MAD HATTER – Mad Hatter

Band: MAD HATTER
Titel: Mad Hatter
Label: Art Gate Records 
VÖ: 23.02.18
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

mad-hatter-mad-hatter-album-artworkWas wäre passiert, wenn Helloween anno dazumal mit Statovarius eine Vereinigung oder ein Bandprojekt gewagt hätten? Klar ist meine Antwort, raus gekommen wäre dies was MAD HATTER vorlegen. Feurig wird das Zahnrad der Zeit nach hinten gedreht und sogleich könnte der Szeneschreiber Despot bei „Mad Hatter“ nach vielen altbackenen Fragmenten suchen. Wer suchet, der findet ist abermals die Antwort, jedoch sollte der geneigte Power/Melodic Metal Freak nicht zu arg ins Gefecht ziehen. Erstens versucht die Band einen tollen alten Sound in der schnelllebigen Zeit wiederaufleben zu lassen und zweitens klingt das daraus resultierende Gemisch enorm erfrischend.

Die Neuerung oder gar die Revolution werden die Jungs mit ihrem Material gewiss nicht vom Stapel treten. Dennoch verdingt sich der Bandtross als mitreißender Act, welcher es versteht sich gegenüber anderen Power/Melodic Bands abzusetzen. Wie man das macht? Nun, ganz einfach, die altgedienten Linien des Genres nicht mit zu viel Kitsch und Bombast zukleistern. Obendrein bietet es sich an frisch und unbeschwert die Keule zu schwingen und genau deswegen klingt das Werk folgendermaßen aufrüttelnd. Erinnert sich der geneigte Genreverehrer an die frühen Glanztaten der „Keeper“ und „Visions“ Ära, so findet selbiger mit diesem Machwerk die kompakte Mischvariation.

Guter, markiger Sänger, welcher ein Spross von Mr. Kiske und Timo Kotipelto sein könnte ist hierbei das zusätzliche Schmankerl beim Hören dieser Edelstahlsongs. Etwas mehr Eigenständigkeit wäre noch zusätzlich wünschenswert, doch im Großen und Ganzen verdient es die Band mit diesem Material dauerhaft abgespielt zu werden. Vieles wird der gengeigte Genrefreak für sich wiederkehrend entdecken, was selbiger wohl längst verlogen geglaubt. Es zeigt sich, wenngleich es im Power/Melodic Metal Bereich ausnehmend schwierig ist neue Akzente zu setzen, gibt es beharrlich Bands, welche zwar ein altbekanntes Konzept innehaben, dieses Hand-umkehrend erfrischend zu Protokoll bringen. Da bin ich gespannt wie das mit Mad Hatter weiter geht. Hier heißt es für den Melodic/Power Metal Puristen abspielen bis zum Morgengrauen, denn selbst nach dem x-ten Durchlauf gibt es keine Abnützungserscheinungen.

Fazit: Mad Hatter präsentieren ein Gemisch, welches ich persönlich schon verloren geglaubt habe. Grandiose Hellostratovariusween Mischung.

Tracklist:

01. Mad Hatter Shine
02. The Gunslinger
03. Dancing Light
04. Fly Away
05. Go
06. Phantom Riders
07. Face The Truth
08. Vengeance In His Mind
09. Bring Me The Moon
10. Mad Hatter Become
11. Death Angel Sins (Bonus Track)

Besetzung:

Petter Hjerpe (voc)
Eric Rauti (guit)
Magnus Skoog (bass)
Alfred Fridhagen (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.