Band: Preternatural
Titel: Angeloid
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Paranormaler Melodic Death Metal. Schöne Betitelung des Stils den die aus Riga stammenden Melodic Deather machen sollen. „Angeloid“ nennt sich der zweite Streich der Jungs und wüsste man es nicht genauer könnte man sagen Dimmu Borgir und Children of Bodom machen hier gemeinsame Sache. Eine durch und durch gute Fusion, auch wenn es beim ersten Lesen weniger originell klingt. Freilich bieten die Herrschaften aus Lettland jetzt nicht das Neuste vor dem Herrn, doch einmal in das Album genauer reingehört wird man richtig an den Stücken kleben bleiben. Sie besitzen viel Kraft und die Fusion aus den genannten Szenegrößen klingt einfach toll und weiß durchwegs zu unterhalten. Die teils sehr bedrohlichen Linien sind von einer sehr ruhigen Art und Weise geprägt, bevor alles umgemünzt wird und man von diesem Zeitpunkt an wieder deutlich mächtiger und harscher vorstellig wird. Durch die steten Wechsel hat man viel Abwechslung geschaffen und auch die leichten Synthis, wie auch Elektroarrangements fügen sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein bzw. erweitern sie den Sound sehr gut. Rollende Groove Linien sind dabei ebenfalls ein guter Bestandteil, wie einige Techniken und Trademarks des Göteborg Metal. Der Stil an sich mag wie erwähnt weniger innovativ sein, das Gemisch der Letten aber dafür umso mehr. Denn die Melange ist einfach herrlich erfrischend und bietet viel Unterhaltung. Man muss schon ein Auslangen haben mit einigen Einfädelungen, einmal aber auf den Geschmack gekommen huldigt man dieser Truppe sehr gern. Ein Trommelfeuer nach dem anderen wird dabei, wie von einem Artilleriebataillon abgefeuert um ja keinen Strauch oder sonst was stehen zu lassen. Die leichten diabolischen Züge lassen eben auf einige Einflüsse aus dem Symphonic Black Metal Bereich schließen, aber eben durch die satte Mixtur kommt das einfach komplett verjüngt rüber. Sprich eine neue Tür wurde für eine Nische aufgestoßen und das mächtige Endergebnis weiß einfach länger anhaltend zu gefallen. Das der Fronter sich durchs Geschehen rotzt wie ein Mutant aus Alexi „Wildchild“ Laiho und Shagrath ist einfach sagenhaft. Mag abermals jetzt weniger spektakulär klingen wenn man dies liest, aber eine Fusion aus beiden hört sich dann schlichtweg toll an. Hier greifen einfach alle Rädchen ineinander und selten erlebt man junge aufstrebende Acts, welche mit solcher Hingabe eine lobenswerte Mischung schaffen. Fakt ist, neu klingt das sicherlich nicht, aber dafür sehr überzeugend und unterhaltsam.

Fazit: Die Mixtur ist einfach gut und weiß zu begeistern. Wer nur im Entferntesten mit den genannten Bands, inklusive Kovenant was anfangen kann, wird diese Hommage und Umsetzung seitens der Letten wahrlich lieben.

Tracklist:

01. Salvation Error 03:09
02. Cryophobia 03:55
03. Reptile Wings 03:35
04. The Past, The Present and The Void 03:00
05. Angeloid 05:04
06. Zero Eight One Zero 03:41
07. Sunfire 04:21
08. Bad Block Souls 03:51
09. Oxygen Hunger 03:58
10. D.N.End 04:12
11. Ascension 02:55
12. Land of Confusion 03:35

Besetzung:

Serg (voc & guit)
Volod (guit)
Serhio (bass)
Martin (keys)
Gin (drums)

Internet:

Preternatural Website

Preternatural @ Facebook

Preternatural @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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