Band: Seventh Wonder
Titel: The Great Escape
Label: Lion Music
VÖ: 2010
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Zum nunmehr vierten Schlag holen die Schweden Seventh Wonder aus. „The Great Escape“ ist ein Progmachwerk das sich der geneigte Fan dieser Stilrichtung nur wünschen kann. Mit gewaschenen Klängen aus diesem Genrebereich beübt uns die Mannschaft rund um Mastermind Andreas Blomqvuist (bass) und Ausnahmesänger Tommy Karevik.

Sofort geht es mit dem teils epischen, teils symphonischen „Wiseman“ sofort zur Sache. Satter, druckvoller Soundklang den man uns in einem etwas eingängigen Spiel zum Besten gibt. Leichte progressive Einsätze und Wechsel steigern das Hörvergnügen mit den Schweden nur umso mehr. Nichts lässt die Truppe dabei anbrennen und bedient somit eine breite Klientel. Zwischen Melodic, Symphonic und Progressive Metal, als auch etlichem aus dem Hard Rock Bereich wird gekonnt unter Dach und Fach gebracht. Dies vollführt man mit einer sehr druckvollen Breitseite, doch auch sehr idyllische Passagen bereichern das Programm ungemein.

Nicht minder flott geht es mit „Alley Cat“ weiter. Deutlich erdiger, als auch dunkler wird hierbei die Fortsetzung vollzogen. Durch epochale Beisteuerungen die man im Background eingearbeitet hat wirkt das Ganze deutlich komplexer ausgerichtet. Dennoch überfordert man zu keinem Zeitpunkt mit zu überladenem Spiel. Eher im Gegenteil immer wieder fasst man das Ganze zusammen und bringt es schlussendlich sehr eingängig zum Punkt. Vor allem der satte Refrainteil wird vor allem alle Verehrer des skandinavischen Symphonic Metal begeistern.

Sehr idyllisch wird mit einem Soligitarrenspiel „The Angelmaker“ eröffnet. Nach diesem etwas längeren Eingang vollführt man einen steifen Kurswechsel und hievt uns dabei in ein sehr romantisches Eck. Lieblichere Klänge werden hierbei zum Besten gegeben und dabei entfaltet die Mannschaft noch einmal ihr breites Können. Es wird hierbei aber nicht nur am ruhigen Kurs fest gehalten, nein auch heftigeren Windböen ist man nicht abgeneigt und lässt diese über unsere Köpfe hinwegbrausen.

Noch einmal holt man zu einem ruhigeren – symphonischen Rundumschlag zu Beginn von „King of Whitewater“ aus. Diesmal verbleibt man aber nicht im ruhigen Eck, eher im Gegenteil als Fortsetzung wird uns ein druckvoller – epochaler Klang geboten bei dem man oftmals sehr scharfe Ecken und Kanten durchblitzen lässt. Sicherlich kommen auch idyllischere Klänge nicht zu knapp zum Einsatz und selbige bieten immer wieder eine längere Auslauffahrt, bevor erneut druckvoller weiter macht. Vor allem der Frontmann läuft hier auf Hochtouren auf und präsentiert uns sein Sing/Sang das einem die Sicherungen raus knallen lässt.

Ein klassisches Klavierintro eröffnet nun „Long Way Home“. Leicht eingängig und sehr sanft gleitet man uns hierbei durchs Stück und offeriert uns das auch verträumtere Stücke sich im Ohr fest setzten können. Grenzgenialer Ruhepol auf dem Album, mit einem sehr starken genüsslichen Beigeschmack.

Im symphonischen – ruhigen Eingang wird nun „Move on Through“ zwar angestimmt. Doch die Fortsetzung ist deutlich kerniger und flotter ausgefallen. Gut bringt man etliches an epochalen, als auch progressiven Einsätzen unter einen Nenner. Bunt durcheinander gemischt serviert man uns einen weiteren Genusstrack der sich sofort entfaltet und den Hörer auf eine weite Klangreise mitreißt.

Dass 30:22 Minuten lange „The Great Escape“ bietet den Abschluss. Mit diesem Opus hat man sich selbst übertroffen und einen begeisterungswürdigen Moment auf diesem Album geschaffen. Durch diese Krönung kann man sogar von einer hinten nachgesetzten Mini Oper sprechen, welches vorerst sehr sanft begonnen wird. Doch auch stattliche Symphonic Einsätze der besonderen Art, als auch viel Schmackes aus dem progressiven Bereich wurden ins Gefecht geworfen. Entstanden ist dadurch ein Meisterwerk das einem die Kinnlade vor Staunen und Begeisterung nach unten klappen lässt.

Fazit: Mit dem vierten Album ist den Schweden ein Album geglückt mit dem man einen genialen Moment in Sachen Progressive Metal ein gezimmert hat. Ein Silberling für die Ewigkeit der in keiner Sammlung fehlen sollte.

Tracklist:

01 Wiseman
02 Alley Cat
03 The Angelmaker
04 King of Whitewater
05 Long Way Home
06 Move on Through
07 The Great Escape

Besetzung:

Andreas Blomqvist (bass)
Johan Liefvendahl (guit)
Tommy Karevik (voc)
Andreas Söderin (keys)
Johnny Sandin (drums)

Internet:

Seventh Wonder Website

Seventh Wonder @ Facebook

Seventh Wonder @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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