Band: Porta Inferi
Titel: Guillotine
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Death/Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten Jünemann

Aus dem ruhigen und beschaulichen Mecklenburg/Vorpommern kommt nicht nur Vogelgezwitscher sondern irgendwo hier hat Gevater Tod auch ´ne Filiale, die für Deathmetal-Fans interessant ist;

PORTA INFERI heißen die Jungs die inzwischen nicht nur ihre nahe Umgebung live beackern sondern auch durchs komplette Bundesgebiet streifen um allen zu zeigen, dass sich eine „rüde“ (in dem Sinne positiv gemeint) Mischung aus Deathmetal, Ansätzen von Thrash- und Black Metal, gepaart mit Tendenzen zu Speedmetal und auch einigen Nuancen des traditionellen Heavy Metal sehr gut vertragen und in bester Manier „gegrowlt“ (erinnert ein bißchen an SIX FEET UNDER) und „gekeift“ ins Ohr posaunt werden können.

Eigenwillige Mischung aber alles passt gemäß der Songstruktur und wirkt nicht einfach nur zusammengeschustert und erfreut zudem mit einer recht fetten Produktion.

„The Last Breath“ ist ein instrumentales und mit Sampeln gespicktes Intro dass trotz der „Ruhe“ schon darauf hinweist, dass es hier gleich infernalisch zur Sache geht aber der 2. (instrumentale) Track „Cutting Edge“ behält sich auch noch eine echt „fiese“ Ruhe vor in dem der Mann am Mikro schon verdeutlicht, dass hier gleich die Luzie abgeht. „Chaos Corpses“ nimmt dann keine Gefangenen mehr und lässt endgültig wissen und hören, dass hier eine deftige, oldschoolige Deathmetal-Keule geschwungen wird. Die Growls lassen meine Haustiere zucken und sich verstecken, und irgendwie schaffen es die Neubrandenburger Jungs zwischen Blasts, Grooves und hyperschnellen Blackmetal-Anleihen, beste Heavy-Sounds in den kompromisslosen Sound mit einzubinden. Langweilig wird’s nimmer und „Victims Of Perverted“ entwickelt sich fix zu einer meiner Lieblingsnummern, fängt sie doch sehr heavy an bevor sie sich kontrolliert in die Tiefen des Death verliert. Dasselbe gilt auch für „Mankinds Legacy“ was sich auch regelrecht in die Gehörgänge prügelt ohne an Melodien zu verlieren oder „posermäßig“ in Melodien zu baden.

Musikalisch tut sich gekonnt voller Spiellust und Tatendrang die Hölle auf, bis mich der Rausschmeißer „The Battue“ etwas verwirrt. Er wirkt wie ein bisschen aus dem Grundgerüst des Albums gerissen (welches sich im Großen und Ganzen durchs Mid-Tempo prügelt), da es hier ohne Erbarmen einfach nur mit Vollgas in die Hölle geht, was den Track nicht schlecht macht. Er ist nur nach all den vorigen Nummern total „anders“, man hätte das jetzt nicht so erwartet.

Ach ja, das Booklet lässt auch keine Wünsche übrig, der Sound knallt amtlich und macht sehr neugierig, wie das wohl live rüberkommt.

Aber da ja nicht immer alles nur schön sein kann, eine kleine Anmerkung:
Freunde, manchmal ist weniger mehr und ich persönlich hätte die Growls in „Cutting Edge“ bleiben lassen, denn sie wirken im kompletten Songgefüge ein bisschen zu „klischeebehaftet“.

Und zwischendurch hört man doch auch den einen und anderen schiefen Ton raus, aber für ein Debüt ist das total ok. Dafür knallt´s amtlich und kurzweilig und ich bin geneigt, Euch 4/5 Punkten zu geben.
An die Deather: Unbedingt anchecken!

Tracklist:

01. Last Breath 00:54
02. Cutting Edge 04:11
03. Chaos Corpses 02:46
04. Defleshed By Coldness 04:27
05. Nightmares Execution 04:12
06. Rewarded With Torment 03:59
07. Pestilence Occulta 03:53
08. Victims Of Perverted Spirits 03:30
09. Mankinds Legacy 04:18
10. Era Deserted 03:32
11. The Battue 04:08

Besetzung:

Chris Fatal (voc & guit)
Bran (guit)
Phill (bass)
Eggi (drums)

Internet:

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