Endseeker – Flesh Hammer Prophecy

Band: Endseeker
Titel: Flesh Hammer Prophecy
Label: F.D.A. Rekotz
VÖ: 20.10.17
Genre: Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

ENDSEEKER-Flesh-Hammer-Prophecy-album-artworkWer den britischen Urgesteinen Bolt Thrower viele Tränen nachgeweint hat und ohnehin der Old School Todseblei Fanatiker schlechthin ist, kann sich durchaus Trost bei den Hamburgern Endseeker holen. Die tödlichen Bolzenschneider aus der Hanseatenstadt waren mir zwar ebenfalls ein Begriff, doch dass die Burschen dermaßen auf die Tube drücken und das alte Liedgut des Todesbleis gekonnt beherrschen, war mir bis dato nicht dermaßen bewusst. „Flesh Hammer Prophecy“ ist ein Lehrbuch in Sachen Old School Death Metal so wie er gehört. Räudig einerseits, mit Atemberaubenden Licks und einem Donnern im Rücken, dass einem Hören und Sehen vergeht.

Dies ist das Grundprinzip der German Death Metal Fraktion aus dem Norden und ohne Umschweife pfeifen die Burschen auf jegliche Kompromisse oder Verschönerung. Stilecht auf Teufel komm raus muss es sein und noch dazu wie folgt viel authentisches Dröhnen an allen Ecken und Enden. Dies mag abgehalftert klingen oder gar altbacken. Kann schon sein und liegt immer im Auge des Betrachters. Bei diesem todesverachtenden Death Edelgestirn muss man allerdings genauer hinter die Kulissen des Soundteppichs blicken. Klarerweise ist der Sound mit vielen Retro Allüren gespickt wie ein All You Can Eat Menü, nur wer es folglich herzzerreißend frisch unters Volk bringen kann, dem ist das Zepter hold. Endseeker sind absolute Fachmänner, was authentischen Death Metal Sound betrifft und die frische Umsetzung. Gleichermaßen vereinen sie dieses Taktikkonzept und genau deshalb ist das steife Marschtempo im Death Metal folgendermaßen prächtig überzeugend.

Die schmissigen Vibes peitschen wie die Wellen der stürmischen Nordsee und klingen todesverachtend. Walzenden Gitarrenriffs und passenden Hooks dröhnen durch die Boxen und treten dem Hörer mächtig ins Hinterteil, da erinnert man sich zwangsläufig an die Glanztaten vieler Death Metal Kapellen wie beispielsweise Bolt Thrower, Entombed, Grave, Dismember und Konsorten. Wer exakt diesem Death Stahl hold ist, der kommt um das Machwerk der Hamburger nicht herum. Folgernd wird der geneigte Käufer ein zertrümmernde Death Metal Party in den heimischen Wänden feiern, denn diese Abrissbirnen lassen nichts Anderes zu.

Das Death-Metal-Rad wurde durch „Flesh Hammer Prophecy“ nicht neu erfunden, dennoch lassen die Jungs aus Hamburg die alten Glanztage vieler Old School Death Metal Kamellen ordentlich hochleben. Mit viel Schmackes intus polieren sie einem erquickt die Fresse. Die für mich außergewöhnlich variable Zirkelwirbelei aus Groove, Death und Death ‚n‘ Roll Elementen ist ein fürwahr erstklassiges Hörvergnügen.

Fazit: Mit „Flesh Hammer Prophecy“ wurde ein vielschichtiger Langspieler kreiert, der das Old School Death Metal Herz flattern lässt und dies mit keinem einzigen Lückenfüller!

Tracklist:

01. Into the Fire 01:38
02. Flesh Hammer Prophecy 03:15
03. Demon Spawn 04:34
04. Malicious Instinct 05:33
05. Worshipping the Bloodthirsty 04:57
06. Feasting on the Decomposed 04:51
07. Shredding Your Graven Image 04:16
08. Black Star Rising 02:47
09. Powder Burns 04:49
10. Possessed by the Flame 05:39

Besetzung:

Lenny (voc)
Jury (guit)
Ben (guit)
Torsten (bass)
Andre (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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