Mastic Scum – Dust (CD Review)

Band: Mastic Scum
Titel: Dust
Label: Twilight Vertrieb
VÖ: 2009
Genre: Brutal Death Metal/Grindcore/Crossover
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Home Sweet Home heißt es heute, denn die Herrschaften von Mastic Scum kommen aus dem ehemaligen Erzbischofstum Salzburg und mit dem Ausstieg von Will der bis dato ins Mirko röhre wurde nun eine Fusion mit Tirol geschaffen. Der neue Frontmann ist ja in unserer Alpenrepublik kein Unbekannter mehr, denn Markus Wenzel brüllte sich ja bis dato mit seinen Bulldozer Kollegen von Inzest durch die Schaffensphase. Nun hat er aber bei Mastic Scum angeheuert und gemeinsam mit Harry Gandler (guit), Bobby Balogh (bass) und Man Gandler (drums) wurde das neueste Lebenszeichen „Dust“ eingezimmert, welches aber den Staub ordentlich aufwirbeln wird, soviel kann ich schon einmal verraten. Schnallt euch fest denn es geht auf eine wilde Achterbahnfahrt im Bereich Death – Grindcore und das mit viel Schmackes.

Mit dem einläutenden Intro „Ashes to Dust“ schafft man eine glanzvolle Einleitung die viel Horrorfeeling verbreitet und eben ein Hauptelemente von vielen Grind Bands ist. Im groovenden Bretterstil wird das Sprachintro weitergeführt und dabei bereitet man die Hörerschaft sehr gut auf das folgende vor. Nahtlos geht es über zu „Construcdead“ welches in einer grollenden und messerscharfen Grind Mischung durch die Boxen rattert. Gute Groove Parts werden immer wieder durch wutentbrannte Technik unterbrochen und dabei stachelt man enorm die Hörerschaft an. Gute Circle Pit Nummer, wobei sich der Fronter aus der sehr tiefen Growltrickkiste bedient und druckvoll mit diesem Stil in Mikro brüllt dass es einem eine Gänsehaut beschert. „The Consciousness in a State of Mind“ schickt man nun ins Gefecht, welches mit einem Affenzahn eingeläutet wird und man sich kaum vor diesem Sog des speedigen Spiels entziehen kann. Doch auch hier legen die Jungs kürzere Grooveparts ein, welche aber nur wirklich von sehr kurzer Dauer sind und man sich weites gehend auf ein flottes, temporeiches Spiel einigt und man dahin ballert das einem die Spucke weg bleibt. Beim darauffolgenden „Regression“ wird etwas mehr die verspielte, wenn auch schizoidere Seite präsentiert, doch auch bei solch einem facettenreichen Spiel das uns hier zum Fraß vorgeworfen wird beschert man uns ausgewogene, gut durchdachte Strukturen und man bringt das Ganze mit wutentbrannten Breaks astrein auf einen Konsens. Ein weiterer Nackenbrecher der für eine ordentliches Wehklagen sorgen wird, zumindest am darauffolgenden Tag. Auch „Dead Remains“ wurde mit kleinen Facetten von Spielereien versehen. Doch über den Ganzen Song verteilt wird eine deutlich melodischere Spielweise präsentiert und diese wird durch viele Brüll und Wutattacken unterbrochen. Gute Mischung die herb rüber kommt, trotz der immer stärker werdenden Melodic die man hier eingebaut hat. „The Sufferage“ wird mit einer dunklen Einleitung nachgeschoben, wo man fast schon Angst bekommen könnte, doch die Weiterführung ist von einem ganz anderen Kaliber, denn die Herrschaften lassen hier weit mehr Groove durchblicken, welcher mit einem ohrenbetäubenden Zwischengeschretter unterbrochen wird. Gute abwechselnde Momente machen diesen Song zu einem sehr farbenbunten Shakertrack zu dem aber auch fleißig gebangt werden darf. „A Life for a Lie“ wird nun wieder mit einem kurzen Spracheingang eröffnet und schon springen die Jungs wieder von den Barrikaden und mit einem lauten „Sturm Vorwärts“ wird hier weiter geballert was die Maschinerie hergibt. Auch das gewisse Maß an groovigen Elementen darf nicht fehlen und das wird mit einer gut sortierten Streumaschine drüber gestreut. Unterm Strich wird hier weiterhin sehr viel Schmackes geboten, wenngleich hier etwas gemäßigter das offeriert wie beim Vorgänger. „Blood for Blood“ ist nun wieder ein Faustschlag mitten in die Fresse und von Beginn an wird klar, hier werden keine Gefangenen gemacht. Speediges Rollkommando das hier zum Angriff ansetzt und alles Platt macht was sich ihnen in den Weg stellt. Temporeicher Kracher mit viel Rauferromantik. Nun denn auf zur Wall of Death, denn genau für solch eine Pitanimation ist diese Nummer zu Recht geschnitzt worden. Das folgende „Revelation of Mankind“ steht seinem Vorgänger in nichts nach und die wilde Karussell Fahrt wird weiterhin verfolgt und man drückt hier weiterhin mit einem rot glühenden Brenneisen das Logo in die Fanschar. Dennoch gibt es hier wesentlich mehr Verschnaufpausen, die man uns in einer gemäßigten Grooveform gönnt. „Adrenaline 2.0“ ist zwar eine flotte Nummer, doch im Gegensatz zu seinen Vorgängern wird hier die Fahrt merklich gedrosselt, was nicht heißen will das man hier komplett auf die Bremse tritt. Nein dies nicht, doch den Song repräsentiert man mit einer bretternden Grooveform, welcher zwar auch hier etwas Shakerfeeling aufkommen lässt man aber der Fanschar längere Verschnaufpausen gönnt. „The Will to Kill“ wurde erneut, wenn auch etwas länger mit einer Spracheinleitung versehen, doch nach dem verschallen geht es wieder ans Eingemachte und die Truppe drückt wieder das Pedal bis zum Anschlag und noch viel weiter. Temporeiche Raufernummer, mit ganz kurzen Passagen der Unterbrechung. Nun denn ihr Moshpitfraktionen macht euch bereit und wärmt euch schon mal vor, denn live wird es hier ordentlich zu gehen. Zu guter letzt serviert man uns noch „Extinction“ das etwas zäher und lang gezogener angestimmt wird. Diese Linie wird weiterhin verfolgt und man lässt den Silberling etwas verspielter mit einem Instrumental, mit kurzen schizophrenen Spracheinlagen ausklingen. Gute Idee, wenngleich man sich als Abschluss wohl eine letzte Granate zum Austicken gewünscht hätte. Doch auch so haben wir bis zum Ende hin temporeiche Kost geboten bekommen zu der man ausflippen kann.

Fazit: Gute Raufscheibe zu der man bis auf die letzte Nummer komplett in den heimischen vier Wänden rumtollen kann. Denke mir aber, dass man auch live die Herrschaften im Circle Pit bestens animieren kann. Mit diesen Granaten die man uns hier beschert ist dies wohl ein leichtes.

Tracklist:

01. Ashes to Dust 01:33
02. Construcdead 03:53
03. The Consciousness in a State of Mind 03:56
04. Regression 03:44
05. Dead Remains 03:37
06. The Sufferage 04:18
07. A Life for a Lie 04:00
08. Blood for Blood 03:38
09. Revelation of Mankind 03:16
10. Adrenaline 2.0 03:35
11. The Will to Kill 03:23
12. Extinction 03:16

Besetzung:

Maggo Wenzel (voc)
Harry Gandler (guit)
Bobby Balogh (bass)
Man Gandler (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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