Band: Preach
Titel: Path to Solace
Label: Selfreleased
VÖ: 2010
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ein neues Lebenszeichen schwedischen Melodic Death von Preach. Das lässt wohl nicht nur mein Herz höher schlagen, sondern von all jenen die auf neuere Machwerke weniger einen feuchten Kehricht geben. Neuerungen können durchaus dienlich sein aber im Falle von Carl Lundvall (voc), Edvin K. Settervik (guit), Magnus Grönberg (guit) und Jimmy Axelsson (bass) steht ihnen weit mehr jener Sound welcher von vielen Kapellen in den Spätneunzigern gewählt wurde.

Gleich vom Fleck weg dreht man mit „Call me Escaper“ komplett durch. Gurgelndes Gegrowle und teils sehr thrashig – beißende Rhythmen pfeffert man uns im kernigen Sound um die Ohren. Obwohl man noch beim Vorgängeralbum deutlich traditioneller zu Werke ging hat man in dieses Stück ganz leichte, sachte Erneuerungen eingebaut. Das mindert aber durchaus nicht den Genuss seine Rübe zu schütteln und wird auch den Traditionalisten nicht erschüttern, denn weiterhin baut man größtenteils auf den markerschütternden, melodischen Sound den man wie bereits erwähnt hat schon beim letzten Silberling drauf hatte. Göteborg Metal der Frühphase also? Ja im gewissen Maße schon, allerdings pfeift die Mannschaft auf ein zu stark angelehntes Spiel. Sicher sind etliche oder sagen wir es so viele Parallelen vorhanden, dies hat man aber mit akzentfreien Zusatzwürzungen verfeinert.

Rollender aber auch groovender schmettert man mit „Path to Solace“ uns in den Abgehring. Der tolle Death n‘ Roll Effekt den man sich hierbei ausgesucht hat erinnert mich immer wieder an The Morphean aus hiesigen Gefilden. Nicht unähnlich werkeln auch die Schweden hier und bieten im etwas gemäßigteren Tempo eine satte Melodierunde in Sachen Death Metal. Satt und ausgiebig wurden die Linien ausgebaut bzw. reichhaltig ausgeschmückt.

Rotzig stimmt man kurz „Colour Blind“ an, doch schon macht sich eine reinere, melodische, peitschenartige Abgehrunde bemerkbar. Durch erschütternde Growls des Frontmannes rückt alles kurzzeitig ins groovende Eck und auch ab und zu lässt sich die Rhythmusfraktion dazu überreden mitzumachen. Dennoch überwiegt der melodische clear Anteil an allen Fronten.

Galoppierende Rhythmen donnern mit dem Beginn von „Entropy“ durch die Boxen. Diese Technik verwendet man etwas länger, doch auch einige satte Clear und Melodieeinlagen kommen dabei nicht zu kurz. Durchaus gleichberechtig schmettert man in diesem Dreigestirn uns um die Ohren. Was bleibt einem da übrig? Richtig nichts, einfach abgehen bis zum Herzinfarkt.

Leicht, sanft und warmherzig wird auch schon leider wieder der letzte Track im Bunde begonnen. Zu Beginn von „Satellite to Everything“ zeigt man sich von einer starken umstrukturierten Seite. Durch traurigen, melancholischen Klang packt man es als Beendigung genüsslicher an. Mag jetzt nicht unbedingt das sein was man sich von einer Melodic Death Metal Truppe erwartet. Dennoch vermag man auch hier tolle Akzente zu setzten und somit ist das Stück etwas anders aber sehr wirkungsvoll.

Fazit: Locker konnte man an den letzten Silberling „Melt to Sand“ anschließen. Auch bietet man Schmackes in Sachen Melodic Death. Durch spritzige Einsätze hat man den etwas traditionelleren Sound sehr gut verfeinert und so kommt eine breite Schar ob jung oder alt die Vollbedienung.

Tracklist:

01. Call me Escaper
02. Path to Solace
03. Colour Blind
04. Entropy
05. Satellite to Everything

Besetzung:

Carl Lundvall (voc)
Edvin K. Settervik (guit)
Magnus Grönberg (guit)
Jimmy Axelsson (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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