Eden Weint Im Grab – Na(c)htodreise

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Published on März 27, 2017 with No Comments

Band: Eden Weint Im Grab
Titel: Na(c)htodreise
Label: Einheit Produktionen
VÖ: 31. März 2017
Genre: Dark Metal/Extreme Metal/Gothic Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Peter

Eden Weint Im Grab - Nachtodreise album artwork, Eden Weint Im Grab - Nachtodreise album cover, Eden Weint Im Grab - Nachtodreise cover artwork, Eden Weint Im Grab - Nachtodreise cd coverEs gibt Alben bei denen sich für RezensentInnen Konflikte auftun – nämlich dann, wenn man neutral bleiben soll, aber zugleich großer Fan der behandelten Truppe ist. So geht es mir beim neuen Langeisen Na(c)htodreise der Berliner Düsterheimer Eden Weint Im Grab. Ich habe die Band mit Geysterstunde I vor etwa fünf Jahren kennen und sehr zu schätzen gelernt. Gerade mit den beiden Geysterstunde-Alben zeigte ihre Formkurve im Songwriting konstant nach oben. Nun könnte ich aus journalistischer responsibility  und awareness das Album zum Besprechen weitergeben – das tue ich natürlich nicht, weil ich dafür, erstens, zu egozentrisch bin; zweitens, weil ich mich genau aufgrund meiner Egozentrik für kompetent halte, Mastermind Sascha Blach (aka Alexander Paul Blake) und KonsortInnen weiterhin zu lieben oder für immer zu verdammen. Oder so ähnlich.

Aber kommen wir zum Inhalt des Albums. Es hat viele, viele Pluspunkte. Die Songs sind  die Essenz des bisherigen Schaffens der Gruppe. Es gibt etwas “back-to-the-roots”-Geschrammel wie in Legionen Luzifers, die bekannten ins Ohr gehenden Melodien (Traumtod, Der Exitus der Schlangen), aber auch Hörspielartiges und ein paar Experimente. Alles in allem ist das sehr gelungen. Schauerromantik und kompetentes Songwriting, wie es sein soll.

Dann gibt es jedoch auch den einen oder anderen vor allem textlichen Moment, wo ich dem Herrn Blach die Totenglocke an die Birne knallen möchte: Was zum Teufel hat sich der Mann beim Text zu Jenseitstroll gedacht? Zusammengeschusterte Reime auf Rammstein-Beginner-Niveau und ein wirklich dämlicher Titel – was zur Hölle ist ein ‘Jenseitstroll’? Der metayphysisch negative Zwilling vom Diesseits-Gnom? Was für ein Schwachsinn! Ich habe mich dabei geärgert, würde Herrn Blake gern ‘ne ganz und gar diesseitige Kopfnuß verabreichen. Weil ich eben egozentrisch bin, ziehe ich daher dem Album einen halben Punkt ab.

Tracklist:

01. TraumTod
02. Bon Voyage
03. Die astrale Wildnis
04. Der Jenseitstroll
05. Das Höllentor
06. Limbus
07. Der Exitus der Schlangen
08. Kahnfahrt auf dem Acheron
09. Legionen Luzifers
10. Die verwaiste Wüstenstadt
11. In der Toten-Taverne
12. Aevum
13. Sternenmenschen
14. Das große Mysterium
15. Epilog

Besetzung:

Alexander Paul Blake – Gesang, Bass,Rhythmus-Gitarre, Keyboard
Dr. Eckstein – Lead-Gitarre
Ivar Rabenfeder – Rhythmus-Gitarre
Zeus X. Machina – Schlagzeug
Meyster M. Melicus – Cello
Kalila Karussell – Violine, Bratsche, Mandoline, Hintergrundgesang

Eden Weint Im Grab im Internet:

Eden Weint Im Grab Official Website

Eden Weint Im Grab @ Facebook

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