Band: Elysion
Titel: Someplace Better
Label: Massacre Records
VÖ: 2014
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Viel Zeit ist vergangen als bei mir urplötzlich 2009 eine griechische Gothic Metal auf dem Screen erschien. Elysion sind nun nach der langen Wartezeit zurück und zelebrieren weiterhin die moderne Gothic Metal Partition, wo sie uns mit „Silent Scream“ zurück gelassen haben. „Someplace Better“ nennt sich der neueste Renner aus dem Hause der Griechen. Fragt man sich, ob die Truppe dazugelernt hat, oder ob man sich, wie viele andere Kollegen im Kitschuniversum verirren wird. Ersteres ist hier definitiv zutreffend und nicht minder begeisterungswürdig, wie die Italiener Lacuna Coil erscheint man auf dem breiten Gefechtsfeld. Einflüsse, Techniken und Soundeinwürfe passen bestens und bescheren dem Gothic Metaller eine gute, ausgediegene Runde zum Hören. Etwas stört mich aber bei den Griechen schon, die Innovation ist merklich gesunken. Keine Frage, ihr Material und ihrer Parallelen zu anderen, größeren Truppen im Geschehen sind eindeutig nicht schlecht. Stellt sich auch die Frage, ob man hier noch für einen neuen Aufschwung sorgen kann. Wohl kaum, doch mit der gezeigten Soundoptik bietet man durchaus erfrischende Kost. Starke Ähnlichkeiten sind wie erwähnt vorhanden, werden aber recht erfinderisch umgemodelt, um so einen guten Schein zu erzeugen. Die Sängerin, wie auch ihre Mitstreiter servieren uns ein gutes Soundgebilde, das durchaus stattlich aus den Boxen schnalzt und mit viel Wums seitens des Produzenten auf den Silberling gebracht wurde. Auch die raueren Ecken und Kanten bieten im gewohnten Sound des Gothic Bereichs eine willkommene Abwechslung. Somit kein Kitsch, sondern eher erdigere Linien. Vom Aufbau der Stücke darf man jetzt nicht den Reißer erwarten, gehen aber, zumindest was mich betrifft sehr gut in den Gehörgang rein. Stimmungstechnisch werden die allseits gewohnten Parameter eingeworfen und so darf sich der Fan des Genres an satten Rockern (mit einer gehörigen Portion Groove im Tank), sowie an liebevoll ausgestatteten Songs ergötzen. Elysion werden ihrem Status gerecht, sollten aber deutlich mehr die eigenen Bahnen einschlagen, drauf hätten sie es durchaus.

Fazit: Was bleibt? Ein gutes Gothic Metal Album, welches zwar viele Ähnlichkeiten zu anderen Szenegrößen aufweist, aber durchaus begeistern kann. Ideen und Potential werden gut umgesetzt, jetzt wünscht man sich nur noch, dass die Griechen einen deutlich eigenständigeren Sound entdecken.

Tracklist:

01. Made of Lies 03:19
02. Someplace Better 03:06
03. Fairytale 03:30
04. The Promise 03:55
05. Our Fate 04:01
06. Awake 03:47
07. What Lies Beneath 03:58
08. Trasparent 03:50
09. Breakfree 03:27
10. In Despair 03:29
11. Changing 04:10

Besetzung:

Christianna (voc)
Johnny Zero (guit, synth & programming)
FXF (bass)
Petros Fatis (drums)

Internet:

Elysion Website

Elysion @ Twitter

Elysion @ Facebook

Elysion @ MySpace

Elysion @ Reverbnation

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close