Ophis – The Dismal Circle

Band: Ophis
Titel: The Dismal Circle
Label: F.D.A. Rekotz
VÖ: 20.10.17
Genre: Death/Doom Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

OPHIS-The-Dismal-Circle-album-artworkDie Hamburger Death Szene hat in letzter Zeit etliche Perlen vorzuweisen. War meine Wenigkeit bereits beim Endseeker Release komplett aus dem Häuschen, so legt Ophis in Sachen Death/Doom Metal einen drauf. Die 2001 gegründete Combo ist trotz ihrer vielen Releases in hiesigen Breitengraden nach wie vor ein Geheimtipp, dennoch ist dem geneigten Puristen des Death/Doom Edelstahls der Bandname ein Begriff. Für einen breiten Bekanntheitsgrad hat dies leider Gottes noch nicht ausgereicht, was meine Wenigkeit nicht ganz versteht. „The Dismal Circle“ ist das nunmehr vierte Album des Hanseaten Todesbleikommandos und zieht für den absoluten Genreliebhaber, wo es mal dementsprechend richtig zäh zur Sache gehen darf, alle Register.

Viele berstenden Doom Attitüden wurden gekonnt mit dem allseits bekannten Old School Death Metal gepaart. Dass man als Draufgabe, des Weiteren einiges aus dem atmosphärischen Lager bietet, lässt das Fass schier überlaufen. Ständig und vor allem bei den Melodieparts fühle ich mich dermaßen an „The Karelian Isthmus“ von Amorphis erinnert, dass es nach dem Rezensieren dieser Platte sofort wieder abgestaubt im Wechsel mit Ophis neuem Machwerk in Dauerrotation lief.

Dunkle Sphären und Katakomben werden mit vernichtenden Nebelschwaden durchzogen und dieses Soundgefühl haben die deutschen Death/Doom Metaller prächtig hinbekommen. Massive Überzeugungsarbeit, welche jedem heiklen Puristen ein begeistert-befriedigendes Grinsen ins Gesicht zaubert. Die donnernden Peitschenschläge sind genauso eiskalt wie Nacken vernichtend und man versteht es, trotz dezimierter Geschwindigkeit für einen ordentlichen Kater im Nacken zu sorgen.

Das Schaffen andere auch? Mag wohl sein, uneingeschränkt spielen die Jungs von Ophis in der Oberliga und sind für mich ein neues Gestein in diesem Mischgenrebereich und erfüllen alle Maßstäbe. Raue Kompositionen, die stilistisch einwandfrei ausbalanciert donnern sind bloß wenigen in diesem Bereich hold. Bei den meisten wirkt man zu bitter oder zu lange gezogen wie ein alter Kaugummi.

Mal approximativ filigran melodisch, mal spröde-schleppend wird ein messerscharfes Gemisch aus dem Zauberhut befördert. Diese Überzeugungsarbeit geht gewaltig in die Ohren und hinterlässt eine langanhaltende Wirkung.

Fazit: Ophis sind mit „The Dismal Circle“ eine tief in den Gehörgang drückende Fraktion, welche nur Schutt und Asche hinterlassen.

Tracklist:

01. Carne Noir 10:49
02. Engulfed in White Noise 13:23
03. Dysmelian 12:43
04. The Vermin Age 09:26
05. Ephemeral 06:54
06. Shrine of Humiliation 09:39

Besetzung:

Phil (voc & guit)
Simon (guit)
Olly (bass)
Steffen (drums)

Internet:

Ophis Website

Ophis @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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