Band: Proll Guns
Titel: Horseflesh BBQ
Label: NRT Records
VÖ: 29.01.16
Genre: Thrash ’n‘ Roll
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Cowboy Thrasher Proll Guns sind mir durchaus ein Begriff. In persönlicher, wie auch spieltechnischer Art und Weise. Aus den Überresten von Low Chi setzt sich der Pulk zusammen und ab High Noon wird hart und verbittert zurück geschossen, sodass die Colts rauchen. Die Variation der Songs konnten mich bereits Live vor gut einem Jahr sehr gut in den Bann ziehen und eben begeistern. Nun ist es also soweit und die Jungs kredenzen uns ihr Full Length Zweitwerk. Einige Songs kannte ich bereits, nur das Album im Gesamten war mir eben noch verwehrt. Da liegt es also mit dem Titel „Horseflesh BBQ“ und ist, wie sollte es auch anders sein, dem Live auftreten angepasst dreckig, derb und eben prollig.

Was bei vielen leider immer ins stümperhafte rutscht, wurde seitens der Band sehr gut umgesetzt und wenn man Sachen wie Down, raue Pantera und so weiter mag ist man definitiv auf dem richtigen Schlachtfest. Die derben Granaten in der Hinterhand wirbelt man in Texas absolut viel Staub auf. Die Verschmelzungen der urtypischen Thrash Trademarks mit kleineren Stoner Allüren und eben dem gebührlichen Maß an Southern, wie auch Country Partitionen machen das Stichwort Western Trash Metal definitiv legitim.

Vergleichbar in diesem Bereich sind für mich die Amis von Texas Hippie Coalition, welche aber im Gegensatz zu den Salzburgern klarer ins Rennen gehen. Das Soundgefühl spiegelt durchaus ein Duell zu High Noon wieder und man darf sich doch alte Gassenhauer und Italo Western wieder in Erinnerung rufen. Hier wird eben scharf geschossen, aber nicht unbedingt mit herkömmlichen Patronen, sondern mit Thrash Metal ummantelten Geschoßen und diese verfehlen ihr Ziel zu keinem Zeitpunkt.

Nicht zu simpel, aber auch nicht zu ausufernd hat man eine gute Mixtur und Abwechslung gefunden und das klingt sehr Originell. Innovationen werden hier gut gelebt und im Sound spiegelt sich dies sehr gut wieder.

Das man dabei auch auf den prolligen Troubelmaker Status zurückgreifen kann steht außer Frage und dies ist ein Einfluss, welcher einfach zum Sound der Truppe passt. Hier bekommen wir nicht eine x-te aufgewärmte Brühe, sondern eine super, teils sehr spitzfindige Melange und diese geht einfach amtlich unter die Haut.

Man hat definitiv eine eigene Nische gefunden und im alten Europa somit durchaus neue Maßstäbe setzten können. Hier kommt ein gereiftes Gemischt in Sachen Western Einflüsse im Metal auf euch zu. Western Einflüsse kann sich jeder aufs Revers heften, aber nur gut 20% wissen es auch umzusetzen und dazu gehören die Herrschaften von Proll Guns definitiv dazu.

Fazit: Dreckig Derb wird hier eine eigene Nische aufgerissen. Gelungene Mixturen aus Stoner, Thrash und Groove Metal. Dies macht sicherlich Whiskey durstig und brennt auch wie ein gereifter Single Malt aus der Destillerie. Superbe Soundeinsätze und Unterwanderungen lassen einfach viel Fun und ansteckenden Wiedererkennungswert aufkommen.

Tracklist:

01. Texas Banjo Massacre
02. Horseflesh Barbecue
03. From Texas to Hell
04. Bloodgun Blues
05. Fucking Troublemaker
06. Reno Gang
07. Lookin‘ Out My Backdoor
08. The Revolver
09. Execution
10. Southern Slavery

Besetzung:

Evil Ed (voc & bass)
The Burner (voc & guit)
Cra „“Y“ Maker (drums)

Internet:


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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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