Band: Herman Frank
Titel: Right In The Guts
Label: Metal Heaven
VÖ: 2012
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Thorsten Jünemann

METTÄLLLLLLLLL!!!!

Herman Frank (ACCEPT, VICTORY) haut uns am 22.06.2012 sein 2. Solo-Album „Right In The Guts“ um die Ohren und wer Ohrenschützer braucht, hat im Metal nix verloren. Punkt!
Herman Frank versammelte mal wieder echte Könner in seinem eigenen Studio um sich herum, um uns zu zeigen, wie Teutonen-Metal zu klingen hat. Das ist ihm gelungen, Hausaufgaben mit Bravour geleistet und nun soll er auch das Lob für seine Arbeit einstreichen, ernten.

Ähnlich euphorisch erging es mir schon bei seinem 2009er Output „Loyal To The None“, wobei ich dachte, das ist kaum zu toppen, denn das Album erschien meiner Meinung nach, damals irgendwie sehr überraschend und riss mir auch regelrecht den Kopf ab.

Mit verändertem Line-Up zum Vorgänger, scheint der gute Mann die Metal-Riffs wieder nur so aus den Ärmel zu schütteln, an der Qualität des Songwritings gibt es überhaupt nichts zu meckern oder zu mäkeln, der Sound kommt überzeugend gut durch die Membranen gewuppt und man hört den Beteiligten die Spielfreude regelrecht an.

Der im Up-Tempo angesiedelte Opener „Roaring Thunder“ macht einem sofort klar, dass hier und jetzt keine Gefangene gemacht werden, sondern alles in bester German Heavy Metal Manier niedergewalzt wird. Der folgende Titeltrack geht auch „Right In The Guts“ und zeigt, warum Herman Frank für ACCEPT unverzichtbar ist. Neu-Sänger Rick Altzi interpretiert das Material überzeugend. Hier und da muss ich mich fragen: Sind die Songs übriggebliebene Songideen der letzten beiden ACCEPT Alben oder hat der gute Herman das wirklich alles neu auf die Reihe gebracht?

Bärenstarke Songs lassen meine heiligen Hallen regelrecht erbeben, manchmal erinnern einige Riffs an VICTORY ohne aber vergessen zu lassen, wessen Album grade dabei ist, meine Nachbarn zur Verzweiflung zu treiben. Seine Vergangenheit kann Frank nicht verleugnen, auch auf diesem gehaltvollem Album nicht, keine Frage. Und doch steht es letztendlich ganz allein für Herman Frank und seine Mannen, die allesamt auch zu Könnern des Metiers zählen. Kein Füller, kein Hänger hat sich eingeschlichen, es geht straight und gekonnt nach vorn, so wie wir es doch auch gern haben. Erstaunlich, denn immerhin sollte man doch meinen, dass der Gutste mit ACCEPT völlig ausgelastet ist…

Nichts da! Egal ob es speedig mit „Waiting“ oder „Lights Out“ zur Sache geht oder man etwas „gedrosselter“ wie in „Falling To Pieces“ das Gehörfleisch malträtiert:

Ein großartiges Metalalbum ohne viel Schnörkel kommt da auf uns zu und Teutonenmetal-Fans (was für eine verblödete, aber doch treffende Bezeichnung!) werden sich garantiert die Finger nach lecken.

„Right In The Guts“ toppt den Vorgänger aber nicht! Es hat dieselbe Klasse und Qualität, doch bin ich der Meinung, dass „Loyal To The None“ eine größere Hitdichte besitzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Vorgänger regelrecht „durchsichtig“ habe rotieren lassen, und „Right In The Guts“ erst noch davor steht, mehrmals tagtäglich über Wochen hinweg mein Umfeld lautstark davon zu überzeugen, dass Niederachsen mehr als nur die SCORPIONS & H-BLOCKX in petto hat.
Das ist aber Gesülze und Gemecker auf einem Niveau, wo andere Mucker und Bands erst mal hinkommen müssen, denn 4,5/5 Punkte sind auf jedem Fall drin!
Hätte ich 2009 auch bewerten müssen, wären auch 4,5 Punkte rausgesprungen, was letztendlich heißt:

Wieder einmal eine hochwertige Veröffentlichung für alle Metal hörenden Freunde, und die, die es noch werden möchten. Das ist ein guter Einstieg um kennenzulernen, wie hochwertige Musik auch ohne Brimborium, Masken, Schwerter, Verkleidung, Panda-Geschminke oder sonst so´n Mist klingen kann, bzw. sollte. Alte Schule in der neuen Zeit! Danke Herman!

Oh, eine „kritische Anmerkung, bzw. Frage hätte ich da doch noch:

Was hat eine blaue Mumie, die sich aus ´ner Höhle (?) befreit, mit ´nem „Schlag“ in die Eingeweide zu tun? Ok, es gab in den letzten Jahren bestimmt sinnlosere und noch weniger passende Cover, aber mir erklärt sich kein Zusammenhang, zumal ´ne Mumie sowieso nix mehr zum reinschlagen hat…auch keine „slangmäßigen“ Eier oder weißt Du mehr als ich?

Tracklist:

01. Roaring Thunder
02. Right In Your Guts
03. Ivory Gate
04. Vengeance
05. Starlight
06. Falling To Pieces
07. Raise Your Hand
08. Waiting
09. Hell Isn’t Far
10. Kings Call
11. Lights Are Out
12. Black Star
13. So They Run

Besetzung:

Herman Frank (guit)
Rick Altzi (voc)
Peter Pichl (bass)
Michael Wolpers (drums)
Mamalitsidis Cristos (guit)

Internet:

Herman Frank Website

Herman Frank @ MySpace

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