Band: High on Fire
Titel: De Vermis Mysteriis
Label: Century Media Records
VÖ: 2012
Genre: Stoner Metal/Doom
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten Jünemann

Seit 1998 sind HIGH ON FIRE mit ihrer sehr speziellen Spielart der Stromgitarrenmusik (irgendwie ein Bastard aus Sludge/Stoner/Doom und was weiß ich noch alles) unterwegs und bieten nun ihr sechstes Album mit dem übersetzten Namen „Die Geheimnisse des Wurms“, feil.

Über eine Dekade lang konnten uns HIGH ON FIRE an ihrer musikalischen Evolution teilhaben lassen, denn das aktuelle Album toppt den Vorgänger nicht nur in Sachen Sound (wurde von Paul Ballou [CONVERGE] produziert) sondern auch in Punkto Songwriting wurde noch eine Schippe drauf gelegt.

Lt. Info ist die Thematik dieses „Beinahe-Konzept-Albums“ ein bisserl denkwürdig, doch letztendlich auch kein Wunder wenn man sich viel Zeit seiner Bong und den daraus resultierenden Grübeleien widmet. Ich persönlich muss mir schwer das Grinsen verkneifen wenn sich jemand zu folgendem Thema Gedanken macht:

Was wäre wenn Jesus einen Zwillingsbruder hätte und bei der Geburt gestorben ist und so Jesus das Leben ermöglichte? Und wenn dieser Zwilling genau dann zu einem Zeitreisenden geworden wäre?
Klingt´s spannend?

Ich packe belustigt die CD in den Schacht meines Players und hoffe, dass die gleich gebotene Musik mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Oder kommt jetzt doch nur „HIGH ON WEED“?

Der Opener „Serums Of Liao“ knallt Motörhead-artig aus den Boxen und sagt mit verkifft verrauchter Stimme im Eiltempo schon mal: „Guten Tag, jetzt folgt musikalische Feinkost und ich hoffe, Du kannst mir folgen“!

Klar kann ich, denn der Nachfolger „Bloody Knuckles“ gibt ebenso im sludgigen/Stonergewand Gas und „C-gestimmte Gitarren“ lassen meine Ohren vibrieren und zeigt leichte Ansätze von Tribal-Drums.

„Fertile Green“ übernimmt anfänglich die Tribal-Drums und geht auch ohne Rücksicht auf Verluste nach vorn, immer passend mit der „sympathischen“ Stimme von Matt Pike bei dem man der Meinung ist, er hatte immer noch nicht seinen frisch inhalierten Rauch ausgepustet (Raucher wissen was ich meine und Nichtraucher hören es!). Der Track ist auch die erste Single-auskopplung aus dem Album.

„Samsara“ ist ein für HIGH ON FIRE eher ungewohntes Stück Musik; die gesanglose Nummer kommt überraschend atmosphärisch aus den Boxen, man versucht auch hier und da einen kleinen musikalischen Gruß an die „Sabbath´schen“ 70er gekonnt einzubringen.

„King Of Days“ stampft sich doomig verkifft seinen Weg ins Hirn um kurze Zeit später wieder in bester „BAD RELIGION“-Manier den musikalischen Stinkefinger an die noch unwissende Musikwelt zu verteilen.
„Romulus And Remus“ beinhaltet meiner Meinung nach sogar den fettesten und geilsten Headbanger-Riff den ich in diesem Jahr hören durfte.

Dann denkt man verfrüht daran, dass das wohl nicht mehr auf einem Album zu toppen ist und die Band dreht mit „Warhorn“ noch einmal richtig am musikalischen Rad. Really mindblowing, schädelsprengend! Doomig, sludgig, stoned…wenn es diese Worte nicht bereits gäbe, dann hätten sie HIGH ON FIRE zu Recht erfunden.

Fazit: Mit Jeff Matz am Bass und Des Kensel an den Kesseln steht eine tighte Rhythmusfraktion bereit, die der bereits erwähnten guten Produktion sehr gut zu Gesicht steht und der Gesang wird von Album zu Album melodischer. Also nur Verbesserungen.

Ein ganz vorsichtiger Vergleich zu „THE DEVIL`S BLOOD“ liegt nahe, nur bedeutend härter und schneller.
Von mir gibt es 4/5 Punkten.

Tracklist
01. Serums Of Liao
02. Bloody Knuckles
03. Fertile Green
04. Madness Of An Architect
05. Samsara
06. Spiritual Rights
07. King Of Days
08. De Vermis Mysteriis
09. Romulus And Remus
10. Warhorn

Besetzung
Matt Pike (guit & voc)
Jeff Matz (bass)
Des Kensel (drums)

Internet
High on Fire Official Website
High on Fire @ Facebook

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