Gate To Infinity – The Storm

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Published on Oktober 10, 2017 with No Comments

Gate To Infinity – The Storm

Band: Gate To Infinity
Titel: The Storm
Label: Selfreleased
Genre: Progressive Symphonic Metal
VÖ: 20.06.17
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

gate-to-infinity-the-storm-album-artworkEine Nische des Subgenre Smyphonic Progressive Metal haben die Österreicher Gate To Infinity gesucht und meiner Meinung nach gefunden. Die 2004 gegründete und aus Dornbirn stammende Formation hält den Silberling „The Storm“ in Händen und hat und dies darf man sogleich nennen, recht viel ins Rennen geschickt und abgeschmeckt bis man schlussendlich mit dem Endprodukt zufrieden war. Was wird von der Band angesteuert? Definitiv das was die Dream Theater Jünger gerne zum Frühstück verschlingen. Als blanke Kopie oder Jünger darf man die Band nicht titulieren. Man versucht etliches unter einen Nenner zu bringen was man über den Großteil des Albums als positiv bewerten kann.

Des Weiteren finde ich die eingefädelten Symphonic Züge ganz stimmig mit den Progressiven Ansätzen und lockeren Anteilen der Soundexperimente. Leider liegt die Krux im Kern gewisser Spielereien begraben, die sind für meinen Geschmack einen Tick zu abgefahren und ausufernd, kann selbstverständlich sein das jemand hinter diese Spielereien kommt, nur die sind zum Großteil dermaßen komplex und irreführend, sodass man beim Hören nahezu den Faden verliert. Das bedeutet im Kontrast dazu nicht, dass man das Album als wirr bezeichnen darf. Vielmehr legen die Bandmitglieder bei manchen Passagen und Parts ein Augenmerk, welches meinem eigenen Geschmack weniger gefällt. Der Großteil der stärker harmonisierenden Anteile und Songbögen kommt gut ins Gehör und das weiß prächtig zu überzeugen. Eventuell wäre bei gewissen Songs einige Experimente weniger stimmiger und würden das Werk als absoluten Megaoutput erscheinen.

Eines darf man auf keinen Fall, dem Trio abstreiten, dass sie ausgefuchste Musiker sind, im Endeffekt beherrschen sie fürwahr ihr Handwerk und lassen sich hier und da etwas zu stark von ihren Ideen komplett leiten. Bei der einen oder anderen Band mangelt es an experimenteller Entschlossenheit bei anderen ist es hier und da zu viel. Das kommt beim Silberling von Gate To Infinity in den Gedanken und so wartet man ab, denn Sekunden später zeigt die Truppe wieder dermaßen geschmackvolle Soundverstrebungen die einen dazu verleiten lassen würden die volle Punktezahl zu vergeben.

Das Material anzuhören ist ein längeres Unternehmen, infolge dessen braucht es schon etliche An- sowie Durchläufe bis man dahinter kommt was man genau mit dem Konzept ansteuern will. Vielleicht oftmals zu viel, am selben Weg mit weniger Experimenten würde man dermaßen viel rausholen, sodass man dementsprechend manchen Act des Genres platt dastehen lassen würde.

Schlussendlich muss man sagen auf der einen Seite ist das tatsächlich stimmungsvoll wie desgleichen mysteriös was da aus dem Zauberhut gezaubert wird, andererseits übertreiben es die Vorarlberger manchmal, sodass gehetzte, zu verspielte Passagen eine Nervensache sind. Dem einen gefällt das, dem anderen weniger. Die Klientel ist im Gegensatz dazu dennoch sehr spärlich gesät.

Fazit: Gate To Infinity haben mit „The Storm“ ein gutes Konzeptalbum geschaffen. Eventuell könnte man mit wenig Experimenten und Komplettierungen für weit mehr Furore sorgen.

Tracklist:

01. The Storm
02. Dance Under Moonlight
03. Banish The Fiends I Evoked
04. Beyond…
05. ….Time
06. Shangri La
07. The Power Lies In My Dreams
08. Cydonia Mensae (bonus track)

Besetzung:

Gabriel Harder (voc)
Bernhard Hämmerle (guit & voc)
Martin Hämmerle (drums & voc)

Internet:

Gate To Infinity Website

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Gate To Infinity @ Last FM

Gate To Infinity @ Reverbnation

Gate To Infinity @ YouTube

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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