Band: Immortal Sin
Titel: Tiefenrausch
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Gothic Rock/Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Immortal Sin wurden bereits 2004 gegründet und laut Informationen hat man zu Beginn mehr den Bereich Melodic Power Metal abgedeckt. Dies hat sich nach all den Jahren doch geändert und man begab sich mehr in den theatralischen Bereich des Gothic Rock. „Tiefenrausch“ ist bereits das zweite Full Length Machwerk und liegt zur Rezension an. Gut wenn man den Genrebereich liest glaubt man, oh je da kommt schon wieder so eine Truppe die auf diesen Zug aufspringen will und sich mit vielen anderen um den Thron streitet. Bei den Cuxhavenern ist dies ganz was anderes. Nach einem für mich doch eher belanglosen Intro sind gleich Augen und Ohren offen, denn das was da aus den Boxen schallt ist eine schöne Melange aus durchaus ernstzunehmenden klassischen Rock Attitüden der theatralischen Art und einer reichhaltigen Portion des Gothic Bereichs. Dunkeltrübe Wolken ziehen auf und die Vorgehensweise hat fast teilweise etwas von einer Gothic Rock Oper mit musikalischer Untermalung. Ein Gothic Rock Musical? Ja das trifft es meiner Meinung und ist auch nicht schlecht, denn die gelegten Linien werden gut und mehrheitlich grandios ausgebaut. Der männliche Fronter, welcher mich etwas an den Komiker Markus Maria Profitlich erinnert, hat ein ähnliches Sprachorgan, doch mit Humor hat er was das Material betrifft weniger zu tun. Auch die weibliche Kollegin, die ihn bei den Songs unterstützt ist nicht schlecht und jodelt hier nicht mit Opern Attitüden ins Geschehen. Freilich lieblich aber da zerrt die Fronterin nicht an unserer Geduld, so wie viele Kolleginnen aus diesem Bereich. Die Mischung auf dem Output ist breit gefächert und klingt auch an und ab etwas breitentauglicher. Wie man es gemacht hat ist immer so eine Sache und die Herrschaften von Immortal Sin haben dies superb umgesetzt. Einerseits bietet man typische Metal Klänge baut aber, wie eben angemerkt auch etwas breitentauglichere Klänge in den Sound ein. Mal mehr, mal weniger dominant und hat dadurch einen ganz besonderen Charme für das Album geschaffen. Elektro und Synthi Arrangements wurden ebenfalls sehr gelungen gewählt und so kleistert man uns nicht zu, sondern serviert uns das Gebräu als sehr tolles Mischverhältnis, sowie auch als Ergänzung im typischen Metalsound. Das Wechselbad der Gefühle wurde auch gut gewählt und so werden viele Ecken und Nischen aufgerissen. Liebe, Sehnsucht, sowie auch eine gute Portion Melancholie wurden hier musikalisch umgesetzt. Gleichberechtigt und mit einer superben Auswahl werden diese ins Gefecht geworfen das man binnen Zehntelsekunden für sich entscheiden kann.

Fazit: Für den Gothic Rocker ein Opus denn man sich mal anhören muss. Die breite Palette ist glanzvoll gewählt worden und auch wenn man oftmals etwas breitentauglicher rüber kommt setzt man hier einen Schlag an, welcher ein langes nach beben mit sich führt.

Tracklist:

01. Intro 02:18
02. Tiefenrausch 03:31
03. Stahl 04:09
04. Komm zu mir 03:38
05. Setz das Segel 04:35
06. Dies Numerati Sunt 03:36
07. Sieh mich an 03:53
08. Herz 03:32
09. Flammen 02:56
10. Die letzte Fahrt 04:10
11. Setz das Segel (Deich-Edit) 04:46

Besetzung:

Sven Kaltenborn (bass)
Jörn Reimer (drums)
Andreas Bohling (keys & piano)
Christian Schütt (voc)
Ann-Christin Lischer (voc)
Kolja Kaehler (guit)

Inernet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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