Band: Mammoth Weed Wizard Bastard 
Titel: Y Proffwyd Dwyll
Label: New Heavy Sounds/Tapeworship Records
VÖ: 30.09.16
Genre: Psychedelic Sludge/Doom Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Aus dem walisischen Wrexham stammt das 2014 gegründete Quartett Mammoth Weed Wizard Bastard. Wenngleich „Y Proffwyd Dwyll“ das zweite Werk ist, gingen bereits ein Full Length Album und eine Ep voran. Beide sind aber in unserer Redaktion nicht bekannt und somit ist der neueste Rundling unsere Feuertaufe mit den Psychedelic Sludge/Doom Metallern.

Hier haben wir es wahrlich mit einem sehr schweren Biest von der Insel zu tun. Eine wahre Doom Orgie ergießt sich über den Hörer. Etwas untypisch sind die Gesänge von Jessica Ball. Dies ist aber eine superbe Auflockerung gegenüber anderen Kapellen in diesem Genre. Auch die Verzerrung gewisser Soundarrangements finde ich wirklich gelungen. Es ist einfach keine schnöde, wie lasziver Kaugummi hindurchziehender Doom, sondern eben eine sehr hauseigene Mischung.

Der Spirit des Dooms wurde von der Rhythmussektion gut bewahrt und dem gegenüber stehen eben diese frischen Soundfragmente. Eine wirklich gute Melange die sich ganz tief in den Gehörgang bohrt.

Den zu Beginn des Albums angesetzten Druck lockert man nicht und mit prägnanten Vibes harkt man sich ganz toll im Gedächtnis fest. Liegt auch an dem fabulösen Songwriting, denn die Waliser haben es wahrlich drauf hier eben viele eigene, als auch innovativen Eckpfeiler zu setzten. Obwohl man eben glauben mag, Doom rein und gut ist es. Hier wird man echt eines besseren belehrt und die Truppe offeriert ein facettenreiches Spiel, das schier keine Konkurrenz hat.

Vorgesehen ist Teil einer Serie zu sein, ist dieser in der Mitte der Trilogie, die MWWD brauen. Ihre düsteren Gitarren reichen bis weit in den Bass Daube schob einen erdigen Ton aus den jeweiligen Ampere. Aber das ist nur eine Spezifikation in den Zähnen, was MWWB auf ihren Nachschlag zu bieten haben.

Y Proffwyd Dwyll ist eben nicht ein dahin siechendes, schweres Album, sondern ein gut durchdachte, aufgelockerte Sache. Keine Angs, der Doom Fan wird hier genauso bedient was er braucht, nur wurden hier eben viele, harmonisierende Fragmente eingebaut, welche in einem imposanten Gesamtsound münden. Viele glänzende Kontraste greifen dynamisch tiefgreifend ineinander und dies macht eben einen allesamt prickelnden, mitreißenden Sound aus.

Fazit: Eine tolle Neuentdeckung im Doom Bereich. Ein kunterbunter Klang, welcher mit urtypischen Doom Elementen gut angereichert und erweitert wurde.

Tracklist:

01. Valmasque 09:40
02. Y Proffwyd Dwyll 08:49
03. Gallego 05:22
04. Testudo 08:06
05. Osirian 09:25
06. Cithuula 06:48

Besetzung:

Hoss Mandrill (drums)
Paulo Nuttertini (guit)
Mark Huckridge (synths, fx & guit)
Jessica Ball (voc & bass)

Internet:

Mammoth Weed Wizard Bastard @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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