Band: Saurom
Titel: Once Romances desde Al-Andalus
Label: Moon Records
VÖ: 2008
Genre: Heavy/Folk Metal

Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Eine weitere Folk Metal Band aus Spanien sind Saurom. Die aus San Fernando stammende Formation nannte sich bis vor 3 Jahren noch Saurom Lamderth. So haben sie unter dem neuen Pseudonym bereits eine Platte veröffentlicht. Wer Narci „The Jongleur“ (rhythm guit, flutes, bagpipes, backing voc), Antonio „McDonovan“ (drums & percussion), Raúl „The gitanne“ (rhythm/lead guit), Migue (voc), Josele „Dark Lord Zzraippy“ (bass) und Santi „Dr Love“ (keys/backing voc) kennt weis, dass sich die Herrschaften aus Hispania immer ordentlich ins Zeug legen, live als auch auf Platte. Das neueste Langeisen der Herrschaften hört auf den klingenden Namen
„Once Romances desde Al-Andalus“ und das liegt nun vor mir und wartet darauf gehört zu werden.

Nach dem lieblichen Intro „Inspiración Espectral“ geht man es bei „Reina de la Oscuridad“ ordentlich rau an. So bretternd sind mir die Spanier gar nicht mehr in Erinnerung und ich nenne alle Scheiben von Saurom bzw. Saurom Lamderth mein Eigen. Migue hat sich in den letzten Jahren deutlich steigern können und das raue Organ mit dem er diesen Track einsingt passt wie die Faust aufs Auge. Die Mischung aus Melodie und einer kleinen Folkbrise machen den Song richtig farbenfroh. Dass man aber deutliche harte Momente in das Stück eingeflochten hat ist herauszuhören und das macht das Lied richtig abwechslungsreich. Weiter geht es mit „Laberinto de los Secretos“ das mehr in Richtung Power Metal orientiert ist. Vor allem die Streicherarrangements die immer im Hintergrund mitlaufen sind sehr schön geworden. Man hat aber deutlich darauf Wert gelegt amtlich aus den Boxen zu krachen, so stehen bretternde Gitarrenrhythmen mehr im Vordergrund als alles andere. Zum Ende hin lässt man es noch mal richtig ruhig ausklingen und vor allem die orientalischen Klänge verbunden mit Power Metal Gitarren sind ein wahrer Hörgenuss. Weiter geht die muntere Karussellfahrt mit „Lejos del Mar de Rosas“, mit etwas mehr Geschwindigkeit versehen donnert diese Headbangernummer aus den Lautsprechern. Was sich die Iberer auf ihrem Output einfallen haben lassen ist unglaublich, wohl auch kein Wunder blickt man doch auf einige Jahre Erfahrung zurück. Viele nette Ideen und Einfälle haben sie sich auch auf dem neuesten Streich einfließen lassen und das ganze klingt unterm Strich sehr gut und ausgegoren. Etwas ruhiger und beschaulicher geht es nun bei „En el Abismo“ weiter. Keine Angst Ballade wurde hier keine geschaffen, eher ein netter Midtemporocker der es in sich hat. Man hält zwar öfters inne um kurz auszurasten, aber danach wird wieder ordentlich gerockt. „Romance de la luna, luna“ klingt eher untypisch für die Herrschaften aus Spanien. Eine moderne rockende Ballade und dennoch weis das Stück zu gefallen und hat nicht zuviel Kitschschlagseite bekommen. Mit netten Introklängen wird bei „Wallada la Omeya“ weiter gemacht. Eine richtige bombastische Nummer ist ihnen hier geglückt, die sehr ausgereift klingt. Das man aber nicht Bands aus dem gleichen Genre nacheifert ist klar, dafür besitzen Saurom zuviel Eigenpotential. Einige kleinere Parts werden von einer Dame gesungen, wobei die weiblichen Parts aber eher kurz gehalten sind. Sehr fröhlich klingt nun „Zulema“. Eine weitere ruhige rockende Nummer mit vielen Flötenparts. Düster geht es mit „Un Castillo de Versos Nostálgicos“ weiter. Der Bombastfaktor wurde deutlich höher geschraubt, auch auf einige Folkeinflüsse wurde nicht vergessen. Weitgehend hält man aber den Düsterfaktor steil nach oben, was wohl auch die Stimme von Santi ausmacht. Die Seitenhexer sind auch hier unglaublich und so zaubern sie lockerst ein Riff nach dem anderen aus ihren Fingerchen. Bei „Nada es Eterno“ geht man es zu Beginn sehr ruhig an, aber die Pause ist nicht von langer Dauer, denn im Anschluss bolzen Saurom wieder ordentlich aus den Lautsprechern und verleiten einen wieder den Kopf zu den Klängen zu kreisen. Kleineres Päuschen in der Mitte und dann rockt und rollt man wieder an allen Ecken und Enden. Gewitterklänge, Hundegebell und Hörner läuten nun „El Monte de las Ánimas“ ein. Ruhiger und beschaulicher wird dann weitergemacht, aber auch hier ist die Ruhe nur von kurzer Dauer. Etwas fröhlicher ist diese Nummer im Gegensatz zum Vorgänger und vor allem ist sie eines, herrlich mit heroischen Klängen ausgeschmückt. Sehr folkig erschallt nun der vorletzte Song der sich „Más allá de la Tierra Prometida“ nennt. Viele Flöten und viele fröhliche Melodien ziehen sich wie ein roter Faden durch diese Nummer. Den Abschluss macht nun „Sollozos desde el Destierro“ das wohl eher als Outro zu verstehen ist und mit viel Flamenco Feeling angereichert wurde. So beschließt dieses Stück eine grenzgeniale Scheibe und es wundert mich echt, dass sie bis dato nur in Spanien bekannt sind besitzen doch Saurom viel Potential und Spielfreude die seinesgleichen sucht.

Fazit: Fans des Folk Metal kommen um diese Scheibe nicht herum.

Tracklist:

01 Inspiración Espectral
02 Reina de la Oscuridad
03 Laberinto de los Secretos
04 Lejos del Mar de Rosas
05 En el Abismo
06 Romance de la luna, luna
07 Wallada la Omeya
08 Zulema
09 Un Castillo de Versos Nostálgicos
10 Nada es Eterno
11 El Monte de las Ánimas
12 Más allá de la Tierra Prometida
13 Sollozos desde el Destierro

Besetzung:

Narci „The Jongleur“ (rhythm guit, flutes, bagpipes, backing voc),
Antonio „McDonovan“ (drums & percussion),
Raúl „The gitanne“ (rhythm/lead guit),
Migue (voc), Josele „Dark Lord Zzraippy“ (bass)
und Santi „Dr Love“ (keys/backing voc)

Internet:

Saurom Website

Saurom @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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