Band: microClocks
Titel: Soon Before Sundown
Label: ((echozone))
VÖ: 18.11.16
Genre: Gothic/Electro Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

microclocks - soon before sundown album covermicroClocks aus dem Ruhrgebiet frönen seit ihrer Gründung dem elektronisch unterwanderten Rock. Klingt nach zu viel nach Elektro-, wohingegen tut es im Falle von dieser Truppe nicht. Vielmehr bauen die Jungs auf eine aufgepeppte Gothic Rock Runde. Flott und durchwegs kernig rocken die Jungs wirklich gut. Die Thematik ist bei den Jungs ganz klar, Zeitgeschichte, diese steht ausnahmslos oben auf dem Speiseplan. Lyrisch hat man sich den Hochzeitkulturen der Menschheit gewidmet und wie sie wieder komplett verschwinden. Hoffen wir im Falle der Ruhrpottler, dass die nicht mit ihrer Musik verschwinden.

Die veranschlagte Mischung ist nämlich wahrlich gut. Einerseits drehen sich die Rockrosetten gewaltig. Dazu mischt man eine Vielzahl von Ingredienzien und das Gemisch bohrt sich echt gut ins Gehör. Vorneweg spielt man sich mit vielen klassischen, wie desgleichen modernen Allüren. Das Mischverhältnis ist gut gewählt und man zeigt vor allem hier sehr viel Innovation. Viel Abwechslung ist hier an der Tagesordnung und gerade genau darum schafft man eine superbe Atmosphäre innerhalb der Stücke. Kein Stein bleibt auf dem nächsten und das musikalische Mosaikbild ist nicht schwer nachzuvollziehen. Man könnte durch viele, lockere Rockansätze etwas Kommerz ausrufen. Hierbei sei man allerdings auf der Hut, denn von der Kommerzseite sind die Jungs absolut meilenweit entfernt.

Nur weil viele Ohrwurmcharaktere verstrickt wurden, heißt dies noch lange nicht, dass man hier vor dem Ausverkauf steht. Was ein weiteres, ausgezeichnet gutes Detail ist, ist die Tatsache, obwohl man sich eher Gothic lastigen Rockklängen widmet, erinnert man nicht an finnische Pontonbands. Weiters ist die Vermischung der klassischen, wie ferner modernen Rockklänge außerordentlich gut geglückt. Kleinere Manko ist hier und da die Produktion. Diese nimmt bei druckvollen Momenten der flotten Art den Songs nahezu den Wind aus den Segeln. Vor allem das Schlagzeug sei hier wiederum einmal angemerkt, klingt hier und da übertrieben klatschend. Eben mit mehr Wumms als Rückenwind, kämen die Songs deutlich besser und mächtiger zur Geltung. Auch so vermag der Trupp aus dem Ruhrpott nicht mit dem Charme zu geizen.

Viele mitreißende Stücke haben einen bemerkenswerten Wiedererkennungsfaktor. Dazu noch stimmig-schmissige Rocksongs die nur geradeso ins Gehör fetzen.

Fazit: Mehrheitlich für den Gothic Rock Bereich gedacht, dafür aber mit guten Eigenniveau. Nichtsdestotrotz wäre eine wesentlich bessere Produktion dienlich gewesen, um eben den gewissen Machtfaktor solcher, vorliegenden, fetzigen Rocksongs zu steigern.

Tracklist:

01. Follow The…
02. White Rabbit
03. Soon Before Sundown
04. Love’s End
05. The Edge (Album Version)
06. Here I Am
07. Life Is Grim
08. Confession
09. Nothing But A Thought
10. To A Friend
11. Raptor

Besetzung:

JT (voc)
Stevie Jay (keys & back voc)
Marc Dorman (guit & back voc)
Daniel „Butcher“ Stieber (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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