Band: Shakra
Titel: Everest
Label: AFM Records

VÖ: 2009
Genre: Heavy Metal/Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Satte zwei Jahre hat es gedauert bis die Swiss Rocker von Shakra den Nachfolger von „Infected“ aus dem Hochofen geholt haben. Ein recht hohes Potential weisen diese Rock Bands aus der Schweiz auf, das muss man neidlos zugeben. Dabei achten auch diese Vertreter das man viel erdiges Rockkraftfutter für die Gemeinde parat hat. Der neuste Streich von Mark Fox (voc), Thom Blunier (guit), Thomas Muster (guit), Dominik Pfister (bass) und Roger Tanner (drums) nennt sich „Everest“ und ist nun via AFM erhältlich.

Die Eröffnung des Albums erfolgt mit dem recht flotten und spritzigen „Ashes To Ashes“. Viele amerikanische Trademarks hat man dabei in den Gesamtsound eingeflochten. Das gewisse Etwas wird noch zusätzlich von den erdigen Gitarren geliefert, die dem Ganzen noch einen drauf setzen. Zum flotten Abrocken lädt dieses Stück ein und dabei wühlt man den Zuhörer gewaltig auf. Irgendwo muss es wohl im Land des Käse und der Schokolade einen geheimen See geben wo man sich in Rockwasser baden kann, denn wie erklärt man sich diese Hülle an tighten Rockbands unseres westlichen Nachbarlandes. Shakra gehören dabei schon lange zu den Herzeigeobjekten und auch mit dem neuesten Streich steht man sich selbst bzw. Szenekollegen einmal mehr in nichts nach. Mit „Love & Pain“ wird nicht in etwa eine Ballade nachgeschoben, nein keine Angst hier hat man die Weiterführung im stampfenden Bereich gefunden. Etliche Hymnenhafte Refrain Chorvocalparts wurden als weitere Bereicherung eingebaut, die das erwähnte Feeling ordentlich nach oben schnellen lassen. Eine weitere Bereicherung sind die leckeren Solis die am laufenden Band locker aus den Hemdsärmeln geschüttelt werden. „Let Me Lie My Life To You“ ist ein sehr rauer und roher Rockdiamant, der nahtlos anknüpft wo der Vorgänger aufgehört hat und viel Rotz in sich hat. Recht beschaulich wird es erst einmal zu Beginn von „The Illusion Of Reality“ viele klarere Strukturen wurden hier eingebaut. Nach einer flotten, kurzen Weiterführung begibt man sich das erste Mal für eine Zeit lang in eine balladeskere Ausrichtung. Dennoch als Ballade geht diese Nummer nicht durch, dafür gibt es zu viele flottere Ausreißer. Viel Abwechslung zwischen sanften und schnelleren Momenten wird hier geboten. Die akustische Gitarreneinleitung und die sanften Gesänge des Fronters lassen es nun bei „Why“ erahnen, hier bekommt man eine sehr saubere Ballade geboten, die aber nicht zu kitschig ausgerichtet wurde. Nein auch in den ruhigen Momenten wissen die Jungs ohne zuviel Geschmuse zu überzeugen. Die Rockmotoren werden nun nach einer beschaulichen Eröffnung bei „The Journey“ des Öfteren gestartet. Viele moderne Rockelemente geben sich hier mit erdigem Old School die Hände. Viele Wechsel zwischen Ruhig – Midtempo und speedigen Ausbrechern wurden hier kompakt auf einen Nenner gebracht. Auf eine gute und ausgewogene Mischung wird dabei aber immer wieder geachtet, somit wird man auch zu keinem Zeitpunkt überfordert. Weiter im Kontext geht es nun mit „Regressive Evolution“ bei dem man sich weitgehend auf Midtempoufern aufhält. Mit „Anybody Out There“ schiebt man uns nun eine weitere, sanfte Nummer in den Rockrachen. Dennoch achtet man auch bei diesem Song das man den Bogen nicht zu weit überspannt, das man vielleicht Gefahr laufen könnte das Wort kitschig laut auszusprechen. Dafür sorgen schon die Schweizer Rocker, die das Ganze mit viel erdigem Gefühl angereichert haben. So genug im ruhigen Wasser aufgehalten, mit „Right Between The Eyes“ gibt es wieder deutlich flottere Kost. Stampfende Trademarks werden immer wieder durch groovige Momente abgelöst. Dabei achten die Burschen auf eine gleichberechtigte Mischung und dazu kann man ganz gut abshaken. „Dirty Money“ stampft im gleichen Fährwasser daher, dennoch lassen die Burschen hier viel Groove aufkommen, der zum Tanze einlädt. „Insanity“ glänzt zwar zu Beginn mit viel Southern Rock Feeling welches man auch weitgehend beibehält, doch nach und nach werden diese von traditionelleren, europäischen Rockelementen der Marke Bonfire und Co abgelöst. Der abschließende Song „Hopeless“ ist nun wieder was fürs Gemüt. Nach der klassischen Klaviereröffnung geht es sanft weiter. Zum Ende hin gibt es also noch einmal eine recht mitreißende Ballade. Eines muss man aber den balladesken Stücken von Shakra offerieren, sie haben zwar viele ruhige Momenten in sich, aber zu einem kompletten Weichspüler lässt man sich nie hinreißen. Genau so soll es sein.

Fazit: Shakra haben genau dort weiter gemacht wo sie mit „Infected“ aufgehört haben und das sollte sich kein Fan von reinrassigen Rock Alben entgehen lassen.

Tracklist:

01 Ashes To Ashes 3:51
02 Love & Pain 3:19
03 Let Me Lie My Life To You 3:38
04 The Illusion Of Reality 4:38
05 Why 3:45
06 The Journey 7:54
07 Regressive Evolution 3:51
08 Anybody Out There 3:24
09 Right Between The Eyes 5:15
10 Dirty Money 3:24
11 Insanity 4:48
12 Hopeless 3:45

Besetzung:

Mark Fox (voc)
Thom Blunier (guit)
Thomas Muster (guit)
Dominik Pfister (bass)
Roger Tanner (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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