Band: Sirenia
Titel: The Enigma Of Life
Label: Nuclear Blast
VÖ: 2011
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Chris Egger

The Enigma Of Life, so nennt sich das mittlerweile fünfte Album der norwegischen Female Fronted Metaller von Sirenia welches am 21.01.2011 über Nuclear Blast auf die Welt losgelassen wird. Wie schon auf dem Vorgänger The 13th Floor ist auch auf diesem Album wieder die Spanierin Ailyn für den Gesang zuständig. Mal sehen wie sich Sirenia in den letzten 2 Jahren so verändert haben.

Lost geht es gleich mit der ersten Single des Albums – The End Of It All, einem Stück welches perfekt als Fortsetzung der Sirenia-Singles wie The Other Side oder A Path To Decay funktioniert. Große Neuigkeiten darf man hier nicht erwarten, trotzdem verfügt das Stück über eine gut gelungene Melodie und doch etwas Abwechslung, was vor allem an Morten’s aggressivem Gesang und auch dem starken Gitarrensolo liegt.

Auch beim Stück Nummer 2 – Fallen Angel – kann man durchaus sagen, wo Sirenia drauf steht ist auch Sirenia drin. Soll jetzt nicht negativ klingen aber das Stück würde auch durchaus auf dem Vorgängeralbum Platz finden. Auch wenn weder instrumental noch gesanglich was anbrennt und Fans von 13th Floor sicher eine Freude damit haben werden, ein großer Fortschritt ist nicht zu erkennen.

All My Dreams hat doch einige ungewöhnliche Sounds in sich, man kann aber trotzdem ganz klar die Handschrift von Morten Veland erkennen. Der Refrain kann wieder überzeugen, Sängerin Ailynmacht wie immer eine gute Figur aber auch hier kommen immer wieder Parallelen zu den bisherigen Veröffentlichungen – vor allem A Path To Decay lässt hier grüßen.

Etwas schneller geht es in This Darkness weiter. Klar, es ändert sich auch hier relativ wenig zum bisher gehörten, aber wer erwartet das mittlerweile von Sirenia. Über die Gesangsleistung von Ailynmuss man nicht mehr viel sagen, die Dame versteht ihr Handwerk.

The Twilight In Your Eyes ist wieder ein sehr kommerzielles Stück, welches zeitweise an The Mind Maelstrom erinnert, vom Refrain her aber doch wieder in die Richtung Path To Decay geht. Zwar nichts Neues, aber trotzdem ein interessantes Stück, welches gut in die Live-Setlist passen würde.

Winter Land ist eine zwar nicht langsame aber doch relativ langweilige, fast schon in Richtung Pop gehende Nummer, die zwar gesanglich und auch dank dem Gitarrensolo instrumental durchaus okay ist, aber im Grunde einfach nichts besonderes ist.

A Seaside Serenade ist für mich eine der größeren Überraschungen des Albums. Die sehr heftigen langsamen Gitarren, die nach kurzer Zeit vom schönen Gesang untermalt werden sind irgendwie mal was Neues für Sirenia, auch wenn dieser Stil immer wieder mit gewohntem vermischt wird. Die größte Überraschung kommt aber als es ruhig wird und die Chöre einsetzen: die Melodie erinnert total an Abba’s Lay Your Love On Me, soll nicht heißen dass da was geklaut wurde – klingt einfach nur interessant.

Darkended Days To Come ist wieder typisch Sirenia (wobei man auch etwas an Tristania’s Equilibrium erinnert wird), nur dass hier Morten’s klare Vocals auch Platz finden. Er macht das nicht schlecht, es bleibt aber trotzdem bei einem Song der auch auf dem Vorgängeralbum Platz gefunden hätte.

Auch bei Coming Down ändert sich nicht viel Morten ist wieder aggressiv dabei, spielt ein cooles Gitarrensolo, das natürlich perfekt zur Gesangsmelodie passt und auch Ailyn singt wieder gut.

This Lonely Lake ist wieder eher ein Pop-Stück mit vielen verzerrten Gitarren, das wie schon Winter Land zuvor nicht unbedingt zu den Highlights sondern eher zu den Lückenfüllern zählen kann. Soll nicht heißen, dass das Stück Schrott ist, aber Veland hat schon spannendere Songs geschrieben.

Ganz anders geht da Fading Star zu Werk, gleich um einiges Härter und mit interessanter Gitarrenarbeit macht das Stück gleich mehr Spaß. Auch der vom Chor gesungene Refrain passt perfekt dazu, eine der wenigen Ausnahmen die doch im Vergleich zu Sirenia 2009 deutlich gereifter klingt.

Den Abschluss bildet der Titeltrack – The Enigma Of Life, eine ruhige Ballade, in der wieder ein gefühlvoller Gesang, viele Chöre, Akustikgitarren und auch Gitarrensoli vorkommen. Durchaus ein gelungener Abschluss des Albums.

Fazit: Was soll man zu dem Album groß sagen. Es gibt zwar schon ein paar Veränderungen wie die aggressivere Stimme von Morten und das bei einigen Songs gereifte Songwriting, im Großen und Ganzen macht Sirenia aber dort weiter wo man 2009 aufgehört hat. Anspieltipps: Fading Star, A Seaside Serenade.

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