Lionheart – Second Nature

Band: Lionheart 
Titel: Second Nature
Label: AOR Heaven
VÖ: 25.08.17
Genre: Hardrock
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Lionheart-Second-Nature-album-artworkErst jüngst eine Dokumentation über den NWOBHM angesehen und klarerweise kam da auch der ehemalige Iron Maiden Gitarrist Denis Stratton zum Zuge. Bekannt dürfte der Axtschwinger allerdings vermehrt durch Praying Mantis sein, als mit dem zweiten Standbein Lionheart, obwohl diese Truppe seit den frühen Achtzigern ebenfalls besteht. Mit „Secon Nature“ kehren die Briten von der Insel zurück und versuchen den Spirit des abgewandelten NWOBHM in rockigen, sowie melodischen Elementen für die breite, wenn desgleichen traditionelle Fangemeinde munter vorzulegen. Die klassischen Spirits hat man für meinen Geschmack gekonnt mit ins neue Jahr gezaubert.

Gewiss ist es bei solchen Bands schwierig die alten Glanztaten noch einmal aufleben zu lassen, es gelingt oder nicht. Dafür braucht man immer den zündenden Funken und den haben Lionheart mit diesem Machwerk definitiv mit eingebaut. Klanglich wird die Kost gut an jene Betätigungsfelder vieler alter Kollegen angelehnt. Gut finde ich noch dazu, dass man aufgrund des Mitwirkens bei Praying Mantis nicht zu starke Parallelen entdeckt. Verstärkt konzentriert sich die Mannschaft auf das Konzept eigene Innovation in den Vordergrund zu rücken. Dies gelingt buchstäblich und weiß gut zu animieren. Die zündenden Funken wandelt man somit spätestens bei „Don’t Pay The Ferryman“ in einen Regenschauer um. Ihr lest richtig, es ist außerdem so, der Track stammt nicht wirklich von Lionheart, sondern ist eine Coverversion des Chris de Burgh Hits. Gute Ansätze und Neuerungen machen den Track zu einer Melodic Rock Partynummer.

Lee Small (Phenomena/Shy) war die perfekte Wahl, da sein Gesangsstil zum vorliegenden Melodic Rock perfekt passt. Zusätzlich verleiht er den Tracks seine besondere Bonusnote, welche seine Rhythmuskollegen schon schier in massiver Perfektion umgesetzt haben. Die Einheit als Band funktioniert prächtig und die energetischen Mitreißer die man in die Stücke eingebaut hat, steigern die klassische Freude in den heimischen Wänden ins Unermessliche.

Man galoppiert von einem mitreißenden Track zum nächsten und es gibt keinen Moment, wo man in Verlegenheit kommt, den Song weiter zu skippen. Hier wird die klassische Klangreise auf die Insel ein Unterfangen, welches langanhaltend zu fesseln vermag. Besonders die NWOBHM Die Hard Fans müssen dem Machwerk ein Gehör schenken und spätestens bei „30 Years“ wird dies in einem Jubelsturm münden. Dieser epische Track huldigt wohl einer ganzen Soundgeneration des British Steel und das ist für meinen Geschmack eine Hommage oder Hymne schlechthin.

Unzweifelhaft haben Denis Stratton und seinen Mannen bei Lionheart sich mächtig ins Zeug gelegt, herausgekommen ist ein zeitgenössisches Werk, welches klarerweise eher die Traditionalisten überzeugen wird, diese werden das Album hingegen bis zum Glühen des Players rauf und runter abspielen.

Fazit: Wirklich Begeisterungswürdig mit welcher Klasse Lionheart hier eine musikalische Zeitreise der zündenden Art und Weise bei „Second Nature“ auf einen Silberling gebannt haben. Hier braucht man nicht von einer rosa Brille sprechen, nein die Mannschaft lässt lieber die Musik sprechen und diese überzeugt vom ersten bis zum gottverdammten letzten Track dieses Silberlings! Pflichtkauf für jeden alteingesessenen NWOBHM Sammler, der es an und ab daneben mal rockiger mag!

Tracklist:

01. Prelude
02. Give Me the Light
03. Angels With Dirty Faces
04. Don’t Pay the Ferryman
05. 30 Years
06. On Our Way
07. Second Nature
08. Prisoner
09. Every Boy in Town
10. Time is Watching
11. Heartbreak Radio
12. Lionheart
13. Reprise

Besetzung:

Lee Small (voc)
Dennis Stratton (guit)
Steve Mann (guit)
Rocky Newton (bass)
Clive Edwards (drums)

Internet:

Lionheart Website

Lionheart @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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