darf. Wer auf die alten Europe Scheiben steht kann hier nicht NEIN sagen. Reinhören und eines ist sicher die Scheiblette wird nicht so schnell den Player verlassen. Soviel ist schon mal sicher.

Tracklist:

01. Breaking My Heart Again
02. Hometown Calling
03. To Mend A Broken Heart
04. Wylde One
05. Under The Gun
06. Unbreakable
07. Hard Time Loving You
08. Young Guns
09. Million Miles Away
10. 2 Souls
11. Call Of The Wild

Besetzung:

Erik Mårtensson (voc)
Magnus Henriksson (guit)
Robert Bäck (drums)
Johan Berlin (bass & keys)

Internet:

Eclipse Website

Eclipse @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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