Band: Skyforger
Titel: Senprūsija
Label: Thunderforge Records
VÖ: 2015
Genre: Pagan/Folk Black Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Zu den Letten habe ich aufgrund meiner primären Arbeit eine sehr lange, freundschaftliche Beziehung. Die Recken von Skyforger, sind mir aber ebenfalls schon sehr lange und immer in guter Erinnerung geblieben. Nun erscheint also deren neuester Streich „Senprūsija“ und vom Fleck weg bin ich geplättet. Warum? Nun von der Truppe an sich habe ich ja schon lange nichts mehr gehört und eher sind mir ihre Frühwerke bekannt. Doch auch die Letten haben sich satte fünf Jahre Zeit gelassen, um ihren neuesten Release unter Dach und Fach zu bringen. Hatte die Jungs deutlich harscher in Erinnerung, muss aber gleich sagen die neue Rhythmik und der Gesang passen unverkennbar besser zur Formation. Der Fronter klingt wie eine harsche Version eines gewissen Martin Walkyier, auch klingt die Rhythmik sehr angelehnt, wenn auch wissentlich härter. Hört man in die ersten Werke von Skyclad, so wird man definitiv parallelen zum neuen Skyforger Album feststellen. Wer dies geliebt hat, wird es auch bei den Letten tun, denn die animierenden Galopp Tracks gehen cool ins Gehör und werden nicht übertrieben mit Gedudel dargeboten. Vielmehr beruft man sich auf ein hartes Mischkonzept, welches definitiv auf die Grundwurzeln des Folk/Pagan zurückgreift, aber man eben das Ganze in sehr unterhaltsame Bahnen lenkt. Kein sinnloses Schnick-Schnack und Pagan Gejaule, oder gar ein sinnloses Humpa Geprügel. Nein Skyforger beweisen, dass das Genre zwar sehr überlaufen ist, aber man immer noch adrette Ansätze bringen kann. Auch wenn man vermehrt auf die alten Traditionen ableitet, klingt das Material nicht altbacken. Die Parallelen zu den genannten Engländern mögen etwas von einer Kopie haben, werden aber und dass muss man mit Nachdruck nennen sehr eigenständig und mit einem enormen Härteschwung Innovativ vorgetragen. Da haut es jedem Freizeitwikinger die Sicherungen raus, denn die Songs klingen nicht wie der x-te Abklatsch und das unterstreicht eben die langjährige Erfahrung der Mannschaft aus Riga. Ein nicht zu übersehendes Detail, ist auch, das die Burschen die Stücke in ihrer Muttersprache vortragen. So was hat bei mir sowieso immer Vorrang und wird wohlwollend aufgenommen. Doch auch das Songwriting und die Einsätze und Erweiterungen in den Tracks selbst ist einfach eine Wucht. Schlachtenlärm, amtliches Black/Death Geballer, oder eine sehr Black/Thrash lastige Folk Rhythmik bringen das Fass schier zum Überlaufen. Selten erlebt man solche Bands, die es immer noch schaffen, dem Genre einen neuen Hauch einzuverleiben. Skyforger haben es definitiv geschafft und wird sich wohl bei vielen Weekendwarriors ins Hirn brennen.

Fazit: Bravurös serviert man nach fünf Jahren ein Album und das kracht so dermaßen, dass man schier all die Vorreiter des Pagan/Folk Genres vergisst. Ich attestiere den Letten, dass sie mit diesem Werk ihre persönliche Masterpiece abgeliefert haben. Hier kann man nur alle Daumen nach oben geben, denn mit dieser frische kommt wohl lange niemand an die Klasse der Letten ran.

Tracklist:

01. Ei skīja, skīja 01:22
02. Senprūsija 05:32
03. Sudāvu jātnieki 04:13
04. Tagad vai nekad 05:00
05. Herkus Monte 04:17
06. Rāmava 06:44
07. Lepnums un spīts 06:13
08. Divi brāļi 04:49
09. Melnās buras 04:49
10. Nekas nav aizmirsts 06:50
11. Rituāls 03:15
12. Zem Lietuvas karogiem 05:07

Besetzung:

Edgars „Zirgs“ (bass)
Pēteris „Peter“ (voc & guit)
Edgars „Mazais“ (drums)
Alvis (guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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