Band: NO GODS NO MASTERS
Titel: Fear In a Handful of Dust
Label: Selfreleased 
VÖ: 07.11.16
Genre: Sludge/Stoner Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

NO GODS NO MASTERS - Fear In a Handful of Dust album artworkSchwermetallische Anarchie im Sludge Metal Bereich ereilte uns aus der Niederlande. Keine Götter, meine Meister scheint es für die Holländer No Gods No Masters zu geben. Die 2003 aus Twente stammende Truppe fungiert laut eigenen Angaben im Netz irgendwo im Sludge/Stoner Metal Bereich. Stimmt, dem habe ich nichts entgegenzusetzen, außer, dass man daneben schwarz eingefärbt ist. Als Eigenerelease wurde der Silberling „Fear in a Handful of Dust“ veröffentlicht. Wäre hier ein durchaus guter Tipp für unsere Freunde von Noisolution, denn das Material würde bestens zu ihrem Label passen.

Die Grundfesten ihres Bandkonzeptes sind einfach dreckig, derb und außergewöhnlich schlammig. Dabei ziert man sich weiters nicht, hier und da einige Doom Ecksteine einzubauen. Derbste Kost, welche aber durchwegs zu begeistern weiß. Vor allem die rassigen Sludge Freunde, könnten hier uneingeschränkt was Neues für ihren Plattenteller entdecken. Es ist sicherlich keine Revolution, im Gegensatz dazu wird eine Vielzahl von schwarzen, innig hasserfüllten Soundfragmenten mit ins Geschehen gemischt. Das Gemisch ist trocken und äußerst bitter, so wie ein guter Cognac oder Whiskey eben.

Düstere Riffs planieren den Hörer, während sich der Sänger darin versteht es zu versuchen, seine hasserfüllte, angepisste Stimme geradeso richtig derb in unsere Gehörgänge zu pressen. Klingt ungehobelt, ist es auch, weiß aus irgendeinem Grund animierend einen ausgezeichnet adretten Eindruck zu hinterlassen. Diese Quintessenzen mögen holprig klingen, tun es im Kontrast dazu im Falle dieser Niederländer überhaupt nicht. Sie schaffen eine durchwegs gute Fusion aus allen, genannten Elemente. Dieser derbe Soundbrei kommt dabei ausgezeichnet gut zur Geltung.

Nicht zuletzt, weil trotz des genannten Genres und vieler, zäher Soundpassagen, im Kontrast dazu ebenso viel Staub aufgewirbelt wird, bevor man erneut die Bremse ausnehmend stark anzieht. Das Resultat ist ein gelungener Mix aus vielen Sludge und Doom Fragmenten, wohingegen einen nicht von der Hand zu weißenden Crust, sowie Black Metal Anteil. Ungehobelt, sehr prollig umgesetzt macht das richtig Laune. Sludge-Riffs soweit das Auge reicht und niemals wird das Ganze zu arg kopierend. Ist ja oftmals schon der Fall, da es hier eine breite Bandfront gibt. Das steht den Holländern nicht zu Gesicht und vorliegend lassen sie viel Eigenständigkeit walten.

Fazit: Derbster Sludge/Stoner/Doom Brei. Die Hinzugabe vieler Ingredienzen in Sachen Crust und Black Metal ist reichhaltig und somit zeigen sie ein pfiffiges, eigenständiges Spiel mit vielen Erfindungen.

Tracklist:

01. Drinking with Judas 04:13
02. Pain Is Useless 05:51
03. Ni dieu ni maître 04:19
04. Calling My Name 05:20
05. First You Laugh 06:18
06. Feed ‚Em to the Pigs 05:50
07. A New Body 04:15
08. Kill the Culture of Voyeurs 08:04
09. Lost for Words 05:05

Besetzung:

Karel (voc)
Oscar (drums)
Daan (bass)
Stefan (guit)
Michiel (guit)

Internet:

No Gods No Masters @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.