Tracklist
01 Left To Die
02 No More Room In Hell
03 Chopped Up and Burned
04 Lumbering, Blood Sucking Freaks
05 Hungry For Brains
06 Démoni
Besetzung
Michael Nystrom Bala — Guitars / Songwriting
Manuel Barbara — Guitars / Orchestration
Yusuf Rashid — Bass
Joey Ferretti — Drums
John Sawicki — Vocals
NECRONOMICON EX MORTIS sind eine US-Death-Metal-Formation, die sich stilistisch klar im Horror- und Splatter-Universum verortet. Das Line-up besteht aus Michael Nystrom (Gitarre, Songwriting), Manuel Barbara (Gitarre, Orchestrierung), Yusuf Rashid (Bass), Joey Ferretti (Drums) und John Sawicki (Vocals). Die Band verbindet klassischen Old-School-Death-Metal mit modernen, teilweise orchestralen Elementen und setzt inhaltlich voll auf Zombie-Ästhetik, Gore und Endzeitbilder.
Konzept und Ausrichtung
Mit »Zombie Blood Nightmare« liefern NECRONOMICON EX MORTIS ein Album ab, das schon im Titel keine falschen Erwartungen weckt. Hier geht es um Untote, Blut, Zerfall und Weltuntergang, ohne ironische Brechung, sondern ernsthaft und mit viel Liebe zum Genre. Das Konzept ist klar: Jeder Song ist ein weiteres Kapitel in einer apokalyptischen Zombie-Erzählung, irgendwo zwischen George A. Romero und klassischem Death-Metal-Horror der frühen Neunziger.
Musikalisch orientiert sich die Band hörbar an US-Death-Metal-Schulen wie CANNIBAL CORPSE oder frühen DEICIDE, mischt das Ganze mit leicht symphonischen Akzenten, die vor allem durch Manuel Barbaras Orchestrierungen ins Spiel kommen. Diese sind nie dominant, indessen immer präsent genug, um dem Sound eine zusätzliche düstere Ebene zu verleihen.
Sound und Produktion
Die Produktion ist druckvoll, im Kontrast hierzu nicht überpoliert. Gitarren und Bass sind tief gestimmt und klar voneinander getrennt, was gerade bei den schnelleren Passagen positiv auffällt. Die Drums von Joey Ferretti klingen organisch, mit ordentlich Punch auf der Kick, ohne in typisches Trigger-Geballer abzurutschen. Das gibt dem Album eine angenehm rohe Note, die gut zum Thema passt.
John Sawickis Gesang bewegt sich im klassischen Death-Metal-Bereich: tiefe Growls, wenig Variation, dafür konstant aggressiv. Wer auf differenzierte Vocal-Experimente hofft, wird hier nicht fündig. Dafür sitzt die Stimme perfekt im Mix und transportiert genau die Art von Bedrohung, die man bei einem Album über Zombies erwartet.
Gitarrenarbeit und Songwriting
Michael Nystrom und Manuel Barbara liefern ein solides Riff-Feuerwerk ab. Die Gitarrenarbeit ist das klare Herzstück des Albums. Die Riffs sind meist simpel aufgebaut, setzen auf Groove und rhythmische Wucht statt auf technische Spielereien. Besonders auffällig ist, dass viele Songs mit eingängigen, fast hymnischen Midtempo-Riffs arbeiten, die sich schnell im Ohr festsetzen.
Das Songwriting folgt klassischen Strukturen: kurze Intros, direkte Einstiege, Refrain-artige Hauptthemen, gelegentlich kurze Soli. Das sorgt für gute Hörbarkeit, führt hingegen dazu, dass sich manche Songs stilistisch sehr ähneln. Die Band spielt auf sicherem Terrain und verlässt ihre Komfortzone nur selten.
Die Tracks im Überblick
Der Opener »Left To Die« setzt direkt das Grundtempo und die Stimmung. Schwer, schleppend, mit einem simplen, im Gegensatz hierzu effektiven Hauptriff. Ein typischer Einstieg, der nichts Neues erfindet, aber sofort klarmacht, wohin die Reise geht.
»No More Room In Hell« ist einer der stärkeren Songs des Albums. Hier greifen Groove, Tempo und Atmosphäre besonders gut ineinander. Der Refrain bleibt hängen, ohne cheesy zu wirken.
»Chopped Up and Burned« und »Lumbering, Blood Sucking Freaks« bewegen sich im klassischen Up-Tempo-Bereich. Viel Blastbeat, aggressive Riffs, wenig Verschnaufpause. Gerade hier merkt man allerdings auch die gewisse Austauschbarkeit im Material.
Mit »Hungry For Brains« kommt wieder mehr Midtempo ins Spiel, was dem Album guttut. Der Song hat eine approximativ rockige Struktur und gehört zu den eingängigsten Momenten der Platte.
Der Abschluss »Démoni« fällt etwas aus dem Rahmen. Mehr Atmosphäre, langsamere Passagen, stärkere Orchestrierung. Ein gelungener Schlusspunkt, der zeigt, dass die Band durchaus noch mehr Facetten in der Hinterhand hat.
Stärken und Schwächen
Die größte Stärke von »Zombie Blood Nightmare« ist seine Konsequenz. Das Album weiß verbaliter, was es sein will, und zieht das Konzept ohne Umwege durch. Fans von klassischem Death-Metal bekommen buchstäblich das, was sie erwarten: harte Riffs, düstere Stimmung, kompromisslose Thematik.
Die Schwäche liegt in der fehlenden Abwechslung. Über die komplette Laufzeit hinweg ähneln sich viele Songs in Tempo, Struktur und Atmosphäre. Wer das Album am Stück hört, bekommt irgendwann das Gefühl, sich im selben Track in leicht veränderter Form zu bewegen. Hier hätte mehr Mut zu stilistischen Brüchen oder ungewöhnlichen Arrangements gutgetan.
»Zombie Blood Nightmare« ist ein solides Death-Metal-Album, das handwerklich überzeugt, atmosphärisch stimmig ist und genretypisch exakt das liefert, was der Titel verspricht.
NECRONOMICON EX MORTIS erfinden das Rad nicht neu, gleichwohl rollen sie es mit ordentlich Wucht und Blut durch die Gegend. Für Genre-Fans ist die Platte definitiv hörenswert, wenngleich sie kaum langfristig im Gedächtnis bleibt.
Fazit: »Zombie Blood Nightmare« von NECRONOMICON EX MORTIS ist ein solides Werk für Death-Metal-Fans, die gerne in blutige Horrorszenarien eintauchen.

