Band: EYE
Titel: Vision And Ageless Light
Label: The Laser’s Edge/Al!ve
VÖ: 18.11.16
Genre: Classic/Progressive/Psychedelic Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

EYE - Vision And Ageless Light Album ArtworkDer progressive Sound der 70er Ära war ganz etwas Besonderes. Hierbei gelang es einer Handvoll Bands einen wegbereitenden Sound zu schaffen. Sphärische Klänge, welche bei vielen Science-Fiction Filmen verwendet wurden. Denke da an alte Serien aus meiner Jugend, welche als sogenannter Aufguss im staatlichen Fernsehen seinerzeit im Vorabendprogramm gespielt wurden. Jean Michel Jarre hatte ja da was die Arrangements und Key und Synthie Spielerei betraf einen durchaus großen Einfluss bzw. viele Techniken wurden von ihm kopiert. Ein Act, welcher auf diese Soundbasis baut, sind die Jungs von Eye. Verglichen werden sie mit Yes und Pink Floyd. Nun gut dies kann ich überhaupt nicht bestätigen. Diese Acts sind von einer ausnahmslos anderen Riege, wenngleich auch Eye auf eben diese Einflüsse bauen und somit wird man es wohl gemeint haben, denn parallelen gibt es meiner Meinung nach keine.

Die Jungs spielen sich mit einem durchwegs stimmig, ineinandergreifendes Konzept. Auf der einen Seite zeigt man sich ausgezeichnet eingängig und urplötzlich kommen viele, innig komplexe Soundpassagen zum Vorschein. Keine ruppige Überleitung, sondern eine behände umgesetzte Weiterreichung in den nächsten Part. Viele Soundtechniken wurden, wie gesagt, aus dem 70er Bereich des klassischen Rock verwendet, am stärksten spitzeln hier etliche Techniken von Deep Purple hindurch. Muss aber gleich anmerken, nur, weil die Techniken verwendet werden, heißt dies nicht, dass man in diesem Lager beheimatet ist. Steht irgendwie für Eye, dadurch haben sie außerordentlich viel Eigenständigkeit. Ein progressiver Sturm zieht auf und man mischt sehr viel in einen Topf, vielleicht hier und da zu viel. Eine Handvoll Passagen quellen fast über und man sieht sich vor einem schier musikalischen Wimmelbild wieder. Nicht wirklich schlüssig, und dafür braucht man absolut einen Fable.

Potentielle Progressive Liebhaber brauchen sicherlich einen breiten Blick über den Tellerrand, ansonsten wird das außerdem für diese Fanschaar einfach viel. Man kann dieser Truppe nicht abstreiten, dass man ein enormes Potential hat, hier und da deutlich weniger auf einmal, wäre absolut stimmiger gewesen.

Die Formation versteht es einen abgöttisch authentischen 70er Progressive Sound hinzubekommen und durchwegs weiß der Silberling zu gefallen, aufgrund vieler, toller Raffinessen. Hingegen die zu argen, überladenen Passagen muss man ad acta legen, diese sind ausgebreitet zu viel des Guten. Im Großen und Ganzen eine tolle Bereicherung für den Progressive Bereich.

Fazit: Fürwahr guter Silberling der 70er Progressive Rock/Metal Prägung. Ausnehmend tolle Soundarrangements und Ideen. Andererseits sind einzelne Soundwimmelbilder weniger förderlich für ein uneingeschränktes Hören dieser Scheiblette.

Tracklist:

01. Book of the Dead
02. Kill the Slavemaster
03. Searching
04. Dweller of the Twilight Void
05. As Sure as the Sun

Besetzung:

Brandon Smith (drums, gongs, bells, chimes, percussion & voc)
Michael Sliclen (guit, bass & voc)
Lisa Bella Donna (organ, mellotron, guit, synth & voc)
Jon Finley (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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