Northtale – Welcome To Paradise

NorthTale-Welcome-To-Paradise-cover-artwork

Band: Northtale
Titel: Welcome To Paradise
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 05/07/2019
Genre: Melodic Power Metal
Bewertung: 4/5

Als Fan der kostümierten Adventure Metaller TWILIGHT FORCE war ich gespannt auf die neue Band von Christian Erikson (alias Chryleon), der mit nicht ganz schönen Abschiedsworten von seinen Mitstreitern verabschiedet wurde. Die um den blonden Sänger versammelten Musiker waren schon bei Kapellen wie Udo Dirkschneider oder Yngwie Malmsteen tätig, was in mir eher Befürchtungen denn positive Erwartungen weckte: Schließlich kam in der Vergangenheit oft genug nur hochglänzender Durchschnitt von so mancher Supergroup.

Nun denn, die Musiker trafen sich so spontan bei einem Festival, zischten ein Bierchen, und beschlossen die Hochzeit des europäischen Power Metals wieder hochleben zu lassen. Damals, als Hammerfall noch jung waren und es Leute noch kratzte, wenn eine STRATOVARIUS rauskam. In diesem Fall hält die Musik, was der Promotext verspricht. Stilistisch pendeln NORTHTALE in meinen Ohren vor allem zwischen alten HAMMERFALL und klassischen HELLOWEEN. Man nehme die Eingängigkeit der Schweden, und klinge dabei frischer, kreativer, lebendiger und energiegeladener, als es diesen über Jahrzehnte gelungen ist. Man benutze dafür geradezu vor Melodien überquellende Leadgitarren und einen erfrischenden Abwechslungsreichtum, in Anlehnung an die Frühtaten der Kürbisse.

Das Songwriting ist dabei auf höchstem Niveau, so dass wirklich jeder Song für sich stehen und im Prinzip das ganze Album für eine Single-Auskoppelung tauglich wäre. Da stört es nicht weiter, dass trotz allem (auf den ersten Dreh) kein Übersong dabei ist, den ich zwanghaft in Dauerschleife bräuchte.
Christian Erikson zeigt sich am Mikro allen Herausforderungen gewachsen, lässt dabei aber wohl bewusst andere Nuancen seines Stimmumfangs in den Vordergrund treten. Man sollte also keine Neuauflage seiner Performance auf dem TF-Debut, und generell keine Reminiszenzen an seine Ex-Band erwarten.

Fazit: Wer die alten Alben von STRATOVARIUS, HAMMERFALL und HELLOWEEN vergöttert, bekommt hier wahrscheinlich eine der stärksten Scheiben, die dieses wieder erstarkende Genre die letzten Jahre hergegeben hat. Ich gehöre nur eingeschränkt zu dieser Gruppe und werte entsprechend subjektiv zurückhaltend, aber die große Klasse des Albums ist kaum zu leugnen. Zumindest ein Hördurchgang ist ohne Einschränkungen jedem zu empfehlen, der mit Melodien im Metal irgendwie klarkommt.

Tracklist

01. Welcome To Paradise
02. Higher
03. Follow Me
04. The Rhythm Of Life
05. Time To Rise
06. Way Of The Light
07. Shape Your Reality

08. Everyone’s A Star
09. Siren’s Fall
10. Bring Down The Mountain
11. Playing With Fire
12. If Angels Are Real
13. Even When

Besetzung

Christian Eriksson (Vocals)
Bill Hudson (Guitars)
Mikael Planefeldt (Bass)
Jimmy Pitts (Keyboard)
Patrick Johansson (Drums)

Internet
Share.

About Author

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close