Band: Legion Of Bokor
Titel: Legion Of Bokor
Label: Terrasound Records
VÖ: Juni 2014
Genre: Zombiemetal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Lazer

Seit 3,5 Jahren bestehen Legion Of Bokor (L*O*B) nun schon und im Juni erblickt ihr – teils schon lang ersehntes – gleichnamiges Debütalbum das Licht der Welt. Die fünf Mannen aus Wien gaben sich nicht nur mit heimischen Bands (u.a. Esseker, Locracy oder Catastrofear) die Klinke in die Hand, sondern können auch auf Shows mit internationalen Größen wie zum Beispiel Screamer, Paul Di’Anno, House Of Lords oder Apulanta verweisen.

Legion Of Bokor – was soll man zu diesem Album sagen, außer „scheiße“…

…und zwar „scheiße geil“.

Was die Jungs hier raushauen ist einfach nur genial. Die Scheibe knallt wie Sau und ballert hammermäßig vom Ersten bis zum Letzen Ton. Dee Stroyer und Randy Reed fabrizieren auf ihren Saiteninstrumenten sowohl sehr düstere, stampfende Riffs, wie auch verspielte Solis, die gut und gerne an James Hatfield von Metallica erinnern. Hare shreddert seinen Bass, als würde es keinen Morgen geben und L.X. klopft marschierende, bösartig wirkende Drums in den Gehörgang. Textlich bewegt sich Legion Of Bokor in verschiedenen Themengebieten, aber immer etwas düster. Angefangen von der Apokalypse, über Lügen, oder davon, dass sie jemanden nicht hören – riechen oder sehen wollen, darüber, dass sie unser Albtraum sein wollen, bis hin zur Zombiestadt ist so ziemlich alles vorhanden. Im Titelsong Legion Of Bokor gibt der Frontman The Mosh den Captain und weist uns den Weg Richtung Zombietown. Stimmtechnisch bringt The Mosh alle Facetten auf die Platte. Sei es ein tief animalisches Grölen, ein hasserfüllter Shout, ein angsteinflößender Scream, oder doch ein ganz Klarer Gesang – L*O*B hat alles drauf. Unterstützung für die backing vocals bekommt Legion Of Bokor übrigens von Prab (Harmanic), Mike (Chaos Beyond) und Stef (Cemetery Garden). Selbst Frau Kasinger konnte für einen Gastauftritt gewonnen werden. Beim Track And I Wonder wird es ein wenig ruhiger. Das leicht melancholisch angehauchte Stück, in der sich The Mosh frägt, wer zu seinem Begräbnis kommt und ob wir uns auf der anderen Seite wiedersehen, wird zum Ruhepol des Albums. Hier zeigt sich die Qualität die Legion Of Bokor definitv hat – man hat auch Rockballaden im Repertoire. Zum Trotz der kurzen Ruhephase gibt das Album danach gleich noch drei weitere Kracher preis, das in You’re Gross seinen krönenden Abschluss findet.

Mein Fazit: Mit dem Debütalbum Legion Of Bokor legen die Mannen die Messlatte für nachfolgende Werke schon ziemlich hoch. Gefolgt von tollen Solis, garantieren die hammerharten Riffs ein Headbangingfestival. Mit Lies, Nightmare oder Piece Of My Heart schaffen L*O*B coole Songs zum mitgrölen und zum Beispiel mit You’re Gross können die letzen Kräfte für einen abartig bösen Mosh-Pit mobilisiert werden. Die Scheibe ist von Anfang an total interessant, baut mit jedem Track mehr Spannung auf und endet in einem grenzgenialen Gehörgangscircelpit. Für mich persönlich kann an diesem Album einfach kein Weg daran vorbeiführen. Legion Of Bokor zeigen, dass es sehr wohl hervorragende Musik aus Österreich gibt, und diese nicht erst post mortem hörbar ist.

Legion Of Bokor von Legion Of Bokor sollte in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen – unbedingte Kaufempfehlung!

Tracklist:

01. LEGION OF BOKOR
02. PIECE OF MY HEART
03. ZOMBIETOWN
04. I WANT YOU (DEAD)
05. THE APOCALYPSE
06. GOTTA BE LONG
07. LET’S BAIL (TILL DEATH DO US PART I)
08. AND I WONDER (TILL DEATH DO US PART II)
09. NIGHTMARE
10. LIES (S.T.F.U.)
11. YOU’RE GROSS

Besetzung:

The Mosh (vocals)
Dee Stroyer (guitar)
Randy Reed (guitar)
Hare (bass)
L.X. (drums)

Internet:

Legion Of Bokor Website

Legion Of Bokor Facebook

Legion Of Bokor YouTube

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