ECTOVOID – In Unreality’s Coffin

cover artwork ECTOVOID In Unreality’s Coffin

Band: ECTOVOID 🇺🇸
Titel: In Unreality’s Coffin
Label: Everlasting Spew Records
VÖ: 09/01/26
Genre: Death Metal

Tracklist

01. Dissonance Corporeum
02. Collapsing Spiritual Nebula
03. Intrusive Illusions (Echoes From A Distant Plane)
04. Formless Seeking Form
05. Irradiated Self
06. In Unreality’s Coffin
07. Erroneous Birth
08. It Is Without Shape…
09. In Anguished Levitation

Besetzung

Chuck Bryant – Rhythm Guitar, Vocals
Charlie Southern – Guitar, Backing Vocals
Ryan Sullivan – bass
Chris McDonald – Drums

Bewertung:

4,5/5

Die amerikanische Death Metal Band ECTOVOID präsentiert ihr neues Werk, das dritte Album der Band mit dem Titel „In Unreality’s Coffin„. Bekannt für einen direkten und aggressiven Ansatz, technisch, ist das neue Werk eine Fortsetzung ihrer Diskografie und auch ein neuer Meilenstein in ihrer Karriere.

Beeindruckender Start ohne Umschweife

Brutal und aggressiv – so startet das Album. Kein Intro, keine atmosphärische Passage, nur eine Demonstration von Technik und wütender Musik. „Dissonance Corporeum“ ist ein kurzer und direkter Song mit beeindruckenden Gitarren und sehr Uptempo-Rhythmus. Angepisste Vocals, guttural, fast gesprochene Verse oder Growls, aber auf dieselbe bellende Art – sie ergänzen die massiven Sounds sehr gut. Beeindruckende und sehr technische Lead-Gitarre, nicht nur in einem messerscharfen Solo, sondern während des ganzen Songs eine konstante Präsenz. Beeindruckender Start, guter Technical Death Metal.

ECTOVOID kommen aus Birmingham, Alabama, gegründet 2010. Gründungsmitglieder Chuck Bryant an Rhythmusgitarre und Vocals sowie Chris McDonald für Drums sind immer noch in der Band. Ryan Sullivan stieß ein paar Jahre später am Bass dazu, ebenso Charlie Southern an Gitarre und Backing Vocals, aber Letzterer hat die Band inzwischen verlassen und wurde durch Shawn Staszko an Lead-Gitarre und Vocals ersetzt, der aber nicht an der Albumaufnahme teilnahm.

Der gute Start setzt sich noch besser strukturiert und in hohem Tempo fort mit „Collapsing Spiritual Nebula“ – konstante bestrafende Riffs und dynamischer Gesamtsound. Die Drums sind sehr kreativ und auch schnell und halten den infernalischen Rhythmus. Brutaler Sound, dichte Instrumentierung, einige Rhythmuswechsel kommen im mittleren Teil des Songs, aber nicht viel Verlangsamung, nur ein anderer Ansatz. Bestrafender Rhythmus, abgrundtiefe Atmosphäre, ein sehr klarer und guter Song, ein Höhepunkt.

Unaufhörliche Aggressivität und komplexe Musik

Das Album setzt sich im selben Stil und mit unaufhörlicher Aggressivität fort. „Intrusive Illusions (Echoes From A Distant Plane)“ bringt denselben gnadenlosen Rhythmus und massive Vocals in einem konstanten Angriff auf alle Sinne. „Formless Seeking Form“ mit langsameren Rhythmus als die vorherigen Songs, aber das macht den Track nicht zu einem langsamen – nur dass das Tempo in den ersten Songs wahnsinnig schnell war. Auch mit massiven Riffs, einer sehr gut ausgearbeiteten Komposition und massivem Sound. Ein weiterer sehr guter Song.

Die Produktion ist exzellent, klar, sehr gut ausbalancierter Sound – alle Instrumente sind perfekt hörbar und mit der richtigen Intensität. Jede Note ist am richtigen Platz, Produktion und Mixing verdienen wirklich besonderes Lob, besonders wenn man an die sehr komplexe Musik denkt, die man hört. Die Solos sind perfekt ins Gesamtbild integriert, Vocals werden, auch wenn sie so wichtig im Band-Sound sind, auf demselben Level mit dem Rest der Band gehalten, und das gibt einen viel kohäsiveren und organisierten Sound. Einfach eine massive Death Metal Maschine, die intensive und komplizierte Kompositionen spielt.

Sehr offensiv kommt der nächste Song „Irradiated Self“ – simple Riffs, aber ein wütender Rhythmus treibt den Song voran, frenetisches Drumming und gleichermaßen wütender Bass. Nicht so komplex wie die ersten Songs, aber dennoch insgesamt ein beeindruckender Song. Der Titelsong „In Unreality’s Coffin“ kehrt zu komplexerem Sound zurück, behält aber die Dynamik und Aggressivität. Unmenschliche Vocals, gequält und mit punktuell verzweifelten Schreien und auch geflüsterten Reimen – großer Effekt und eine willkommene Änderung im Vocal-Ansatz, die Vielfalt zeigt. Wieder hat die Lead-Gitarre einige gute Kontraste in der allgemein sehr engen Instrumentierung. Nicht sehr melodischer Song, aber voll von gnadenlosen und gewalttätigen Momenten.

Makabere Atmosphäre und flawlose Ausführung

Der finale Teil des Albums bringt „Erroneous Birth„, ein weiterer technischer Song, jetzt mit verhallten Vocals – wieder eine viel simplere Komposition und eine sehr effektive. Mit wechselnden Rhythmen, ein dynamischer Song, solide Riffs und eine makabre Atmosphäre. „It Is Without Shape…“ fungiert mehr wie ein Interlude, mit Musik, die progressiv immer lauter wird und mit konstantem Wachstum im Sound. Auch als instrumentales, atmosphärisches Intermezzo behält der Song ein gutes Tempo und einen vollen Sound, bringt aber auch mehr Melodie.

Der finale Song des Albums „In Anguished Levitation“ kehrt zu massiven Rhythmen und aggressivem Sound zurück, geflüsterte Vocals ergänzen die tiefen Growls. Der zermalmende Rhythmus wird langsamer für den Anfang des Songs, aber er wird komplexer und schneller, je weiter er voranschreitet. Immer noch technisch, aber melodischer – ein irgendwie anderer Sound vom Rest des Albums, aber dennoch ein überzeugender Abschluss des LP.

Massives Werk auf höchstem Niveau

Ein beeindruckendes Werk der amerikanischen Band – komplex und dunkel, Technical Death Metal. Ein Album, das für seine gesamte Dauer nicht verlangsamt, es bestraft und zermalmt den Hörer immer wieder. Und nicht nur das, sondern die Songs sind komplex und die Ausführung makellos. Konstante Riffs und eine gnadenlose Rhythmussektion performen massive, komplizierte und infernalische Musik. Ein Höhepunkt in der Band-Karriere, ein klarer Schritt nach oben von den vorherigen Releases.

Die Band zeigt wirklich beeindruckende technische Qualitäten – die Musik ist so komplex und so gut ausgeführt, aber auch so gut produziert, und alles kommt in so einer dichten Klanglandschaft. Mit vielen unvergesslichen Momenten, aber mehr als Ganzes ist das Album eine gute Demonstration von gut komponiertem und gespieltem Death Metal. Ein Muss für jeden Fan des Genres.

Fazit: Das beeindruckende Album „In Unreality’s Coffin“ von ECTOVOID hält durchgehend hohes Tempo und massive Instrumentierung aufrecht.

Internet

ECTOVOID - In Unreality’s Coffin

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles