Band: Iron Walrus
Titel: Insidious Black Sea
Label: Redfield Records
VÖ: 2014
Genre: Doom/Sludge Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wieso sich die deutsche Truppe eisernes Walross nennt ist mir schleierhaft. Passt dies zu ihrer Art der Musik. Ist dies eine Abform des Kult im Bereich des Sludge Metal? Persönlich sind mir solche Sache immer egal, nur würde mich das in diesem Falle das erste Mal richtig interessieren. „Insidious Black Sea“ ist das Debütwerk der Osnabrücker Combo und die Genrebezeichnung passt einfach wie die Faust aufs Auge. Derb, dreckig und dazu noch oftmals sehr zäh. Nicht die allerweltsmusik, welche eben einen Hype hat, aber dafür umso genussvoller gestaltet. Durchaus modern gibt sich die Truppe auf dem Rundling, wenn auch teilweise viele Ingredienzien des urtypischen Doom mit eingebaut wurden. Die Vermischung geht schwer in Ordnung und bebt bis in die tiefste Magengegend. Für Verschönerungen hat man keine Zeit und das passt zum Genregemisch abermals bestens. Mit viel Verstand zelebriert der Haufen somit eine Messe in Sachen Slude und Doom Metal. Der Soundbrei, den man hier vorlegt weiß zu unterhalten und das obwohl man sich von einer doch sehr schlichten Technikspielweise präsentiert. Würde auch im Falle dieser Band und ihrer Musik keinen Sinn machen sich mit ausschweifenden Technikallüren zusätzlich abzuärgern. Eine wuchtige Lawine nach der anderen wird vom Stapel getreten und die tolle Produktion für die Songs bestärken das niederreißen von Wänden umso mehr. Man mag jetzt keine Neuerfindung vorlegen und auch vom verkaufstechnischen Standpunkt aus gesehen, bietet die Truppe eher Musik für eine überschaubare Klientel. Dieses wird aber meiner Meinung nach hellauf begeistert sein, denn die Woben zwischen 70er, 80er und neuwertigen Soundmischprodukten im Doppelklan der genannten Genreeinflüsse funktioniert prächtig und reißt einen schlichtweg mit geballert Kraft vom Hocker. Besonders hervorheben möchte ich das mächtige Erdbeermund, welches mit Spracheinlagen eines gewissen Klaus Kinski vermischt wurde. Grandioses Stück, welches mit viel Flair für eine weitere, vom Alltag reißende Abwechslung sorgt. Passt wirklich zu beschissene Tage im Arbeitsleben und somit ein weiterer Daumen hoch für das Gemisch der deutschen Sludger.

Fazit: Es ist sicherlich noch genügend Spielraum nach oben offen, aber mit der Vorlage des Debüts geht diese Leistung mehr als nur in Ordnung. Gute Mischung, viel Flair und mit nicht zu viel hantierenden Experimenten wird ein Gebräu zum Ausdruck gebracht das eine Vielzahl von Sludge als auch Doom Liebhabern sich in den Einkaufskorb legen sollten.

Tracklist:

01. Sleep 04:58
02. Get Murdered 02:20
03. Erdbeermund 06:58
04. Minds 05:55
05. You 03:04
06. Missing Times 02:44
07. Heat 03:13

Besetzung:

„Aufi“ (voc)
„Schnalli“ (drums)
„Bene“ (guit)
„Ingo“ (guit)
„Der Schmidt“ (bass)

Internet:

Iron Walrus @ Facebook

Iron Walrus @ Reverbnation

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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