Band: Sorrowfield
Titel: Heritage Of Fire
Label: Selfreleased
VÖ: 2011
Genre: Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Das Bremer Power Metal Geschwader Sorrowfield mag wohl eher ein Geheimtipp sein, aber was für einer. Die Formation gibt es schon seit 2001 und mit „Heritage of Fire“ knüpfen die Power Metaller nahtlos an ihren Vorreiter „ Devourer“ aus dem Jahr 2008 an. Das klassische Farbmuster geht so dermaßen auf die Trommelfelle das man als Fan dieser Richtung vor Geilheit nur so jauchzt. Satte Priest Riffs und rollende Schnalzeffekte seitens der Gitarren bläst man locker vom Hocker durch die Boxen. Ein besonderes Schmankerl ist die Melange aus klaren und rauen, tiefen Vocals und genau diese Duettvocals gehen dermaßen gut ins Gehör das man schier eine Gänsehaut bekommt. Gut aufeinander abgestimmt frönt man astrein dem traditionellen Schnittmuster aber ohne dass man dabei etwa abgestaubt klingt. Nein sehr spitzfindig serviert man uns immer wieder recht reichlich moderne Akzente, welche man gelungen in den Gesamtsound eingewoben hat. Sehr erfrischend kommt das Klangmuster so rüber und dieses würzt man recht gekonnt mit fetzigen Rhythmuselementen an.

Die immer wieder kehrenden Melodiesektionen stammen eindeutig aus dem Maiden Eck und genau das macht das Bündel komplett. Teils wird hier abgegangen wie die sprichwörtliche Post und am anderen Ende gibt es leichte, hymnische Allüren, mit Faustreckenden Momenten die ebenfalls das Power Metallerherz begeistern. Die Jungs gelten für mich ab sofort als Inbegriff der neuen, deutschen Power Metal Riege. Während Brainstorm beispielsweise in letzter Zeit auf Soundarrangierungen gebaut haben, verwenden die Bremer Power Metal Musikanten hier nichts von alledem. Dennoch vermögen sie sehr modern in Szene zu treten und das mit einem qualitativ hochwertigen Spiel. Somit klingt man nicht zu schlicht, aber auch vor zu starken Soundveränderungen und Experimenten wird nicht Verwendung genommen. Ein gutes Mittelmaß macht es eben aus und davon kredenzen uns die deutschen Herrschaften reichlich. Das man oftmals etwas nordischer klingt gibt dem Ganzen noch den ganz besonderen Kick. Ab der Mitte gesellt sich sogar noch eine satte Groove Draufgabe hinzu und dadurch bläst man uns alle Sicherungen raus. Genau diese, deutlich dreckiger vorgetragenen Stücke gehen superb unter die Haut und so sei an dieser Stelle „Rearousing the Dead“ ganz besonders hervor gehoben, denn hierbei bekommen wir eine Farben Vielfalt, bei der einem die Kinnlade komplett vor Staunen und Faszination nach unten klappen lässt.

Fazit: Auch wenn Sorrowfield schon seit 2001 existieren, sind sie für mich die Power Metal Entdeckung des Jahres 2011. Amtlicher Power Metal Stahl, welcher mal mehr, mal weniger Modern vorgetragen wird. Die Mixtur hat es ungemein in sich, egal in welches Eck die Bremer drängen. Man unterhält uns mit einer gut aussortierten Melange und diese ist so lecker das man schier in eine Sucht verfällt.

Tracklist:

01. Remember Me
02. Byzantine
03. Fire
04. The Blood Dance
05. Rearousing the Dead
06. Tribe
07. Ascension (The Four Quarters of the World)
08. Magic Carpet
09. Decorating Drunkards
10. Legions

Besetzung:

Oliver Schulz (drums)
Thomas Kattwinkel (bass)
Steven Lackmann (guit
Martin Rolbiecki (guit)
Marco Bianchi (voc)

Internet:

Sorrowfield Website

Sorrowfield @ Facebook

Sorrowfield @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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