Band: One Past Zero
Titel: Divine Unholy
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Stoner Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

One Past Zero aus Ulm wurden 2005 gegründet und sind laut einigen Angaben ein wahrer Geheimtipp für den Stoner Metal Underground. Die Herrschaften hatten sich von einer Thrash Metal Band namens Poison und R.U. Dead zu dieser jetzigen Formation entwickelt. Selbstredend war man von Anfang an daran bestrebt den typisch alten, teils etwas schrägeren Sound für sich zu beanspruchen. Durch Einflüsse aus dem Motörhead und Black Sabbath und einer gehörigen Portion des schweren Soundbrockens ist man an die Stücke heran gegangen. Hört man auch raus und findet sogleich heraus, dass eben genau der Bandeigene Sound sehr innovativ ist, aber auch bei weiten nicht eine massentauglicher Sound dem man jedem empfehlen kann. Irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn tschingeln die Ulmer hindurch und servieren uns sehr schwere Brocken und teils etwas psychodelisch vorgetragene Unterwanderungen. Von der ungehobelten Breitseite, mit welcher man hier vorstellig wird erinnert man mich immer wieder an erste Gehversuche der Herrschaften von Venom. Gleichungehobelt und rumpelnd wird hier der Pfad geebnet, dies mag jetzt nicht die Vorstellung schlechthin sein, allerdings hat es sein gewisses Flair. Dennoch ist die angestrebte Aufnahme- und Mixtechnik einfach grandios, denn so etwas findet man nicht allertage und somit bietet man einfach eine eigene Qualität und einen Einfallsreichtum, wenn auch nur für eine sehr überschaubare Fanfraktion. Diese wird das Ganze sicherlich komplett hochleben lassen. Meine persönliche Meinung dazu ist doch eher Mittelgrenzwertig. Man hat seinen Reiz, doch hier wäre definitiv noch weit mehr drinnen. Etwas störend für mich sind die Psychosoundansätze, welche sich laut ihren eigenen Angaben etwas an das alte Horrofilmflair anpassen. Gut, bin kein Fan davon und somit nicht unbedingt mein Ding. Dennoch ist das Werk ein mittelprächtiges und das darf der Stoner Freund sich durchaus mal zu Gemüte führen.

Fazit: Teils schräg siedelte man sich irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn an. Das man ein überschaubares Klientel bedient steht außer Frage. Selbiges wird aber den Herrschaften komplett alles von den Fingern fressen. Stoner Metal mit einer ungehobelten Breitseite wird geboten und dies ist nicht unbedingt jedermanns Sache.

Tracklist:

01. The Devil Rides Out 08:37
02. God 06:05
03. Welcome 04:02

Besetzung:

Gero (voc)
Mad (bass)
Uli H. (guit)
Kischde (drums)

Internet:

One Past Zero Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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