Band: Limb
Titel: Terminal
Label: Witch Hunter Records, New Heavy Sounds
VÖ: 11.09.15
Genre: Sludge/Stoner/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Limb hatten ja für ihr Debütalbum einiges an Lob und Lorbeeren einheimsen können. Nach gut einem Jahr kehren die britischen Sludge/Stoner/Dommer mit „Terminal“ zurück. Im Gegensatz zum Vorgänger klingt der neue Rundling deutlich groover und mit doch polierten Stellen. Dies mag etwas komisch klingen, das Soundendergebnis gibt aber den Briten recht, hier einen guten Technikschritt getan zu haben. Keine Frage, meistens oder sagen wir so in den allermeisten Fällen kommen solche Bands eben immer dann besser rüber, wenn es so richtig ungehobelt klingt. Im Falle der Engländer und ihrem neuen Output klingt aber eine glattere Ausrichtung deutlich eingängiger, als auch stimmiger.

Obwohl man doch etwas verworrene Ecken und Kanten im Sound hat, klingt man genau deswegen nicht zu strapazierend oder gar abgefahren. Macht das Ganze einfach deutlich breitentauglicher, aber auch facettenreicher. Somit beweist man, dass auch klare Einfädelungen in diesem Genre durchaus gut funktionieren können. Man schließt eben gekonnt den Bogen zwischen den sehr kernigen, dreckigen Parts, wie eben den klareren Momenten auf diesem Album. Dies macht die Truppe sehr einzigartig und die Mission hierbei ist nicht gescheitert, sondern sehr gut geglückt. Das hat eben was sehr erfrischendes und könnte auch Live besser rüber kommen, denn in der Vergangenheit hatten wir leider oft das Problem, dass genau solche Genrebands sehr, sehr anstrengend sein können.

Fakt ist man hat viele aggressive Akzente gesetzt, biedert sich keinem Vorreiter in dieser Szene an und klingt dadurch sehr Eigenständig. Wohl aber schreckt man auch vor etwas gediegeneren Doom Pfaden nicht zurück, welche vor allem im letzten Drittel deutlich dominanter sind. Somit hat man eine sehr facettenreiche Aneinanderreihung in der Tracklist geschaffen. Das Endergebnis ist eben eine sehr bunte Platte, welche weiterhin dem Genrefan gefallen wird, aber auch mit klareren Fragmenten sein auslangen haben muss. Persönlich finde ich diesen Schritt seitens der Formation als sehr erfrischend und das macht das Ganze einfach deutlich knackiger.

Fazit; Sauberer Sludge/Stoner/Doom Metal Happen, bei dem man beweist, dass es nicht immer zäh wie alter Kaugummi klingen muss. Nein bei Limb funktionieren auch die klaren Ansätze und so geht das Machwerk sehr gut in den Gehörgang und harkt sich dort auch längerfristig fest.

Tracklist:

01. Three Snake Leaves
02. Ghost Dance
03. Micromegas
04. Dawn Raiders
05. Spoils of a Portrait King
06. Down By The Banks
07. Sleepwalkers
08. Mortuary Teeth
09. Cocytus

Besetzung:

Rob Hoey (voc)
Sam Cooper (bass)
Tom Mowforth (drums)
Pat Pask (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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