Band: Melted Space
Titel: The Great Lie
Label: Sensory Records/Al!ive
VÖ: 16.10.15
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wenn man das Who is Who auf dem Beipackzettel zu Melted Space liest, knallt es einem die Sicherungen raus. Ist der Mastermind hinter diesem Symphonic Metal Projekt mit Namen Pierre Le Pape ein zweiter Tobias Sammet? Nun bis dato wohl bei uns ein eher unbeschriebenes Blatt, serviert uns diese französische Combo bereits aber ihren Hattrick. Die Ambitionen das Bandprojekt als Rock/Metal Oper erschallen zu lassen ist glasklar und nicht von der Hand zu weißen.

Bereits beim sehr epochalen Opener wird das Ganze in diese Richtung gelenkt und man lauscht sehr angestrengt. Teilweise hat es sogar etwas von einem Musical, zumindest gewisse Soundansätze sind definitiv auch in diesem Bereich zu finden und wurden eher metallisch umgemünzt. Dies funktioniert tatsächlich und beeindruckt durchaus.

Die sehr düster gehaltene Linie ist adrett und zieht etwas runter, wenngleich auch etliche klare Durchblitzer vorhanden sind. Der Großteil ist aber eher dunkel beschaulich, wenn man auch hier und da sehr eisern durchbricht und amtlich wachrüttelt.

Kann schon sein, dass es in den letzten Jahren viele solcher Projekte gegeben hat und man vielleicht nicht ganz den Zahn der Zeit trifft, aber vom musikalischen Qualitätsstandpunkt aus gesehen, spielt man allerdings weit vorne mit. Gute Stimmungsmacher, sowie ein stetes wecken der Interesse stehen hier gut im Vordergrund. Etliche Duettgesänge der kräftigen Art und Weise lassen das Beaty & The Beast Spiel sehr durchdacht klingen.

Etliche monumentale Einwürfe verstärken den Opern lastigen Charakter, aber und dies ist das gute an dem Album, man überstrapaziert uns nicht mit zu viel Schnick-Schnack oder Film lastiger Musik.

Somit wird eben die Waage gut gehalten und die sehr kräftig getünchten Songs zünden ordentlich. Sicherlich Großteils für den Genuss ausgerichtet, gibt es aber eben auch einige Durchbeißer, welche eben einen guten Push forward Effekt innehaben.

Fakt ist, das Konzept mag vielleicht nicht neu sein, wurde aber sehr erfrischend und mit hochwertiger Qualität auf einen Silberling gebannt.

Fazit: Die Franzosen um Pierre Le Pape haben hier einen sehr monumentalen Happen geschaffen, welcher in keiner Sammlung des Symphonic Metal Fan fehlen sollte. Vor allem jene die begeisterungswürdig ein Achterl abgeht, wenn es heißt Metal Oper.

Tracklist:

01. Listen to the Song of Despair 02:59
02. Called by the Queen 04:53
03. No Need to Fear 08:08
04. Terrible Fight 04:14
05. A God Is Dead 04:48
06. Trust and Betrayal 05:03
07. Glass Castle’s Beast 04:15
08. Hopeless Crime 04:45
09. The One Who Lost the Faith 05:30
10. Titania 04:20
11. Lost Souls from the Other Side 06:53

Besetzung:

Pierre Le Pape

Guests:

David Vincent (Morbid Angel)
Attila Csihar (Sunn O))), Mayhem)
Mikael Stanne (Dark Tranquillity)
Arjen Lucassen (Ayreon)
Ailyn Gimenéz (Sirenia)
Kobi Fahri (Orphaned Land)
Mariangela Demurtas (Tristania)
Guillaume Bideau (Mnemic)
Niklas Kvarforth (Shining)
Sylvain Coudret (Soilwork)
Adrien Grousset (Hacride)
Christine Rhoades (Jeff Loomis)
Manuel Munoz (The Old Dead Tree)
Arnaud Strobl (Carnival In Coal), Clémentine Delauney (Visions Of Atlantis)
Virginie Goncalves (Kells)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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