Novelists – Noir

Band: Novelists
Titel: Noir
Label: Arising Empire
VÖ: 08. September 2017
Genre: Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Laser

Novelists-Noir-album-artworkWas macht man, wenn man vor vier Jahren eine Band gründet, mehrere Singles auf den Markt geschossen hat und auf Europa-Tour und anschließender Sommer-Tour war? Genau, man kredenzt der gierenden Maße das Zweite (ja genau, das zweite) Album, nach dem Debüt 2015.

Die Rede ist hier von Frankreichs wohl heißestem Export in Sachen Metal – Novelists. „Noir“ benannten die Mannen aus Paris ihren neuesten Streich und warten uns auf diesem Konzeptalbum mit starken zwölf Songs auf.

Soweit mal die Eckdaten, damit man sich zu erst mal ein wenig zurecht findet. Anzumerken wäre noch, dass die Band für ihr Debütalbum ziemlich gutes bis sehr gutes Feedback erhalten hatte und man – berechtigter Weise – auch schon von DER Progressive Metal Entdeckung des Jahres (2015) sprach. Viele übereinstimmende Meinungen können wohl nicht irren und somit fiebert die Metalwelt nun schon – nervlich dem Zusammenbruch und vor lauter Spannung wie dem Bersten eines mit zu viel Luft gefüllten Ballons dem Platzen nahe – auf den 08. September 2017.

Die Jungs von Novelists respektive deren Promoter/innen haben in der Kurzbeschreibung der Albumankündigung wahrlich nicht übertrieben. „Noir“ kann nämlich auf Anhieb überzeugen und zwar restlos und ohne Widersprüche. So, jetzt hat dieser Honk von Reviewer hier doch glatt alles gleich am Anfang erzählt…nun ja, fast zumindest.

Das Album ist unterteilt in vier Kapitel, die sich sehr gut voneinander unterscheiden. Sei es in der eigenen Stimmung, den Gefühlen oder den Klängen der Gitarren – ja sogar in der Art des Mixings können die verschiedenen Facetten wahrgenommen werden.

Den Beginn macht ein Abschnitt der eventuell eher untypisch für eine Metalband ist – während der Großteil der Bands hier gleich mal ein Feuerwerk zünden und scheinbar ihr komplettes Repertoire in den ersten drei Songs freilegen, lassen es die Franzosen der Novelists ziemlich ruhig angehen. Leicht melancholisch und fast schon sphärisch sind die Anfänge von „Noir“. Die Band schreckt auch nicht vor Einflüssen der 1980er Jahre zurück und verbauen in einem Song ein Saxophon. Klingt vielleicht jetzt etwas fragwürdig, passt aber wie angegossen, denn für mich machten gerade die ersten paar Songs den Eindruck, ich habe hier Depeche Mode auf Whiskey on the Rocks am Start.

Novelists können aber auch gaaaaaanz anders, denn das nächste Kapitel der Scheibe zeigt sofort ein komplett anderes Gesicht. Hier lässt es die Truppe mal ordentlich krachen. Richtig fette Kombos und Arrangements werden hier aufgefahren. Hier wird der Metal härter und vor allem groß geschrieben. Spektakulär jedenfalls ist, dass die härteren Songs keineswegs an Melodie oder Eingängigkeit verlieren. Hier steckt wahrlich Knochenarbeit drin.

Auch wenn das Album „unterteilt“ ist in mehrere Phasen und manche Songs mehr oder weniger zusammen gehören, hat jeder einzelne Track seine Eigenständigkeit und seine eigenen Highlights. Auf „Noir“ hat man schon beim allerersten Durchgang das Gefühl, dass hier nicht nur irgendeine Geschichte erzählt wird, sondern das dies schon eine sehr spezielle Geschichte, eine sehr tiefgründige Erzählung, vielleicht sogar ein Output der Seele ist. Man ist geneigt zu sagen, dass dies das Masterpiece der Novelists sein könnte, aber Obacht – bei dieser Band weiß man definitiv NIE, was die denn in Zukunft noch so rausballern.

Mein Fazit: Das Album „Noir“ ist ein wirklich außergewöhnliches Stück Musik. Die Scheibe ist tiefgründig, melancholisch, aggressiv und sanft zugleich, besitzt eindrucksvolle Arrangements und eine absolut gelungene Produktion. Auch stimmlich ist vom einfühlsamen Klargesang bis zum inbrünstigen Growl alles vorhanden. „Noir“ kann man morgens in der Ubahn auf dem Weg zur Arbeit hören, beim Ausdauerlauf und Sport, aber genauso als Einstimmung für eine lange Partynacht, als auch zum verweilen auf der Couch mit einem guten Glas Wein – dieses Album kann einfach alles. Diese Platte hat ab sofort einen fixen Platz in meinem CD-Regal.

Tracklist:

01. L’appel Du Vide
02. Monochrome
03. Under Different Welkins
04. Les Nuits Noires
05. Grey Souls
06. A Bitter End
07. Stranger Self
08. The Light, The Fire
09. Joie De Vivre
10. Lead The Light
11. À Travers Le Miroir
12. Heal The Wound

Besetzung:

Matt Gelsomino – Vocals
Florestan Durand – Guitars
Charles-Henri Teule – Bass
Amael Durand – Drums

Internet:

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