Band: Evil
Titel: Legenda neskrotných živlov
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Es gibt ja so Spielereien im Netz, wie man sich als Metal oder in diesem Falle Black Metal Band benennen könnte. Sich einfach Evil zu nennen, wie die slowakischen Kollegen es mit gleichnamigen Namen getan haben ist nicht sonderlich originell und wird sicherlich bei vielen ein leichtes, erheiterndes schmunzeln hervorlocken. Untätig war die Truppe bis dato nicht und so blickt man auf ein reichhaltiges Inferno an Demos und Splits zurück. Nun war es wohl an der Zeit für ein Full Length Debüt und das liegt somit vor mir. Widmen wir uns mal weniger dem Namen ob originell oder nicht und somit mehr der Scheibe. Das Artwork versprüht Düsterheit par excellence und wirkt nicht kitschig, auch wenn es eine alte Zeichnung eines Horrorcomics ist, welche von mir in den 80ern verschlungen wurden. Der Sound wird mit einem infernalen Wirbel gestartet und man denkt hier an eine Industrial Umsetzung, wird aber nicht geboten und so befinden wir uns in einem Bereich zwischen rassigem Black Metal und etlichen Allüren des Ambient Bereichs. Eine sehr gut umgesetze Mischung, die man wohl den Slowaken wohl nicht zugetraut hätte. Das man hier an und ab etwas in Richtung Satyricon und Konsorten driftet mag wohl etwas billig klingen, doch die Herrschaften wissen durchaus die Stücke in eigene Bahnen zu lenken. Somit mag wohl der Name der Band nicht originell klingen, der Sound auf der Scheiblette tut es aber durchaus. Wuchtig und mit vielen sehr innovativen Querschlägen durchpflügt man das Geschehen. Weiters mangelt es nicht an guten Breaks und Wechselspielen, welche das Material eben sehr facettenreich und gut durchgemischt erscheinen lassen. Die dabei aus dem Hut gezauberte eisige, kalte Atmosphäre ist unglaublich toll und somit katapultiert man sich sicherlich im Bereich des Black Metal in Mitteleuropa an die Spitze. So muss eine sehr gute Black Metal Scheibe meiner Meinung nach klingen. Es gibt ja bekanntlich viele Kollegen und diese hüpfen entweder auf zu Suizid lastiges Geplänkel auf (muss meinen Körper nicht mit Schnitzereien verunstalten und dies auch noch breit treten) oder überfordern einen mit synthetischem Kitsch. Evil machen dies ganz anders und so bekommen wir eine gut durchdachte Mischung die teils diabolisch, teils eisig infernal und dann doch wieder etwas technischer ausgeprägt in Szene gesetzt wurde und dazu darf man den slowakischen Blackheimern nur gratulieren.

Fazit: Der Name wie erwähnt mag nicht das non plus Ultra sein, die Musik ist es dafür umso mehr. Die Formation zeigt auf ihrem ersten Full Length Einstieg eine Black Metal Variation die nicht reichhaltiger sein könnte.

Tracklist:

01. Intro 01:59
02. Zrodenie nešťastnej medzi ľuďmi 07:48
03. Trpký návrat k nevinnosti 08:29
04. Pasovanie s démonmi 05:33
05. Z vlka a ženy zrodený 08:06
06. Prislabí na jej svet 08:28

Besetzung:

Dlog (voc & drums)
Carpath (guit & bass)

Internet:

Evil Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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