Band: Sorrows Path
Titel: Doom Philosophy
Label: Iron Shield Records
VÖ: 2014
Genre: Epic/Doom Metal
Bewertung: 3.5/5
Written by: Lex

SORROWS PATH haben sich zwar ursprünglich 1993 begründet, mussten aber vom Schicksal ein paar harte rechte Haken einstecken. So kommt es, dass die Griechen um den beinahe paralysierten Gitarristen Kostas Salomidis erst 2010 so richtig loslegen konnten und mit „Doom Philosophy“ ihren nunmehr zweiten Output vorlegen.

Obwohl sich SORROWS PATH selbst in der Tradition von Bands wie CANDLEMASS sehen, legen die Mannen aus dem Land der versiegenden EU-Finanzspritzen oft ein höheres Tempo an den Tag. Ich wäre versucht, das Ganze eher als Power/Doom Metal zu bezeichnen, belasse es aber (wie immer) im Zweifel bei der seitens der Band gewählten Genre-Bezeichnung.

Düster, anklagend und verbittert geht es auf „Doom Philosophy“ allemal zu, und das kriegen die Griechen astrein hin. Die Songs sind zwar dunkel und schleppend in ihrem Grundtenor, sind aber erstens einfach gut komponiert und werden zweitens durch die eher powermetallischen Aspekte davor gerettet, zu einer bloßen Hintergrundmusik beim Handgelenk-Ritzen zu verkommen. Der Gesamteindruck steht und fällt allerdings damit, wie man mit der Stimme von Angelos Ioannidis klarkommt: Stellt euch einen klagend-leiernden Rob Halford vor, der manchmal ein klein wenig neben dem Ton zu liegen scheint: Für mich passt das gerade zur Musik von SORROWS PATH ausgezeichnet. Wer das anders empfindet, wird dieses Album kräftig abwerten müssen.

Das liebt oder hasst man – oder steht vielleicht auch einfach nur völlig neben der Spur. Zieht euch „The King With A Crown Of Thorns“ rein oder auch das mit einem (nicht so tollen) Musikvideo bedachte „Epoasis“ und ihr werdet bald wissen, wo ihr steht. Kein Jahreshighlight, aber ein gutes Album das an vielen Stellen unverdient abgewatscht wird.

Tracklist:

01. First Beam Of Darkness Into Light
02. Tragedy
03. A Dance With The Dead
04. Brother Of Life
05. Everything Can Change
06. The King With A Crown Of Thorns
07. The Venus And The Moon
08. Epoasis
09. Clouds Inside Me
10. Darkness
11. Damned (O)fish-L.S.D.

Besetzung:

Stavros Giannakos (Bass)
Angelos Ioannidis (Vocals)
Fotis Mountouris (Drums)
Kostas Salomidis (Guitar)
Giannis Tziligkakis (Guitar)

Internet:

Sorrows Path Website

Sorrows Path @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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