Band: Mayday Parade
Titel: Black Lines
Label: Fearless Records
VÖ: 09.10.15
Genre: Rock, Pop-Punk
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Die 2005 gegründete Formation Mayday Parade aus Tallahassee, Florida, schwört auch eine Mischung aus Rock, Pop und Punk Variationen. Mit der EP „Tales Told by Dead Friends“ wurde zwar der Startschuss ausgelöst, aber um ehrlich zu sein, vom Namen und Material hatte ich bis dato mit dieser Truppe überhaupt nichts zu tun. Zwei Jahre hatte man sich Zeit gelassen, um den neuen Rundling „Black Lines“ einzutrümmern. Keine Frage, alleine schon wegen des Mischverhältnisses sieht sich der astreine Metaller oder Rockfan etwas skeptisch gegenüber diesem Machwerk. Auch das schlichte Artwork lässt nicht gleich auf irgendwelche Vorahnungen schließen. Eher dann schon wieder die selbst betitelte Einstufung im Genregewässer.

In Bezug auf die Musikalität auf „Black Lines“ ist eine gut ausgebaute Scheiblette gelungen. Die Genrevermischungen gehen Handübergreifend ins Gehör und wissen durchaus mit vielen Wiedererkennungswerten sich im Gehör zu verankern und fest zu harken. Lyrik und Arrangements sind simple gestrickt, aber durchaus locker stimmig. Der Pop Anteil wie vorab erahnt ist gar nicht mal so schlimm. Freilich ist das breitentauglich aufzunehmende Material locker veranschlagt, ist aber auch für junge Rock und Modern Rock Fans durchaus ein guter Grund sich in das Material reinzuhören. Billy Talent lässt hier und da stärker grüßen, zumal die Band auch wie dieser Megaseller versuchen in diesem Bereich Fuß zu fassen.

Man könnte sich in dem ganzen Sammelsuriumbecken des Gemischgenres sicherlich hier und da etwas buchstäblich Neues wünschen, ist aber im Angesicht vieler, starker Konkurrenzbands doch eher schwierig.

Die Stimmungsschwankungen sind breit gefächert auf dem Album und die Jungs sind bemüht hier viel zu bieten, um eben von der doch eher simplen Rhythmik abzulenken. Gelingt mal mehr, mal weniger gut. Besonders stehen ihnen die durchgreifenden Aktionen und Passagen am besten zu Gesicht. Genau hier kredenzen und zeigen sie ihre vollen stärken, was man vielleicht bei den etwas idyllischer ausgerichteten Tracks nicht so gut rüber bringen kann. Auch nicht unbedingt schlecht, aber diese geraten gegenüber fetzenden Tracks der Marke „One Of Them Will Destroy The Other“, „Just Out Reach“ und andere Tempoverwandte Songs eher ins Hintertreffen.

Zu guter Letzt sei noch der letzte Song „One of Us“ erwähnt, dieser passt einfach gar nicht ins Konzept, denn seine poppig ausgerichteten Attitüden erinnert eher an eine Boygroup im harten Stil. Muss man selbst entscheiden, konnte aber überhaupt nicht bei mir punkten.

Fazit: An sich ein solides Album, welches sicher nicht komplett vorne mitwirken wird, aber die gezeigte Leistung und Vermischungen darf man ruhig honorieren. Eher Material für jüngere Rockliebhaber, die komplett im modernen Lager beheimatet sind, aber auch diese müssen einen genauen Test machen, denn zu viele starke Konkurrenzbands gibt es auf dem Markt.

Tracklist:

01. One Of Them Will Destory The Other (Feat. Dan Lambton)
02. Just Out Of Reach
03. Hollow
04. Letting Go
05. Let’s Be Honest
06. Keep In Mind, Transmogrification Is A New Technology
07. Narrow
08. Underneath The Tide
09. All On Me
10. Until You’re Big Enough
11. Look Up And See Infinity, Look Down And See Nothing
12. One Of Us

Besetzung:

Derek Sanders (voc & keys)
Jeremy Lenzo (voc & bass)
Alex Garcia (guit)
Brooks Betts (guit)
Jake Bundrick (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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