DEATHRAISER – Forged In Hatred

cover artwork DEATHRAISER Forged In Hatred

Band: DEATHRAISER 🇧🇷
Titel: Forged In Hatred
Label: Xtreem Music
VÖ: 22/01/26
Genre: Thrash Metal

Tracklist

01. Severe Atrocity
02. Primitive Medicine
03. Everything Dies
04. Corporation Parasite
05. Empire Of Ignorance
06. Symphony Of Violence
07. Toxic Legacy
08. One Step To The Grave
09. Dead Generation

Besetzung

Thiago Rocha – Vocals, Guitar
Ramon Bedim – Guitar
Junior Gaetho – Bass
William Fernandes – Drums

Bewertung:

4,5/5

Die brasilianischen Thrasher DEATHRAISER kehren mit ihrem zweiten Album „Forged In Hatred“ zurück, fünfzehn Jahre nach ihrem Debütwerk, einem damals gut aufgenommenen LP, und jetzt verspricht das neue Werk ein weiteres energiegeladenes Album.

Unkomplizierter Old-School Thrash voller Attitüde

Ein Album, das mit gruseligen Sounds startet und einen fühlen lässt wie in einem Horrorfilm, unmittelbar gefolgt von Uptempo, soliden Thrash Metal Akkorden. „Severe Atrocity“ kommt mit guten Riffs, wütenden Vocals, schnellem Drumming und insgesamt einem direkten Ansatz – aggressiv und mit gutem Rhythmus. Unkomplizierte Art von Thrash Metal, voll von Attitüde und giftig. Alles in allem ein guter Start, solide und vielversprechend.

Mehr wie eine Fortsetzung des ersten Songs setzt „Primitive Medicine“ das gnadenlose Drumming fort – enge und präzise Gitarren, raspelnde Schreie und eine rebellische Attitüde. Galoppierende Riffs setzen ein gutes Tempo, der Song hat eine rohe Energie, die die Musik zu einem guten Headbanging macht. Ein simpler Song, sehr klar verwurzelt in Old-School Thrash Metal, gute und direkte Art von Musik.

DEATHRAISER kommen aus Leopoldina, Minas Gerais im Osten Brasiliens, 2009 gegründet, und bemerkenswert mit demselben Line-up von Anfang bis jetzt. Und noch mehr: Alle Musiker waren Kollegen vor der aktuellen Band in Merciless, einer Band, die nach ein paar Jahren in DEATHRAISER transformiert wurde. Thiago Rocha an Vocals und Gitarre, Ramon Bedim für die zweite Gitarre, Junior Gaetho am Bass und William Fernandes hinter den Drums sind eine gut geölte Maschine, und man kann das klar auf „Forged In Hatred“ hören.

Everything Dies“ ändert den Ton etwas, bleibt aber definiert durch frenetische Riffs, hart schlagende Drums und geschriene Vocals. Der Tempowechsel macht die hämmernden Drums noch präziser und verdoppelt durch ein messerscharfes Gitarrensolo zusammen eine gute und dynamische Passage. Beeindruckender Rhythmus und sehr gut synchronisierte Instrumentierung, sehr technisch gespielt. Eine komplexere Komposition mit Wendungen und Wechseln in der melodischen Linie und insgesamt ein guter Song.

Rohe Produktion passt perfekt zur Musik

Unvergessliche Riffs machen „Corporation Parasite“ von den allerersten Akkorden an zu einem herausragenden Song. Schnell, mit sorgfältig ausgearbeiteten Solos, Maschinengewehr-Drumming, konfrontativen Vocals – ein Song voll von Energie und sehr lebendig. Und wieder beeindruckt die Musikalität mit präzisem und dichtem Sound. Mit einer klassischen Thrash Metal Struktur und voller Impact kommend – ein Höhepunkt.

Die Produktion ist ziemlich roh, aber das passt sehr gut zur Musik. Das gesamte Album hat eine Old-School-Stimmung, nicht nur durch Kompositionen, sondern auch durch die Produktion. Nicht sehr ausgeklügelt, der Sound wird bewusst sehr simpel gehalten, und genau das macht die Aufnahme zu einer impaktvollen. Keine unnötigen Ornamente, keine hyperkomplexen Arrangements – wie die Musik direkt und effizient ist, so ist auch die Produktion.

Das Album setzt sich in derselben Linie für die nächsten Songs fort. „Empire Of Ignorance“ bringt mehr Wechsel zwischen direkten und technischeren Teilen, „Symphony Of Violence„, ein instrumentaler Song, lässt die Gitarren und Rhythmussektion noch heller glänzen mit simplen Riffs, aber gutem Tempo. „Toxic Legacy“ setzt wieder ein verrückt schnelles Tempo, behält aber die effiziente Art von Thrash Metal – bestrafend und abrasiv.

Melodischer, mit einem Solo startet „One Step To The Grave„, aber bald übernimmt das wahnsinnig schnelle Drumming die Kontrolle, und der Rest der Instrumente schließt sich an – der infernalische Rhythmus dominiert die Klanglandschaft. Einige Rhythmuswechsel passieren allerdings und bringen mehr Melodie, aber der Song bleibt aggressiv. Der finale Song des LP „Dead Generation“ bringt die beeindruckenden Riffs und die hochtempoierte Rhythmussektion zurück – ein weiterer Höhepunkt des Albums.

Direktheit wie in den Anfängen des Thrash

DEATHRAISER erfindet hier das Rad nicht neu, aber präsentiert eine Arbeit, die alle traditionellen Thrash Metal Prinzipien respektiert und einfach ein gutes Stück dynamische und impaktvolle Musik liefert. Ein angenehmes Hören, energetisch, gut gespielt und mit unvergesslichen Riffs und Melodien. Auch sehr beeindruckend technisch – versierte Musiker, die sehr gut zusammen funktionieren und in einer engen und präzisen Instrumentierung resultieren.

Erinnernd an die erste Periode von Kreator, aber auch andere Urväter des Genres. Und sicher sind Einflüsse von frühen Sepultura durch das Album zu hören, und diese Verbindung zu den klassischen Thrash Metal Rhythmen und Melodien ist genau das, was das Album zu einem besonderen macht – nicht nur als Nostalgie, sondern wegen der Direktheit der Thrash-Musik, wie sie in den Anfängen war, und das ist heutzutage ziemlich selten. Für Fans von altem Thrash Metal, pur und simpel, eine klare Empfehlung.

Fazit: Beeindruckend und voller Impact – das neue Album „Forged In Hatred“ von DEATHRAISER ist ein gutes Beispiel für simplen und präzisen Thrash Metal.

Internet

DEATHRAISER - Forged In Hatred

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles