Tracklist
01. Intro
02. Stench Of Death
03. Dark War
04. Unfazed By Death
05. Burden Of Sin
06. Warding Blood
07. Howling At The Galaxy’s Edge
08. Outro
Besetzung
Spurcăciune – Guitars, Vocals
Bîrsatan – Bass
Omu‘ Rău – Guitars
Potaie – Drums
„Unfazed by Death“ von ROTHEADS ist eine Neuauflage eines alten Demos aus den Anfangstagen der rumänischen Band. Trotz Rohheit und unausgewogenen Sounds zeigt das Album eine vielversprechende Band voller Leidenschaft. Eine Arbeit, die gut gealtert ist und jetzt, 10 Jahre später, endlich der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Demo-Qualität behindert gute Musik
Wie Trauermusik beginnt das Album – ein symphonisches Orchester spielt ein kurzes „Intro„. „Stench Of Death“ bringt dann Action: dämonische Vocals in sprechend-knurrender Technik, ziemlich schnelle Drums, und der Rhythmus entwickelt sich stetig vom langsamen Beginn zu mehr Uptempo. Die Demo-Qualität lässt nur Drums und teilweise Vocals klar hörbar werden, der Rest der Instrumente bleibt weit entfernt und leise. Erst bei den finalen Akkorden dominiert die Solo-Gitarre klar alles andere. Generell ein langsamer Song in Doom-Tempo mit Black Metal Einflüssen – interessante Musik mit gewissen Qualitäten.
Sehr schlechte Produktion, typische Demo-Qualität – roh und matschig. Der Sound behindert wirklich ein anständiges Hörerlebnis, schade, weil die Musik es wert ist, gehört zu werden. Wegen der Qualität der Musik hätte sich eine Neuaufnahme oder zumindest Remastering gelohnt, stattdessen gibt es nur ein Reissue.
Noch vielversprechender beginnt „Dark War“ mit einem Sound, der an Demilich erinnert, mehr durch die Vocals als die Musik. Auch hier liegt der Fokus auf den Drums, während Gitarren im Hintergrund mahlen. Vocals bleiben sehr leise und kaum hörbar, auch durch die gewählte Technik. Trotzdem kann man guten Rhythmus und eine gute melodische Linie erkennen – die Lead-Gitarre bekommt ihren Moment zum Glänzen in den letzten Akkorden.
Vielversprechend genug für Label-Investment
ROTHEADS kommen aus Bukarest, gegründet 2014. Nach diesem Demo von 2016 veröffentlichte die Band noch zwei weitere Alben – ein Zeichen, dass das Demo vielversprechend genug war für Label-Investment. Bei der Demo-Aufnahme spielten Dávid an Drums und Bogdan (Künstlername Spurcăciune) an Gitarren und Vocals. Zusätzlich wirkten Bîrsatan am Bass und Mircea (Omu‘ Rău) an Gitarren mit, beide auch Bandmitglieder. Die einzige personelle Veränderung unmittelbar nach der Aufnahme der Demo: Matei Gheorghe (Potaie) ersetzte den ursprünglichen Drummer, und in den folgenden Jahren übernahm Carnagiu die Gitarren und Muzgoare das Schlagzeug.
Der Titelsong „Unfazed By Death“ wechselt zwischen Doom-artigen und schnelleren Tempos. Finstere Atmosphäre, tiefe Growls und Tremolo-gepickte Lead-Gitarre prägen den Song. Er zögert nicht mit guten Momenten – frenetische Drums und entsprechend schnelle Riffs zeigen das Potential.
Technische Fähigkeiten versteckt hinter schlechtem Sound
Die folgenden Songs halten die morbide Atmosphäre und bewegen sich näher an Old-School Death Metal. „Burden Of Sin“ kommt mit infernalischen Growls, massiven Riffs und Uptempo-Rhythmus – die Gitarren demonstrieren wirklich gute technische Fähigkeiten, auch wenn kaum hörbar.
„Warding Blood“ weicht vom generellen Album-Sound ab: langsam, melodisch, voller Black Metal Einflüsse. Eine traurigere, fast melancholische Atmosphäre mit viel mehr Melodie als der Rest des Albums, überzeugt den Song trotzdem nicht wirklich.
„Howling At The Galaxy’s Edge“ bringt gruselige ambiente Sounds – nur ein kurzes Intermezzo als Vorbereitung auf das „Outro„, das alles andere als Metal ist. Elektronische Musik mit kurzen rhythmischen Akkorden ergibt ein zweifelhaftes Ende. Ein Interlude, das auf ein Outro vorbereitet – sicher etwas Einzigartiges.
Leidenschaft überwindet Demo-Qualität
Durch die Demo-Qualität sind die Drums am präsentesten im Mix – gutes, technisches Drumming. Viel mehr steckt dahinter, leider kaum hörbar. Die Lead-Gitarre glänzt bei Solos, passiert allerdings sehr selten. Musik, die eine Neuaufnahme verdient hätte, weil gute musikalische Momente vorhanden sind.
Trotz aller Produktionskritik: Ein altes Werk neu aufzulegen ist gut, wenn es das wert ist. All diese Demos mit damals limitierter Verbreitung bekommen jetzt verdiente Aufmerksamkeit. Sicher gibt es unbeholfene Momente wie die finalen zwei Songs ohne echten musikalischen Wert, insgesamt lohnt sich das Album dennoch – simple, impaktvolle Art von Death Metal, authentisch und mit Leidenschaft gemacht.
Fazit: Das neu aufgelegte Demo „Unfazed by Death“ von ROTHEADS zeigt vielversprechenden Death Metal – trotz rohem Sound lohnt die Leidenschaft.

