Band: Iron Savior
Titel: Titancraft
Label: AFM Records
VÖ: 20.05.16
Genre: Speed/Power Metal
Bewertung: 5/5
Written By: Totti

IRON SAVIOR aus Hamburg sind auf dem besten Weg, die Powermetal-Gemeinschaft mit ihrem neuesten Output „Titancraft“ erneut zu erfreuen, oder gar zu entzücken?

Ich persönlich wurde nie (bis auf einige richtig bärenstarke Songs) wirklich so richtig warm mit den Hanseaten. Das liegt aber nicht am Songwriting sondern eher am Band-eigenen Stil!

Ich höre einfach zu viel Helloween, Gamma Ray, Blind Guardian, Iron Maiden und viele weitere Vertreter des Genre raus…ist letztendlich auch nicht so verwunderlich, waren die Gründungsmitglieder neben Piet Sielck u.a. Thomen Stauch, Kai Hansen,…

Soll heißen: ich kenne die vorigen Werke, aber irgendwie doch nicht! Wenn ich den textlich zukunftsorientierten, mega-mäßig fett produzierten Metal höre, gefällt er mir, aber nachhaltig blieb nichts bei mir hängen, um jetzt Vergleiche zu vorigen Werken anstellen zu können oder mir spontan ein Songhighlight einfallen soll, muss…

Was aber nicht heißen soll, dass hier irgendwas „schlecht“ im Sinne von „Mist“ ist – ganz im Gegenteil wird an allen Ecken und Kanten geklotzt und die sehr eingängigen Songs finden auch schnell den Weg in mein verwöhntes (oder versautes?) Gehör. Bei dem Songtitel „Brother In Arms“ musste ich nur kurz angst-weise schlucken, dachte ich zuerst das man sich an den großartigen Song der Dire Straits vergriffen hätte, aber: (zum Glück) falscher Alarm!

Nach dem 4. Durchlauf wurde ich verdammt neugierig, wie die letzten Veröffentlichungen klangen und legte aus diesem Grund nochmal eine „Iron Savior Nacht“ ein, um mich doch nochmal mit dem Gesamtwerk zu beschäftigen. Kostet (die nie vorhandene) Zeit, macht aber in viele Richtungen Sinn um auch vernünftig seinen Senf zu „Titancraft“ loszuwerden.

Fangen wir (nach dem inzwischen 12. oder doch schon 14. Durchgang?) mal an zusammenzuzählen, was das Album bringt: Am auffälligsten ist definitiv der klare Mördersound der nicht nur das Streichelzoogetier bei mir dazu bringt, mitzubangen (oder deute ich das letztlich falsch?) weil es wirklich knallt ohne Ende.

Auch die Attitüde der Band ist hörbar hoch und laut vorhanden und lässt schnell zu das man auch unbekannte Texte sehr schnell in den Chören mitsingen / mitgröhlen kann. Der Spaßfaktor ist deshalb mit hoch einzustufen. Als Powermetalband heutzutage mit etwas neuem anzukommen, könnte auch fix der Abstieg bedeuten denn Metalfans sind in dem Fall doch nicht immer so tolerant wenn ihre Lieblinge etwas neues probieren wollen also verließ man sich auf das, was man am besten kann: ein sehr solides Werk abliefern, was weder schlecht ist, aber auch nicht meine Metal-Top 5 erobern wird.

Warum?
Es knallen einem wirklich fette Riffs um die Ohren, die von mir geliebten Melodien bestimmen das musikalische Geschehen und zweifelsohne ist „Titancraft“ für mich das stärkste Album in der Bandgeschichte. Superbes Songwriting, Hymnen und eine ergreifende Powermetal-Ballade runden das Gesamtpaket mehr als nur zufriedenstellend ab.

Ich kann das Album der Genre-Gefolgschaft auch nur ans Herzen legen, denn hier gibt es (eigentlich) nix zu meckern! Bei mir persönlich wird es an dieser Stelle aber wieder sehr schwer, dieses Album zum Beispiel in meine Jahres-Hits unterbringen zu können. Nach dem letzten Durchgang ging ich ´ne Runde spazieren und nur zwei Songs schafften es, sich nach unterschiedlicher „Dauerbeschallung“ in meinen Hirnwindungen festzubeißen! Das wäre zum einen der Titeltrack und die Abschlussnummer „Rebellious“ wobei ich die Klasse der vielen anderen guten Songs hier und jetzt nicht schmälern oder abwerten möchte…aber bei mir liegt in dem Punkt die Halbwertzeit der Songs wohl eher nicht so hoch…

Ich kann es auch nur wiederholen: Ein Highlight in der bandeigenen Diskografie, welches durchgehend Spaß macht und unterhält, aber irgendwas ist ja bekanntlich immer 😉

Aber mein volle Fünfer ist Piet und seinen Mannen sicher und auch für „Titancraft“ wohl verdient!

Ich habe es (muss ich zu meiner Schande auch gestehen) auch nie geschafft, die Band live zu erleben (sieht man mal von der DVD-VÖ ab!). Das MUSS sich jetzt dringend ändern!!!

Tracklist:

01. Under Siege (Intro) 00:58
02. Titancraft 05:21
03. Way of the Blade 03:57
04. Seize the Day 04:57
05. Gunsmoke 05:07
06. Beyond the Horizon 05:58
07. The Sun Won’t Rise in Hell 05:02
08. Strike Down the Tyranny 05:10
09. Brother in Arms 05:23
10. I Surrender 04:04
11. Rebellious 04:49

Besetzung:

Piet Sielck (voc & guit)
Jan “S” Eckert (bass)
Joachim “Piesel” Küstner (guit)
Thomas Nack (drums)

Internet:

Iron Savior Website

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Iron Savior @ MySpace

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